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28. Juni 2017 3 28 /06 /Juni /2017 10:10

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind? Diese Frage beantwortete H.G. Wells bereits 1896. 'Die Insel des Dr. Moreau' ist demnach ihre Heimat. 'Titania Medien' hat sich jetzt dieser Geschichte angenommen und neu für die Hörspielreihe 'Gruselkabinett' vertont.

Cover zu Gruselkabinett 122

Als sein Schiff im Februar 1887 nach einer Kollision mit einem Wrack sinkt, kann sich Edward Prendick (Louis Friedemann Thiele) in ein Beiboot retten. Erst gut elf Monate später wird er in einem Rettungsboot gefunden, das vermutlich zu einem Schoner gehörte, der unter der Führung von Kapitän Davis (Horst Naumann) im Dezember 1887 verschwand.

Was sich aber in der Zeit bis zu seiner Rettung ereignet hat, wollte Prendick zu Lebzeiten nie verraten. Erst nach seinem Tod entdeckt sein Neffe (Matthias Lühn) Aufzeichnungen darüber. Und was er zu berichten hat, klingt unglaublich.

Anfangs trieb Edward Prendick acht Tage lang im Rettungsboot mit zwei weiteren Überlebenden auf dem Meer. Angesichts des Todes durch Verdursten stimmten Helmar (Detlef Bierstedt) und ein Matrose (Michael-Che Koch), an dessen Namen sich Prendick nicht mehr erinnern kann, gemeinsam dafür, dass einer der drei für die anderen geopfert werden soll. Doch beim anschließenden Kampf gehen beide über Bord.

Prendrick verliert das Bewusstsein, bis er schließlich von Kapitän Davis und seiner Mannschaft aufgelesen wird. Da ihm der ungebetene Gast aber nicht willkommen ist, setzt er ihn vor der Küste seines Reiseziels aus. Die Insel des Dr. Moreau ist allerdings auch nicht gerade gastfreundlich. Nur widerwillig nimmt ihn der Wissenschaftler mit an Land.

Seine Insel, so erklärt Moreau schließlich Prendick, birgt „ein Geheimnis, eine Art Blaubart-Zimmer“. In Bezug auf das Märchen von Charles Perrault bedeutet dies, dass er ihm rät, nicht neugierig rumzuschnüffeln und vielleicht eine Türe aufzustoßen, die besser verschlossen bliebe. Aber natürlich ist das leichter gesagt als getan und Prendick erkennt schnell, dass er sich in tödlicher Gefahr befindet ...

Guck mal, wer da spricht

Fast alle hier genannten Sprecher waren davor übrigens auch schon bei der Gruselkabinett-Doppelfolge 120/121 namens ’Der Unsichtbare’ zu hören. Hier ist eine kleine Übersicht dazu:

  • Louis Friedemann Thiele: Matrose
  • Horst Naumann: Vicar Bunting
  • Michael-Che Koch: Dr. Kemp
  • Matthias Lühn: George Hall

’Die Insel des Dr. Moreau’ von Titania Medien ist seit 26. Mai 2017 erhältlich. Mehr Infos: http://www.titania-medien.de/

Das könnte dazu passen:
Foster – 02: Das Erlöschen des Lichts (Hörspiel)
Auch bei Oliver Dörings Horrorserie ’Foster’ erleidet Michael-Che Koch (in der Rolle als Jobe) Schiffbruch. Wer allerdings verstehen will, auf was für einer seltsamen Insel er gestrandet ist, sollte zuvor Teil 1 hören, bevor dann in Teil 3 ’Die Pforte zur Verdammnis’ aufgestoßen werden soll.

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17. März 2013 7 17 /03 /März /2013 23:52

Wenn der Name Arthur Conan Doyle fällt, denken die meisten direkt an seine Krimifigur ’Sherlock Holmes’. Daneben schrieb er aber unter anderem auch Essays, Sachbücher, Abenteuerromane und... Schauergeschichten. Und eine davon haben nun die Macher der ’Gruselkabinett’-Reihe für sich entdeckt.

cover-gruselkabinett73.jpgNach dem überraschenden Tod seines Freundes James Hardcastle erhält Professor Saunderson einen Brief von ihm. Auf dessen Rat hin hatte sich Hardcastle zur Erholung einer schweren Lungenerkrankung eine Auszeit auf der Farm von Miss Allerton in der Natur der englischen East Midlands gegönnt.

Wie er in seinen Aufzeichnungen erzählt, traf er dort bei einem seiner Spaziergänge den Hirtenjungen Armitage. Dieser rät ihm, einen großen Bogen um den alten Blue-John-Stollen zu machen: „Die Leute hier meiden den Stollen, denn vor Urzeiten hat man mal einen riesenhaften Schatten dort herauskommen sehen.“

Abgrund des Grauens

Was wie ein Ammenmärchen klingt, weckt natürlich die Neugierde des Besuchers. Unbeeindruckt will er das Grauen selbst erforschen und dringt in eine längst vergessene Unterwelt vor. Doch damit bringt er nicht nur sich selbst in Todesgefahr...

Als Kulisse für seine Erzählung wählte Sir Arthur Conan Doyle mit den Blue-John-Stollen in Derbyshire einen real existierenden Handlungsort aus. Das Mineral soll dort laut http://www.bluejohn-cavern.co.uk auch noch heutzutage in kleinen Mengen abgebaut und zu Schmuck verarbeitet werden.

Lassen Sie uns darüber sprechen!

Die Idee, dass in einer vom Rest der Welt nahezu abgeschlossenen Umgebung Urtiere überlebt haben könnten, thematisierte Doyle auch in ’The Lost World’.

Hardcastle wird von dem österreichischen Schauspieler Marc Oliver Schulze gesprochen, der vor allem als Sylvester Gruber in der TV-Serie ’Aus heiterem Himmel’ bekannt sein dürfte. Die Nebenrollen sind da im Grunde prominenter besetzt.

Ingrid Steeger leiht Hardcastles Gastgeberin ihre Stimme, TV-Schauspieler Helmut Zierl dem Doktor vor Ort, der Hardcastle am liebsten einweisen lassen würde. Außerdem ist auch wieder Horst Naumann dabei, der zuletzt bei ’Der schreiende Schädel’ die Hauptrolle sprechen durfte. Dieses Mal übernimmt er Prof. Saunderson.

Fazit: Mit ’Das Grauen im Blue-John-Stollen’ haben die Hörspiel-Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius von ’Titania Medien’ wieder eine recht klassische Erzählung der britischen Horrorliteratur, wie sie im Jahrhundert davor Autoren wie Mary Shelley und Bram Stoker geprägt hatten. Erst glaubt der Erzähler nicht, was ihm berichtet wird, dann stolpert er in ein gefährliches Abenteuer. Da die Umsetzung aber wie immer gut gelungen ist, können Grusel-Fans hier kaum etwas falsch machen.

Mehr Informationen unter: http://www.titania-medien.de

CD seit 15. März 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Gruselkabinett – 64: Der schreiende Schädel
Sherlock Holmes – 05: Die Affenfrau
Gruselkabinett – 28/29: Der Glöckner von Notre Dame

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