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22. Februar 2014 6 22 /02 /Februar /2014 23:16

„Mit Folge 39 nimmt die große Odyssee rund um das Aufspüren des letzten Leviathans ihren mitreißenden Anfang“, hieß es in der Presseinfo zu dieser CD der Hörspielreihe im letzten Dezember. Doch kaum geht es los, da schieben sich schon andere Veröffentlichungen bei 'Gabriel Burns' dazwischen. Die Nummer 40 war der Soundtrack 'Livrare Opt' – und die 41 basiert auf dem gleichnamigen Roman 'Verehrung', der bereits 2007 erschienen ist. Allerdings liefern die Ereignisse darin ein paar Hintergrundinfos, die auch beim aktuellen Plot hilfreich fürs Verständnis sind.

cover-gabriel-burns-41.jpgBei Ausgrabungen in Calakmul, einer mexikanischen Ruinenstadt der Maya, sind vier Mitarbeiter von Dr. Yolanda Fuentes spurlos verschwunden. Die Archäologin bittet daher Bakerman um Hilfe. Denn an der Stelle, wo der letzte Mann verschwand, wurde eine faustgroße Skulptur gefunden: ein Grauer Engel.

Ohne zu zögern beschließt Bakerman, gemeinsam mit Steven Burns vor Ort zu recherchieren: „Wir schauen uns die Fundstätte aus der Nähe an. Joyce und Larry werden indes nach Toronto fliegen, um sich dort mit Jean-Paul Legrand zu treffen, einem Experten für untergegangene Kulturen. Ich erwarte, dass Mister Legrand uns mehr über Herkunft und Zweck der kleinen Statue verraten kann.“

Hasta la Vista, Gaby!

Doch kaum in Mexiko angekommen, wird schon die Fahrt im Jeep von Campeche nach Calakmul überraschend unterbrochen. Ein Kleintransporter versperrt ihnen den Weg in der Nacht. Bei dem Versuch herauszufinden, was vorgefallen ist, entdeckt Steven einen schwer verletzten Mann, der ihn Gabriel nennt und in der Sprache der Maya etwas fragt: „Baaxkin ulech?“, was ins Deutsche übersetzt „Wann bist du zurückgekommen?“ bedeutet.

Noch bevor er herausfinden kann, was das bedeuten könnte, wird Steven allerdings bewusstlos und der Mann verschwindet. Aber das ist nicht das einzige Rätsel, das es zu lösen gilt. Denn in den Ruinen erwartet die Suchenden noch so manche Überraschung, die für einige von Stevens Begleiter tödlich endet...

Etwas Licht – in das Dunkel!

Die gut fünf Stunden lange, inszenierte Lesung mit dezenter akustischer Untermalung wird erneut von Engelbert von Nordhausen vorgetragen. Chronologisch ist das Hörbuch vermutlich zwischen Folge 22 und 24 einzuordnen. Der erste der zehn fahlen Orte ist noch nicht gefallen, aber im Buchtext wird der Dschungel Vietnams als möglicher Verweis auf die CD 'In das Dunkel' erwähnt, wo das Team ebenfalls auf götzenhafte Abbilder der Grauen Engel gestoßen ist.

Faszinierend ist wieder einmal, wie Autor Andreas Gloge mit Regisseur und Co-Autor Volker Sassenberg durchaus reale Begebenheiten in seine fiktive Geschichte einbindet. So fand zum Beispiel der deutsche Archäologe Waldemar Julsrud tatsächlich 1944 die Figuren von Acambaro in Mexiko, auf die Bakerman beim Betrachten der Skulptur verweist.

Fazit: Wie immer bei 'Gabriel Burns' gilt auch für das Hörbuch 'Verehrung', dass jede Antwort zum Geheimnis der dunklen Bedrohung durch die Gesandten der zwei Horizonte auch gleich neue Fragen aufwirft. Wer den Roman jedoch bisher nicht kannte, erhält auf jeden Fall noch mal an einigen Stellen gute Zusammenfassungen zur Hörspielserie und ein atemberaubendes Abenteuer vor einer sehr exotischen Kulisse. Und er erfährt auf jeden Fall mehr über Dr. Fuentes und Pater Miguel, die ab Folge 39 an der Seite von Bakerman gegen die finstere Bedrohung ankämpfen.

Mehr Informationen unter: http://www.gabriel-burns.com

Hörbuch seit 21. Februar 2014 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Übersicht der bisher hier vorgestellten Folgen von 'Gabriel Burns'

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17. April 2013 3 17 /04 /April /2013 22:11

Kann eine Hörspielserie fast drei Jahre Pause überstehen? Im Falle von 'Gabriel Burns' lautet die Antwort: Ja! Nicht umsonst zählt die Mystery-Geschichte zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Reihen in dem Bereich. Und die Bedrohung des Diesseits durch eine Welt auf der anderen Seite voller schrecklicher Kreaturen und geisterhafter Erscheinungen hat nichts von seiner Faszination verloren.

Ohne Lebenszeichen von Bakerman und Steven Burns beschließen Larry Newmann und Joyce Kramer nach den Erlebnissen in Indien nach Kanada zurückzukehren. Auch wenn Larry keinen Beweis dafür hat, dass die Beiden tot sind: „Aber es gab auch keinen, der uns vom Gegenteil überzeugte. Also schlug ich den einzigen Weg ein, der mir geblieben war: Ich kontaktierte meinen letzten Verbündeten.“

Sich an Dorgan Fink zu wenden, ist dabei vielleicht nicht die beste Idee. Aber immerhin hat er einen schwimmenden Bunker, in dem Larry und Joyce Zuflucht finden, als mit dem Dranga-Gletscher der vierte der zehn Fahlen Orte fällt.

Apocalypse now!

Jahre später, am Ende aller Tage, irrt das ungleiche Paar durch eine menschenfeindliche Welt auf der Suche nach einem Kontaktmann. Allerdings gibt es ein Problem: „Der Widerstand sendete nicht länger. Die Störfelder waren zu stark geworden.“

Auf dem Weg zu einer Biosphäre mit ihrer fahlgrün glühenden Kuppel treffen sie auf Darwin (Norbert Schmidt), seine Frau Karen (Diana S. Borgwardt) und deren Sohn Elijah (Stefan Krause), der möglicherweise ihre letzte Hoffnung ist, um in die abgesicherten Sphären einzudringen...

Mit Borgwardt und Krause sind hier zwei Sprecher vertreten, die Fans der Produktionen von Regisseur Volker Sassenberg vor allem als Myrell und Dungring aus seiner (hoffentlich nun ebenfalls bald weitergehenden) Fantasy-Serie 'Abseits der Wege' bekannt sein dürften.

Fazit: Mit 'Das Ende aller Tage' springt die Hörspiel-Serie zwar etwas unerwartet in eine andere Zeit, allerdings ermöglicht das den Hörern erst einmal einen etwas einfacheren Wiedereinstieg, da nahezu keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Und wenn alles wie geplant läuft, sollen dieses Jahr sogar noch zwei weitere Folgen nachgelegt werden.

Mehr Informationen unter: http://www.gabriel-burns.de

CD voraussichtlich ab 29. März 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Gabriel Burns – 30: Weiss
Abseits der Wege – 5: Jenseits
Point Whitmark – 37: Das Moor der Vergangenen
Raimon Weber – Porterville 01: Von Draussen

 

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28. März 2013 4 28 /03 /März /2013 23:26

'Point Whitmark' gilt als eine der erfolgreichsten Hörspielserien in Deutschland. Trotzdem mussten die Fans jetzt fast ein ganzes Jahr auf eine neue Folge warten. Dafür dürften sie sich jetzt aber über das Ergebnis freuen: 'Das Moor der Vergangenen' gibt wieder einmal Einblick in die dunkle Vergangenheit der Stadt, die sich noch immer auf die heutige Zeit auswirkt – und erfreut mit einer stimmigen Umsetzung, die sowohl mit gruseligen als auch skurrilen Momenten punktet.

cover-point-whitmark37.jpgFür ein Schulprojekt holen die drei jungen Betreiber Tom, Derek und Jay der Radiostation 'Point Whitmark' – dem „Sender, der heißt wie die Stadt“ – ein paar Proben „Matsche“ aus dem Moor rund um Minghella Hall. Der Hintergedanke dabei: „Wenn wir bei der Projektwoche engagiert mitmachen, gibt es eine Woche keine Hausaufgaben auf.“

Doch als Derek ins Moor fällt, dabei scheinbar eine Leiche entdeckt, fast ertrinkt und wahrscheinlich nur mit dem Leben davon kommt, weil ihn Mrs Tweed und ihr Assistent Mr Shlocker raus fischen, macht der Ausflug nicht mehr so richtig Spaß.

Im Sumpf des Verbrechens

Die Retter nehmen die Jungs erst einmal mit nach Minghella Hall, wo Mrs Tweed eine Art Wellness-Tempel betreibt. Eine der Damen, die dort gerade zu Gast sind, schwärmt dem Trio gleich vor, warum sie von der angebotenen Heilerde-Therapie überzeugt ist: „Mrs Tweed behütet das Rezept ihrer Moorpackungen wie einen Schatz. Sie sagt, die Toten würden ihr den Weg weisen. 'Deadmen's Marsh' heißt schließlich nicht umsonst so.“

So ganz geheuer ist den drei Freunden Derek Ashby, Tom Cole und Jay Lawrence das alles nicht. Kann es tatsächlich sein, dass ein lebender Toter durchs Moor wandelt? Und wer ist das scheinbar stumme Mädchen, das ihnen immer wieder über den Weg läuft?

Das Warten auf die neue Folge hat sich definitiv gelohnt. Mit dem Moor hat Regisseur Volker Sassenberg eine Kulisse gefunden, die alleine schon für Grusel sorgt, da jeder Schritt unter Umständen der letzte sein könnte. Da blubbert es an allen Ecken und Enden ziemlich glaubwürdig.

Neben der Spannung gibt es auch wieder ordentlich Action, wenn zum Beispiel jemand – oder etwas – den Jungs Feuer unterm Hintern macht oder eine Hängebrücke unter den Füßen weghaut. Und der Humor kommt auch nicht zu kurz, denn die alten Schachteln, die sich bei Mrs Tweed behandeln lassen, machen den drei Hobby-Detektiven zum Teil mehr Angst, als es jeder Untote je schaffen könnte.

Fazit: Nach diesem gelungenen „Comeback“ dürften Jay, Tom und Derek wieder voll im Geschäft sein. Jedenfalls, wenn sie jetzt hoffentlich aufs Neue regelmässig Fälle lösen, die so gut zwischen Dramatik und Unterhaltung ausgependelt sind wie 'Das Moor der Vergangenen'.

Mehr Informationen unter: http://www.point-whitmark.de

CD voraussichtlich ab 29. März 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Point Whitmark – 23: Der Duft der Finsternis
Point Whitmark – 24: Am Tag der großen Flut
Gruselkabinett – 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen
Raimon Weber – Porterville 01: Von Draussen

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26. November 2008 3 26 /11 /November /2008 23:27

Nachdem sich Gaston Glück und seine Begleiter im letzten Teil der Fantasy-Reihe tatsächlich etwas abseits der Wege befanden, die sie zu den Frostklüften führen sollten, sind sie nun nach ihrer Flucht aus den Weinenden Gärten anscheinend wieder auf den rechten Pfad zurück gekehrt. Wobei er sie dahin führt, wo eigentlich niemand freiwillig hin will – jenseits der Grenze zum Welkenwerk!

Zur Story: Während Halmir und Dungring (gesprochen von Stefan Krause, der unter anderen Pippin in 'Der Herr der Ringe' synchronisierte) nach Tiefenhag zurückkehren sollen, setzen Königstochter Myrell, der junge Gaston (Timmo "Frodo" Niesner) und der Dieb Ruttgar (mit der Stimme von Engelbert von Nordhausen, den Hörspiel-Regisseur Volker Sassenberg auch schon mehrmals bei 'Gabriel Burns' und 'Point Whitmark' eingesetzt hat) den Weg zu ihrem Ziel fort.

Doch einfach ist diese Aufgabe nicht. Um über die Grenze zu gelangen, muss das Trio erst einmal den Außenposten der Purpurnen Prüfer überwinden. Doch auf der anderen Seite drohen bereits weitere Gefahren: teuflische Schlingpflanzen und tödliche Schattenfresser, die nur darauf warten, dass die letzte Flamme in der Finsternis erlischt.

Fazit: Schön düster und bedrohlich bleibt die Stimmung auch im fünften Teil von 'Abseits der Wege'. Allerdings war wohl bisher kaum eine Folge geradliniger konzipiert. Wo früher ständig neue Rätsel auftauchten, lässt 'Jenseits' kaum Fragen offen. Gleichzeitig liefert die nicht einmal eine dreiviertel Stunde lange Geschichte aber so gut wie keine neuen Erkenntnisse. So bleibt nur zu hoffen, dass möglichst bald mehr folgt.

Mehr Infos: http://www.abseits-der-wege.de

CD voraussichtlich ab 28. November 2008 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Sacred 2 – 2: Das trügerische Paradies
Gabriel Burns – 30: Weiss

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