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28. März 2013 4 28 /03 /März /2013 23:26

'Point Whitmark' gilt als eine der erfolgreichsten Hörspielserien in Deutschland. Trotzdem mussten die Fans jetzt fast ein ganzes Jahr auf eine neue Folge warten. Dafür dürften sie sich jetzt aber über das Ergebnis freuen: 'Das Moor der Vergangenen' gibt wieder einmal Einblick in die dunkle Vergangenheit der Stadt, die sich noch immer auf die heutige Zeit auswirkt – und erfreut mit einer stimmigen Umsetzung, die sowohl mit gruseligen als auch skurrilen Momenten punktet.

cover-point-whitmark37.jpgFür ein Schulprojekt holen die drei jungen Betreiber Tom, Derek und Jay der Radiostation 'Point Whitmark' – dem „Sender, der heißt wie die Stadt“ – ein paar Proben „Matsche“ aus dem Moor rund um Minghella Hall. Der Hintergedanke dabei: „Wenn wir bei der Projektwoche engagiert mitmachen, gibt es eine Woche keine Hausaufgaben auf.“

Doch als Derek ins Moor fällt, dabei scheinbar eine Leiche entdeckt, fast ertrinkt und wahrscheinlich nur mit dem Leben davon kommt, weil ihn Mrs Tweed und ihr Assistent Mr Shlocker raus fischen, macht der Ausflug nicht mehr so richtig Spaß.

Im Sumpf des Verbrechens

Die Retter nehmen die Jungs erst einmal mit nach Minghella Hall, wo Mrs Tweed eine Art Wellness-Tempel betreibt. Eine der Damen, die dort gerade zu Gast sind, schwärmt dem Trio gleich vor, warum sie von der angebotenen Heilerde-Therapie überzeugt ist: „Mrs Tweed behütet das Rezept ihrer Moorpackungen wie einen Schatz. Sie sagt, die Toten würden ihr den Weg weisen. 'Deadmen's Marsh' heißt schließlich nicht umsonst so.“

So ganz geheuer ist den drei Freunden Derek Ashby, Tom Cole und Jay Lawrence das alles nicht. Kann es tatsächlich sein, dass ein lebender Toter durchs Moor wandelt? Und wer ist das scheinbar stumme Mädchen, das ihnen immer wieder über den Weg läuft?

Das Warten auf die neue Folge hat sich definitiv gelohnt. Mit dem Moor hat Regisseur Volker Sassenberg eine Kulisse gefunden, die alleine schon für Grusel sorgt, da jeder Schritt unter Umständen der letzte sein könnte. Da blubbert es an allen Ecken und Enden ziemlich glaubwürdig.

Neben der Spannung gibt es auch wieder ordentlich Action, wenn zum Beispiel jemand – oder etwas – den Jungs Feuer unterm Hintern macht oder eine Hängebrücke unter den Füßen weghaut. Und der Humor kommt auch nicht zu kurz, denn die alten Schachteln, die sich bei Mrs Tweed behandeln lassen, machen den drei Hobby-Detektiven zum Teil mehr Angst, als es jeder Untote je schaffen könnte.

Fazit: Nach diesem gelungenen „Comeback“ dürften Jay, Tom und Derek wieder voll im Geschäft sein. Jedenfalls, wenn sie jetzt hoffentlich aufs Neue regelmässig Fälle lösen, die so gut zwischen Dramatik und Unterhaltung ausgependelt sind wie 'Das Moor der Vergangenen'.

Mehr Informationen unter: http://www.point-whitmark.de

CD voraussichtlich ab 29. März 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Point Whitmark – 23: Der Duft der Finsternis
Point Whitmark – 24: Am Tag der großen Flut
Gruselkabinett – 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen
Raimon Weber – Porterville 01: Von Draussen

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