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13. Januar 2017 5 13 /01 /Januar /2017 14:06

Cover zu Operation AvalancheWas für eine Sensation! 'Operation Avalanche' zeigt anhand von so genanntem Found-Footage-Filmmaterial, wie das damals war mit der Landung der Amerikaner auf dem Mond. Oder eben auch nicht. Denn die Aufnahmen von Matt Johnson zeigen, dass alles nur ein Trick war, um den Russen ihren Vorsprung streitig zu machen.

Kopf hinter der 'Operation Avalanche' ist Matt Johnson. Wie die nun aufgetauchten Bewegtbilder zeigen, feilte er im Geheimen an der Legende rund um Neil Armstrong. Selbst an dem legendären Satz, den der Astronaut damals sagte, arbeitete Johnsons Team akribisch, bis er so stark wurde, dass er noch heute Gänsehaut verursacht: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen… ein… riesiger Sprung für die Menschheit.“

Auf der DVD enthalten ist übrigens auch noch als Bonusmaterial ein exklusives Interview mit Matt Johnson, der das Ges(ch)ehene nach Ende der Dreharbeiten ins rechte Licht rückt.

Mehr Infos: http://ascot-elite.de/movie/de/28/1944/Operation_Avalanche.html

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7. Dezember 2016 3 07 /12 /Dezember /2016 21:35

Cover zu NormKurz gefasst gilt, dass 'Happy Feet' in diesem Animationsfilm auf 'Die Pinguine aus Madagascar' trifft – denn der gutmütige und sprechende Eisbär Norm muss sich mit Hilfe einer Gruppe quasi unkaputtbarer Lemminge zu der nicht ganz ungefährlichen Mission aufmachen, seine Heimat vor dem skrupellosen Immobilienhai Mr. Greene (gesprochen von Hans-Georg Panczak) zu retten.

Der Untertitel 'König der Arktis' trifft es dabei übrigens nicht so ganz, da er ja im Grunde nur eher so was wie der Prinz vom Nordpol ist. Im Film wird er meistens auch passend zum Originaltitel 'Norm of the North' als „Norm aus dem Norden“ vorgestellt. Aber Schwamm drüber.

Dass gleich in den ersten zwei Minuten das Wort "verkackt" fällt, gefällt mir dagegen weniger. Leider ist der Humor hier insgesamt nicht ganz so meins, so dass das Gesamtwerk so gut wie gar nicht an die oben erwähnten Referenzen heranreicht. Auch die Ankündigung, dass Fans von 'Ice Age' den Film lieben würden, dürfte ziemlich übertrieben sein. Aber wie der Trailer schon sagt: "Warum normal sein ... wenn man Norm sein kann?"

Hör mal, wer da spricht

Die deutsche Synchronisation von Norm übernahm Dominik Auer. In 'Eine schrecklich nette Familie' sprach er in den Neunzigern Al Bundys Sohn Bud. Aktuell dürfte er vielen vor allem als Stimme des gutmütigen Nachtwache-Mitglieds Samwell Tarly aus 'Game of Thrones' bekannt klingen. Hier bei 'Norm' ersetzt er mit seiner Arbeit den amerikanischen Schauspieler Rob Schneider. In den Neunzigern hatte er einige Erfolge mit der Comedy-Show 'Saturday Night Live', mit der er für den Emmy Award nominiert wurde. Erhalten hat er schließlich aber die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler für seine Hauptrolle in 'Deuce Bigalow'.

Mr. Greene wird dagegen eigentlich von Ken Jeong gesprochen, der vor allem aus 'Hangover' als Ganster Leslie Chow bekannt sein dürfte und ... in 'Die Pinguine aus Madagascar' (!) seine Stimme der Sattelrobbe namens Kurze Lunte von der konkurriernden Nordwind-Truppe lieh.

Der Film 'Norm – König der Arktis' ist voraussichtlich ab 9. Dezember 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://ascot-elite.de/movie/de/28/1975/Norm__Koenig_der_Arktis.html

Das könnte dazu passen:
Giraffenaffen 5 (Album mit u.a. Deine Freunde und Glasperlenspiel)
Angekündigt wird der neue Teil dieser Musikserie als „Die besten Kinderlieder in neuem Sound“. Was zutrifft, denn unter anderem interpretieren Deine Freunde 'Die Tante aus Marokko' und Glasperlenspiel 'Wer hat an der Uhr gedreht?' völlig neu.

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17. März 2016 4 17 /03 /März /2016 17:06

Cover zu Kill Your Friends„Stell euch vor, ihr steht auf esspapierdünnem Eis. Unter euch seht ihr die Haie kreisen. Schreckliche Haie mit rostigen Injektionsnadeln anstatt der Zähne. Es sind eure Kollegen, eure Freunde“, so beschreibt Steven Stelfox (Nicholas Hoult) die Situation als Musikmanager. Wenn die von ihm unter Vertrag genommenen Künstler mal floppen sollten, kann es das schnell gewesen sein.

Folglich ist das mit den „Freunden“ nicht so ernst gemeint. Während zum Beispiel Nikki (Ella Smith) für ihn im Grunde Luft ist, sieht er den runter gerockten Roger Waters (James Corden) eher als Konkurrenten. Er hofft, ihn mit Rudi (Moritz Bleibtreu) abzuhängen. Der hat laut eigener Aussage als DJ Doof mit ’Suck my Dick’ 1A abgeliefert: „Der größte beschissene Hit, den wir jemals in Deutschland hatten.“

Leider wird das Ding, nachdem es von ihm teuer lizensiert wird, in Großbritannien ein Ladenhüter. Als Danny Rent (Ed Skrein), ein kleiner Manager irgendeiner schrecklichen Girl-Group, ihm steckt, dass ihn Roger auf der Karriereleiter abgehangen hat, tickt er aus. Nur ein toter Kollege ist ein guter Kollege. Richtig helfen tut ihm das aber nicht bei seinem Chef: „Noch hast du den Job auch nicht. Sehen wir erst mal, wie’s läuft.“

Und weil das Ganze nicht so ganz läuft, wie es sich Steven vorstellt, muss Steven sich den Weg nach oben eben anders ebnen ...

Film voraussichtlich ab 18. März 2016 als DVD und Blu-ray erhältlich.
Mehr Infos:
http://ascot-elite.de/movies/index.php?sel=&movie_id=2109

Das könnte dazu passen:

The Voices (Film mit u.a. Ryan Reynolds und Ella Smith)
Als ihre Kollegin verschwindet, verdächtigt Alison (Ella Smith) gleich Jerry (Ryan Reynolds). Seitdem der nämlich seine Pillen abgesetzt hat, sieht er die Welt in rosarot – was leider so gar nicht der düsteren Realität entspricht.

Mr. Hoppys Geheimnis (Film mit Dustin Hoffman und James Corden)
James Corden berichtet als Erzähler über die feine Liebesgeschichte seinen pensionierten Nachbarns Mr. Hoppy (Dustin Hoffman), der eine wirklich abenteuerliche Aktion startet, um das Herz seiner großen Liebe für sich zu gewinnen.

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10. März 2016 4 10 /03 /März /2016 17:57

Staatsanwalt Sam Ellis hat ein „Reißverschluss-Problem“, wie es sein politischer Berater Georg Hiller nennt! Eben noch strahlender Saubermann, rutscht der Familienvater nach einem moralischen Fehltritt in diesem Politdrama immer tiefer in eine verhängnisvolle Sucht nach Sex mit den Damen einer Escortagentur.

Cover zu ZipperDen Sieg zu seinem letzten Fall feiert Sam Ellis in einer Bar mit EJ, den anderen Kollegen und der Praktikantin Dalia. Als sie ihn verführen will, lehnt er noch dankend mit dem Hinweis auf seine Frau ab. Doch als er während eines Falls von den Diensten einer Escortagentur erfährt, wird er neugierig. Schließlich hat ihm sein Vorgesetzter Peter Kirkland gesagt, dass er einige Kunden davon kennen würde und die Sache locker sieht: „Das ist illegal, klar. Aber wir haben größere Probleme. Das haben Sie selbst gesagt. Niemand interessiert sich für menschliche Schwächen.“

Das bringt ihn auf eine fatale Idee: Bei der ersten Gelegenheit, als seine Frau Jeannie mit ihrem Sohn verreist, nimmt er die Dienste einer ersten Hostess in Anspruch. Erst noch widerstrebend, dann jedoch arrangiert er weitere Treffen mit anderen Damen zunehmend zügellos. Zumal er als angehender Politnachwuchs zunehmend unter Beobachtung steht, nachdem der Journalist Nigel Coaker ein Portrait über ihn erstellen soll. Sein Fehltritt droht damit seine ganze Familie in eine Tragödie mitzureißen ...

Im Bett mit ... Patrick Wilson und Lena Headey

Die Schauspielriege bei ’Zipper’ kann sich sehen lassen, ist sie doch durchaus prominent besetzt:

  • Sam Ellis > Patrick Wilson, der derzeit vor allem als Staatspolizist Lou Solverson aus der zweiten TV-Staffel zum Kino-Thriller ’Fargo’ präsent ist
  • Jeannie Ellis > Lena Headey, die vor allem als Königin Cersei Lennister aus ’Game of Thrones’ bekannt ist
  • Dalia > Dianna Agron, die als Quinn Fabray aus ’Glee’ ihren Durchbruch hatte
  • Georg Hiller > Richard Dreyfuss, der 1977 für seine Hauptrolle in ’Der Untermieter’ einen Oscar gewann
  • Nigel Coaker > Ray Winstone, der in den Achtziger Jahren bei der TV-Serie ’Robin Hood’ dessen Freund Will Scarlett spielte
  • Peter Kirkland > Christopher McDonald der in der Animationssserie ’Beware The Batman’ von 2014 den Anwalt Harvey Dent sprach, der zu Two-Face wird
  • EJ > John Cho, der u.a. Sulu in den letzten ’Star Trek’-Filmen gespielt hat

Fazit: Was nach einem veritablen Thriller klingt, ist leider etwas schmal geraten. Ähnlich dünn ist die Ausstattung der DVD, die lediglich einen Audiokommentar und Trailer enthält. Etwas erschreckend ist auch, dass sich keine (!) der Hauptfiguren besonders moralisch verhält. Eine wie auch immer positiv geartete Botschaft wäre schon schön gewesen. Zumal der Film für ein Publikum ab 12 Jahren frei gegeben wurde. Wer aber Lena Headey mal etwas weniger kühl als in 'Game of Thrones' erleben will, kann hier zugreifen!

P.S.: Beim Film '(A Conspiracy On) Jekyll Island' werden Dianna Agron und Christopher McDonald wieder aufeinander treffen. Ein Starttermin ist allerdings derzeit noch nicht bekannt gegeben.

Film auf DVD und Blu-ray voraussichtlich ab 11. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://ascot-elite.de/movies/index.php?sel=&movie_id=1190

Das könnte dazu passen:

Karen Duve – Macht (Hörbuch gelesen von Charly Hübner)
Im Jahr 2031 sieht die Welt für
Sebastian Bürger nichrt gerade rosig aus. Oder doch? Dank des Klimawandels droht quasi der Weltuntergang. Da hat auch nicht geholfen, dass Frauen die Macht übernommen haben. Folglich erscheint es ihm nicht weiter problematisch, die Verhältnisse neu zu ordnen und seine Frau, die als Ministerin Karriere gemacht hat, im Keller einzusperren.

Nightcrawler (Film mit u.a. Jake Gyllenhaal und Bill Paxton)
Paparazzi sind unbeliebt, ihre exklusiven Bilder aber gefragt. Das erkennt auch Louis Bloom (Jake Gyllenhaal) schnell. Und für seine Karriere geht er dabei – fast schon im wahrsten Sinne des Wortes – über Leichen.

Glee – Das große Fanbuch
Zum Weltbuchtag 2014 wurde in einem Sammelartikel auch die nicht mehr im Motorblog verfügbare Kurzkritik zu ’Glee – Das große Fanbuch’ wiederveröffentlicht. Hier erhalten Fans der TV-Serie tolle Hintergrundinfos und noch viel mehr zu den ersten beiden Staffeln.

The Riot Club (Film mit u.a. Max Irons und Sam Clafin)
In einem Pub wollen zehn Jungs, die sich in Oxford zum ’Riot Club’ zusammengefunden haben, „zechen bis zum Erbrechen“. Dazu laden sie auch die junge Charlie (Natalie Dormer, die Margaery Tyrell in ’Game of Thrones’ spielt). Doch dann gerät das Ganze völlig außer Kontrolle.

Hier ist noch der Trailer zu 'Zipper: Geld. Macht. Sex. Verrat.':

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16. Februar 2016 2 16 /02 /Februar /2016 09:00

'Wie ausgewechselt' heißt der Film mit Ryan Reynolds, den VOX am 25. Februar 2016 um 22:30 Uhr zeigt. Ein Titel der auch zu 'Self/less' passen würde.

Cover zu Self/lessFür Ryan Reynolds läuft es gerade so, als würden Weihnachten und Ostern zusammenfallen: Mit 'Deadpool' hat er schon ein heißes Eisen für 2016 im Feuer. Und jetzt im Dezember kam erst 'Dirty Trip' als Film fürs Heimkino mit dem kanadischen Schauspieler raus, dem nun noch 'Self/less' mit Ben Kingsley folgt.

Als dem reichen, totkranken Damian Hale (gespielt von Ben Kingsley) angeboten wird, sich durch ein Verfahren namens 'Shedding' einen neuen, jüngeren Körper anzueignen, zögert er nicht lange. Als Edward Bitwell (gespielt von Ryan Reynolds) startet er in New Orleans neu. Doch nach und nach kommen ihm Zweifel, ob alles mit rechten Dingen abgelaufen ist ...

Die Darbietung des 39-jährigen, der am 23. Oktober 1976 in Vancouver geboren wurde, ist äußerst überzeugend. Ehrliche Gefühle und gute Kampfszenen lassen einen für 'Deadpool' nur das Beste erwarten.

Film von Concorde ab 23. Dezember 2015 als DVD (und Blu-ray) erhältlich. Mehr Infos: http://www.concorde-home.de/concorde/DVD---43,MovieID__1896.htm

Überhaupt lief es dieses Jahr rund für Ryan Reynolds. Anfang 2015 erschien schon das Entführungs-Drama 'The Captive' (Kritik hier) auf DVD in Deutschland, später im Herbst folgte die Killer-Komödie 'The Voices' (Kritik hier). Und über die große Leinwand flimmerte er vor ein paar Monaten in 'Die Frau in Gold'. So präsent war er schon lange nicht mehr.

Die kurze Übersichtsliste in (alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen) der Schauspielerinnen und Schauspieler, an dessen Seite er zuletzt zu sehen war, liest sich dabei zudem wirklich recht beeindruckend:
- Gemma Arterton (in 'The Voices')
- Jeff Bridges (in 'R.I.P.D.')
- Rosario Dawson (in 'The Captive')
- Max Irons (bekannt aus u.a. 'The Riot Club', Kritik hier)
- Ben Kingsley (als Damian Hale in 'Self/less')
- Ben Mendelsohn (bekannt aus u.a. 'Slow West', Kritik hier)
- Helen Mirren (in der Rolle der Kunstsammlerin Maria Altmann in 'Die Frau in Gold')

Cover zu Dirty TripNoch ein Trip nach New Orleans

Nochmal ein bisschen was zu dem Film 'Dirty Trip': Ben Mendelsohn ist als spielsüchtiger Gerry dabei, der mit Ryan Reynolds in der Rolle des Curtis den Mississippi runter in Richtung New Orleans zieht, um dort sein Glück zu finden.

Dabei ist wieder einmal witzig, dass der Originaltitel 'Mississipi Grind' nicht in so was wie 'Die Mississippi-Schinderei' übersetzt wurde, sondern der Film den deutschen (!) Namen 'Dirty Trip' erhalten hat.

Mehr Infos hier: http://ascot-elite.de/movies/index.php?sel=&movie_id=2152

Das könnte dazu passen:
Jason Statham – Wild Card (Film mit u.a. Milo Ventimiglia und Stanley Tucci)
Gerne würde Nick Wild (gespielt von Jason Statham) den schönen Schein von Las Vegas, dem Paradies aller Glücksspieler, hinter sich lassen. Aber dann gerät er nur noch tiefer in den dortigen Sumpf des Verbrechens.

 

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15. Januar 2016 5 15 /01 /Januar /2016 17:27

Seit Jahrhunderten – wenn nicht gar seit Jahrtausenden – gibt es Geschichten über Menschen, die sich in Wölfe verwandeln können. Die Faszination, die von dieser Mythologie der Werwölfe ausgeht, scheint ungebrochen. Denn 'Ascot Elite' widmet sich mit der Veröffentlichung gleich zweier neuer Filme innerhalb nur weniger Wochen dem Thema. Bleibt nur die Frage, ob 'Wer – Das Biest in dir' oder 'Wolfcop' mehr Biss hat.

Kurz vorweg ein Update im Januar 2016: Der zuletzt genannte Film heimste auf jeden Fall kurz nach Veröffentlichung der Kritik hier im November 2014 einen Preis ein. In einer News vom 17. Dezember 2014 teilte 'Fantasporto', das Oporto International Film Festival, unter http://fantasporto.com/news/166 die Gewinner der Fantasy Section beim 35. Jubiläum mit: 'WolfCop' bekam demnach den 'Jury's Special Award'.

cover-wer.jpgDoch nun erst einmal zur Story des anderen Films: Bei 'Wer – Das Biest in dir' wird in der Region Rhones-Alpes bei Credon in der Nähe Lyons eine amerikanische Familie brutal beim Camping angegriffen. Die einzige Überlebende beschreibt schwerverletzt den Täter als einen großen, stark behaarten Mann. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden: der Sohn einer rumänischen Einwandererfamilie. Verteidigt werden soll er von der amerikanisch-französischen Anwältin Kate Moore (gespielt von Andrea Joy Cook, die vor allem bekannt ist als eine der Hauptdarstellerinnen in der TV-Serie 'Criminal Minds').

Sie glaubt, dass ihr Mandant von der Polizei aufgrund seiner Herkunft und seines abnormalen Aussehens schikaniert wird. Entsprechend wenig kooperativ ist der Leiter der Ermittlungen Klaus Pistor (gespielt von Sebastian Roché, der gerade an der Seite von Liam Neeson im Kinofilm 'Ruhet in Frieden' zu sehen ist).

Dafür unterstützt der von Kate hinzugezogene (Veterinär-)Mediziner Dr. Gavin Flemyng aus England ihre Verteidigung mit seinen Analysen. Er vermutet bei Talan Gwynek eine Form der Stoffwechselerkrankung Porphyrie, bei der unter anderem auch starke Gesichtsbehaarung als Symptom auftreten kann. Zudem schließt er aufgrund der zugefügten Verstümmelungen, dass die Opfer eher von einem großen, kräftigen Tier angegriffen wurden. Nur Kates Assistent Eric Sarin (gespielt von Vik Sahay) entwickelt nach und nach eine andere Theorie: Was ist, wenn es ein Werwolf war?

Alles in allem ist das Ganze auf jeden Fall gruselig gemacht. In den ebenfalls auf der DVD enthaltenen Interviews mit Regisseur William Brent Bell ('The Devil Inside'), seinen Produzenten und Darstellern wird immer wieder betont, dass ihnen vor allem der etwas wissenschaftlichere Ansatz gefallen hat. Um den realen Anschein zu unterstreichen, wird auch „Found Footage“ eingesetzt, also zum Beispiel Filmmaterial, das scheinbar aus der Kamera der Camper stammt.


Wer hat Angst vor'm bösen Wolf und guten Cop?

cover-wolfcop.jpgGanz anders dagegen nährt sich 'Wolfcop' dem Werwolf-Mythos an. Wobei eine wohlbekannte Zutat natürlich nicht fehlen darf: Der Vollmond. Allerdings erwischt der Fluch den trinkfreudigen und dafür arbeitsunwilligen Polizisten Lou Garou (gespielt von Leo Farfard) nicht ganz auf die übliche Art. Bei einer nächtlichen Streife im Wald rund um sein Kaff Woodhaven wird er nämlich nicht von einem Werwolf angegriffen, sondern von drei vermummten Gestalten.

Das Ergebnis ist allerdings das gleiche: eine haarige Angelegenheit. Am nächsten Tag erwacht er zwar in seinem Bett, aber ihm wurde ein Pentagramm in den Oberkörper geritzt. Abends passiert dann das Unglaubliche. Erst wächst ihm ein Wolfsschwanz, dann mutiert er völlig zum Tier. Glücklicherweise nimmt er dabei nur zwei Handlanger vom örtlichen Obergauner (gespielt von Jesse Moss) in die Mangel, bevor er in den Wald flieht.

Dort findet ihn sein Kumpel Willie (gespielt von Jonathan Cherry, dessen wahrscheinlich bekanntester Auftritt in 'Final Destination 2' war – an der Seite von A.J. Cook). Nachdem er Lou die restliche Nacht über ruhig gestellt hat, wollen sie am nächsten Tag gemeinsam mehr über den Fluch herausfinden. Aber dann merkt Lou, dass ihn seine neuen Fähigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes zu einem besseren Schnüffler machen. Endlich kann er seinem Chef (gespielt von Aidan Devine) zeigen, was ihn ihm steckt. Ab sofort markiert er sein Revier und nimmt das Gesetz in seine eigene Pranke...

Anders als 'Wer' steht hier beim kanadischen Regisseur Lowell Dean ('13 Eerie') eher der Spaß im Vordergrund. Das Blut spritzt übertrieben, abgerissene Gesichter werden für kleine Scherze benutzt und als musikalische Untermalung gibt es neben hauptsächlich rockigen Tönen der Shooting Guns, deren 'Barn Burner' unter https://soundcloud.com/wolfcop als Free Download bereitsteht, noch einen Titelsong von Rapper Evil Ebenezer & Factor. Wem jedoch nur rund 78 Minuten Spielzeit zu wenig ist, dem sei verraten: Am Ende des Films wird bereits 'Wolfcop II' angekündigt.

Fazit: 'Wolfcop' und 'Wer – Das Biest in dir' gegeneinander antreten zu lassen, hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beide Filme sind zugegebenermaßen nicht das ganz große Kino und erfinden nun auch nicht den Werwolf-Mythos völlig neu. Aber sie bieten ein paar tolle Einfälle und auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung.

Mehr Informationen unter: http://ascot-elite.de/

'Wer' seit 14. Oktober 2014 und 'Wolfcop' seit 18. November 2014 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Rigor Mortis – Leichenstarre (DVD)
Belle und Sebastian (DVD)

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4. Dezember 2015 5 04 /12 /Dezember /2015 17:45

Auch wenn Stanley Tucci und Jason Alexander bisher nicht unbedingt die größten Rollen gespielt haben, glänzen sie – so wie jetzt bei 'Larry Gaye' – auch mit ihren kleinen, aber feinen Darbietungen. Ist es da Zufall oder ein Schachzug des dynamischen Duos, dass sie erneut als Doppelpack auftreten?

Cover zu Larry GayeNachdem Stanley Tucci (bekannt aus 'Tribute von Panem' als überdrehter Moderator der Spiel-Show) und Jason Alexander schon bei 'Wild Card' (Kritik hier) gemeinsam mitwirkten, sind die beiden komödiantischen Talente nun auch bei 'Larry Gaye' wieder vereint in einem Film zu bewundern.

Die Hauptrolle des von sich selbst mehr als überzeugten Flugbegleiters Larry Gaye hat zwar Mark Feuerstein (vor allem bekannt als Dr. Lawson in der TV-Serie 'Royal Pains') inne, aber die Auftritte der beiden Kollegen als entnervter Buchverleger und feiger Vater bleiben in Erinnerung. Vor allen, weil sich Stanley Tucci am Ende etwas ärgert, dass er die "unautorisierte Biografie" (!) nicht in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat.

Die restlichen Gags bewegen sich auf ähnlichem Niveau und erinnern somit ein wenig an Sachen wie 'Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug' oder die Comichelden-Parodie 'Superhero Movie' (Kritik hier).

Mehr Infos zu 'Larry Gaye', der seit 24. November 2015 fürs "Heimkino" erhältlich ist, gibt es hier bei 'Ascot Elite': http://ascot-elite.de/movies/index.php?movie_id=2162

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30. Oktober 2015 5 30 /10 /Oktober /2015 19:03

Jerry (Ryan Reynolds) ist ein gutmütiger Kerl. Für ihn ist die Welt rosarot. Vor allem, nachdem er sich in Fiona (Gemma Arterton) verguckt hat. Und nachdem er seine Pillen eigenmächtig abgesetzt hat, die ihm in den gerichtlich angeordneten Sitzungen von seiner Psychologin verschrieben wurden.

Cover zu The VoicesDas kann nicht lange gut gehen. Dabei hat es doch seine Psychotherapeutin (gespielt von der Oscar-nominierten Australierin Jacki Weaver, die unter anderem schon in 'Silver Linings' erfahren durfte, wie labil die menschliche Psyche sein kann) ganz klar gesagt, dass ihre Beziehung auf der Kooperation mit der Gefängnisbehörde basiert. Wenn er unkooperativ ist, muss sie das berichten und er wandert ein. Deswegen rät sie ihm: „Legen Sie es nicht drauf an. Seien Sie lieber kooperativ. Das heißt: Nehmen Sie die Pillen.“

Doch da ist es leider schon zu spät und das Ganze völlig aus dem Ruder gelaufen. Naja, nicht völlig. Okay, Fiona ist tot. Aber das war eher ein Unfall. Bloß sein bösartiger Kater Mr. Whiskers redet Jerry ein, dass er die Leiche verschwinden lassen muss. Besser wäre es, auf den braven Bosco zu hören. Ist ja schließlich der beste Freund des Menschen. Zumindest für Jerrys Kollegin Lisa (Anna Kendrick, die vielen aus den 'Twilight'-Vampirfilmen bekannt sein dürfte) wäre das besser, die gerne mit ihm anbandeln würde ...

Kuck mal, wer da jetzt spricht!

Im Original spricht übrigens Ryan Reynolds nicht nur seine tierischen Begleiter selbst, sondern singt beim FinaleGrande auch noch 'Sing A Happy Song', mit dem The O'Jays 1979 einen Top-40-Hit in Großbritannien landen konnten. In der deutschen Fassung ist Dennis Schmidt-Foß wie nahezu immer der Synchronsprecher für Ryan Reynolds und damit diesmal auch für Bosco und Mr. Whiskers. Dabei gelingen ihm die unterschiedlichen Tonlagen wirklich ganz überzeugend.

Fazit: Wer Ryan Reynolds vielleicht zuletzt in dem Anfang des Jahres auf DVD veröffentlichten Entführungsdrama 'The Captive' gesehen hat, den dürfte der Wandel vom gepeinigten Vater zum psychotischen Tierfreund durchaus von den schauspielerischen Fähigkeiten des Kanadiers überzeugen. Wobei ihm Whiskers etwas die Schau stiehlt. Ein feiner Spaß ist das aber natürlich allemal, den 'Ascot Elite' da in die Heimkinos bringt. Miau!

Film seit 6. Oktober 2015 als DVD und Blu-ray erhältlich. Mehr Infos: http://ascot-elite.de/movies/index.php?movie_id=1510

Das könnte dazu passen:
The Captive – Spurlos verschwunden (Film von Atom Egoyan)
Auch sieben Jahre, nachdem seine Tochter Cassandra (Alexia Fast) spurlos verschwunden ist, gibt Matthew (Ryan Reynolds) die Hoffnung nicht auf, sie wieder zu finden. In seiner Hilflosigkeit sucht er immer wieder die Gegend ab – und tatsächlich treibt der Entführer (Kevin Durand) noch immer sein böses Spiel mit ihm.
Siri Hustvedt – Die gleißende Welt
Der 2015 bei 'Rowohlt' auf deutsch erschienene Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin erzählt die Lebensgeschichte einer etwas schrägen Künstlerin, die sich hinter drei Strohmännern versteckt, um die frauenfeindlichen Tendenzen in der Kunstwelt aufzudecken.

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28. Januar 2015 3 28 /01 /Januar /2015 21:53

Viele kennen Roald Dahls Kinderbücher wie 'Charlie und die Schokoladenfabrik' oder 'Der fantastische Mr. Fox'. Zudem schrieb er unter anderem auch makabre Kurzgeschichten für Erwachsene. 'Mr. Hoppys Geheimnis' ist allerdings ganz anders – eine ungewöhnliche Liebesgeschichte für Groß und Klein.

„Es gab zwei Dinge, die Mr. Hoppy liebte“, erklärt der Erzähler (gespielt von James Corden) am Anfang der Geschichte. „Seine Blumen waren das eine. Und das andere war eine geheime Liebe, von der keiner was wusste. Und wie das sooft das bei Geheimnissen ist, war es das Allerwichtigste in seinem Leben. Denn Mr. Hoppy war verliebt in das Mädchen aus der dritten Etage.“

Mädchen ist dabei ein reizendes Wort für Mrs. Silver (gespielt von Judi Dench), die in der Übersetzung des Buchs von Roald Dahl als ansehnliche mittelalte Dame beschrieben wird. Leider ist der pensionierte Mr. Hoppy (gespielt von Dustin Hoffman) zu schüchtern, um sein Geheimnis zu lüften. Aber als sie ihm erzählt, dass ihre Schildkröte Alfie einfach nicht wächst, kommt er auf eine tolle Idee.

Wenn er es schafft, ihr diesen Wunsch zu erfüllen, müsste er doch damit ihr Herz gewinnen können. Also entwickelt er einen Plan, bei dem unzählige Schildkröten, eine selbst gebaute Schnapperstange (die jetzt im Roald Dahl Museum ausgestellt wird) und eine angeblich beduinische Beschwörungsformel eine wichtige Rolle spielen.

Schildkröte, Spaß und Spiegelschrift

Für den Zauberspruch, den Mrs. Silver ihrem Alfie nun dreimal täglich vorlesen soll, hat Mr. Hoppy einfach alle Wörter rückwärts aufgeschrieben. Das erklärt auch den merkwürdigen Originaltitel des Buchs: 'Esio Trot' wird umgedreht zum englischen Wort 'Tortoise' für Schildkröte. Doch so leicht, wie sich das Mr. Hoppy vorgestellt hat, wird die Sache dann doch nicht. Vor allem fährt ihm sein Nachbar Mr. Pringle (gespielt von Richard Cordery) gehörig in die Parade...

Die herrliche, kleine Geschichte war die letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten Roald Dahls, der 1990 verstarb. Für den Film wurde sie nun noch etwas ausgebaut. Den Nachbarn und den Erzähler gab es zum Beispiel nicht. Zudem wurde das Ganze auch etwas „modernisiert“: Unter anderem zeigt sich, wie flott Mrs. Silver noch unterwegs ist, indem sie Facebook und Justin Timberlake erwähnt.

Fazit: Regisseurin Dearbhla Walsh ist es hervorragend gelungen, den Charme der Erzählung in stimmigen Bildern für diese TV-Komödie einzufangen. 'Mr. Hoppys Geheimnis' bietet dank des gelungenen Drehbuchs von Richard Curtis (schrieb u.a. auch die Skripte für 'Bridget Jones' und 'Notting Hill') und Paul Mayhew-Archer liebevolle Unterhaltung für Jung und Alt.

Mehr Informationen: http://ascot-elite.de/movies/index.php?movie_id=2087

Film seit 2. Januar 2015 als DVD, Blu-Ray und Video on Demand erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Belle und Sebastian (Film)
Es war einmal … und wenn sie nicht (Hörbuch)

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23. Januar 2015 5 23 /01 /Januar /2015 21:51

Was für ein Alptraum – während Matthew Lane (gespielt von Ryan Reynolds) nur kurz bei einer einsamen Raststätte in Niagara Falls einen Kuchen kauft, wird seine Tochter entführt. Doch die Polizei ist nahezu machtlos. Und so beginnt eine jahrelange Leidensgeschichte mit der Frage, ob alles gut endet.

Sieben Jahre ist es her, dass Cassandra (Alexia Fast) spurlos verschwunden ist. Sieben Jahre, in denen Matthew in seiner Hilflosigkeit immer wieder die Gegend absucht. In denen die Ermittler Nicole Dunlop (gespielt von Rosario Dawson) und Jeffrey Cornwall (Scott Speedman) in dem Fall einfach nicht weiterkommen.

Doch dann verändert sich alles: Es gelingt der Polizei, einen Pädophilen bei einem arrangierten Treffen zu verhaften. Zudem findet Matthews Frau Tina (Mireille Enos) immer wieder kleine Gegenstände wie eine Bürste oder einen Milchzahn. Ist Cassandra am Leben? Und was für ein Spiel treibt der Entführer (Kevin Durand)?

Die Geschichte klingt schrecklich. Doch der kanadisch-armenische Regisseur Atom Egoyan lässt die Zuschauer eher rätseln als mitleiden. Um es ihnen nicht zu einfach zu machen, springt er anfangs scheinbar wahllos zwischen den Jahren hin und her.

Auch bedient er recht eindeutig die Klischees und lässt seine Protagonisten eher hölzern handeln. Wobei Ryan Reynolds eine recht gute schauspielerische Leistung abliefert. Aber wer weiß, vielleicht steckt doch auch mehr dahinter, als es den Anschein hat. Immerhin hieß es mal in einem Artikel der ZEIT, dass er als Vorbilder den Marquis de Sade und die britische Komikertruppe Monty Python genannt haben soll.

Fazit: Als Thema eines Films ist Kindesentführung nicht nur für Eltern ein harter Stoff. Doch 'The Captive: Spurlos verschwunden' sorgt mit seiner Erzählweise und teilweise fast schon albernen Ideen dafür, dass das Geschehen einen gar nicht so stark berührt. Zudem sorgen eine durchaus ansehnliche Schauspielerriege und schöne Bilder im verschneiten Norden Amerikas für gut anderthalb Stunden Unterhaltung.

Film voraussichtlich ab 27. Januar 2015 als DVD und Blu-Ray erhältlich.

Mehr Infos: http://ascot-elite.de/movies/index.php?movie_id=1936

Das könnte dazu passen:
Raimon Weber – Eis bricht
James Dashner – Maze Runner

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