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16. März 2017 4 16 /03 /März /2017 14:00

Der Titel 'Rayos y Centellas' des neuen Albums der Pantasonics aus Tübingen bedeutet aus dem Spanischen übersetzt etwa „Strahlen und Funken“. Und so sprüht das Album bei ihrem so genannten „Dirty Reggae Balkan Funk“ auch wie ein Feuerwerk vor spritzigen Ideen.

Cover der PantasonicsGesungen wird bei den Pantasonics  in Spanisch und Hebräisch. Als ob das nicht schon als Mischung ungewöhnlich genug wäre, liefert die Band hinter Frontmann Leo Molina, dem 'Riddim Kommander' mit venezolanischen Wurzeln, auch eine nicht weniger weitreichende Klangmischung dazu. Timo Wetzel (Trompete), Christian Ther (Hammond-Orgel), El Brosso (Gitarre), Gogo D (Bass) und Thomas Korell (Schlagzeug) nutzen dafür nahezu alles, was ihnen von Reggae bis Punkrock gefällt.

Aufgenommen wurde das Ganze von Martin Zobel, der sonst mit seiner Band Soulrise die Weiten des reggae erkundet. Als weiterer Mitstreiter konnte Umberto Echo für den Titeltrack gewonnen werden. Und bei 'He Emek' spielt Poulwax die Synths.

Das Album ’Rayos y Centellas’ von Pantasonics ist voraussichtlich ab 17. März 2017 erhältlich. Mehr Infos: http://pantasonics.com/

Pantasonics live und in Farbe 2017:

  • 2. Juni: Stuttgart, Kellerklub
  • 24. Juni: Rottenburg, Neckarfest
  • 7. Juli: Frankfurt/Main, Yachtklub
  • 8. Juli: Tübingen, Stadtfest Haagtorbühne
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5. April 2016 2 05 /04 /April /2016 11:25

Seit 10. März erhält das deutsche Kinopublikum ’Grüße aus Fukushima’. Warum also in diesem Monat nicht gleich noch ein paar weitere musikalische Souvenirs aus anderen Teilen einsammeln? Die Veröffentlichungen im März 2016 boten auf jeden Fall eine gute Gelegenheit dafür mit Grüßen aus Compton, Almaciga/Teneriffa, Belgrad, Bozen und von der Detroit-Köln-Connection.

Ulrike Haage – Grüsse aus Fukushima (Filmmusik)

Cover zu Grüsse aus FukushimaFür ihren aktuellen Film 'Grüsse aus Fukushima' hat Regisseurin Doris Dörrie die Pianistin Ulrike Haage verpflichtet, den passenden Soundtrack dazu aufzunehmen. Unterstützt wird sie dabei von Johanna Helm am Cello, Brigitte Haas fürs Glockenspiel und Eric Schaefer bei der Percussion. Wenn im ersten, etwa ein-minütigen Stück der 'Train to Fukushima' bestiegen wird, klingt das schön nachdenklich. Fröhlicher ist da zum Beispiel 'Broken Buddhas', wohingegen 'Leaving Minamisoma' elektronisch treibend klingt. Sehr düster und minimalistisch ist dafür 'Ghosts' geraten, das wie 'Back in Tokyo' ein Outtake ist, der demnach wohl nicht im Film verwendet wurde.

Enthalten ist übrigens auch 'Asa Nisi Masa', das Haage bereits letztes Jahr auf ihrem Werk 'Maelstrom' veröffentlicht hat. Was allerdings spannend zu hören sein dürfte, ist der Einfall, das fast 14-miütige Stück noch in den zwei viel kürzeren Vatiationen 'The Zone' und 'Full Moon' wiederzugeben. Wenn es dann am Ende fröhlich 'Good Bye Fukushima' heißt, ist das eine Einladung auf ein Wiedersehen beziehungsweise -hören, die viele Zuhörer strahlen lassen wird.

Album seit 11. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://gruesseausfukushima.de

Dactah Chando – Ansestral

Cover zu AnsestrelSchon mit seinem Debütalbum ’Clara’ konnte der Reggae-Sänger Dactah Chando 2011 hierzulande für Aufmerksamkeit sorgen. Dass er von den kanarischen Inseln stammt, brachte ihm dabei vielleicht einen Exoten-Bonus ein. Doch diesen braucht er gar nicht (mehr). ’Ansestral’ ist nämlich nunmehr bereits sein drittes Album nach ’Sabiduria’ aus dem Jahr 2013. Darüber hinaus erhält er – wieder einmal – prominente Unterstützung: Produziert wurde das Ganze von Umberto Echo aus München und bei den Musikern wirken unter anderem Morry ’Da Baron’ von Korff und Gregory ’Zigo’ Mavridorikis von der französischen Gruppe Dub Inc sowie die Jamaram-Bläser Hannes Beblo und Daniel Noske mit. Im Background singt hier und da Sara Lugo und Barney McAll aus Melbourne spielt das Rhodes-Piano beim roots-orientierten ’Yo Para Ti’.

Als erste Single wurde aber erst einmal ’Positivo’ mit einem schön anzusehenden Video ins Rennen geschickt. Das Teil hat auf jeden Fall trotz recht klassischer Umsetzung das Potenzial zum Sommerhit. ’Alto Grado’ klingt dagegen etwas elektronischer, während ’Vive’ orientalisch angehaucht scheint. Alles in allem geht ’Ansestral’ geschmeidig in die Gehörgänge und zeigt, dass Reggae auch mit spanischen Lyrics international verständlich ist. Fazit: Positivo!

Album seit 7. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.dactahchando.com

Kendrick Lamar – Untitled Unmastered. (mit u.a. Cee-Lo Green und Bilal)

Cover zu Untitled UnmasteredMitte Februar gewann der Rapper Kendrick Lamar aus Compton gleich fünf Grammys für sein Album ’To Pimp A Butterfly’ (Kritik hier). Die Gunst der Stunde nutzend wurde nun direkt ’Untitled Unmastered’ nachgelegt. Wie der Name schon andeutet, ist das Ganze er schlicht gehalten, was die Aufmachung angeht. Nicht aber die Umsetzung. So wurden für die acht Songs nicht einmal Titel ausgewählt und sie stattdessen einfach durchnummeriert und mit je einem Datum dazu versehen. Auf ein „richtiges“ Cover und Booklet wurde ebenfalls verzichtet. Im Gegensatz zu dieser Schlichtheit ist allerdings die Liste der beteiligten Künstler sehenswert, die hier und da im Internet genannt werden. Und noch wichtiger: Das Ergebnis ist durchaus hörenswert.

Beim jazzig-lässig-loungenden ’Untitled 06’ ist zum Beispiel Cee-Lo Green als Gast-Sänger zu hören. Produziert wurde das Stück zudem von Ali Shaheed Muhammad von A Tribe Called Quest und Adrian Younge, der vor allem für die Konzeptabum-Serie ’Twelve Reasons To Die’ mit Ghostface Killah bekannt ist (Kritik hier). Soul-Sänger Bilal spricht dagegen das sexy Intro zu ‚’Untitled 01’, als wäre er Barry White persönlich. Jay Rock, der mit Kendrick zur Rap-Crew Black Hippy gehört, ist ebenfalls an einigen Stellen zu hören. Weitere Produzenten sind dagegen unter anderem Swizz Beatz bei ’Untitled 07’, das sich aus drei unterschiedlichen Teilen zu über acht Minuten Spieldauer zusammensetzt, und DJ Khalil, der die Werkschau mit ’Untitled 08’ ziemlich funky ausklingen lässt: „Pimp, Pimp – Hooray“!

Album als CD seit 11. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.kendricklamar.com/

DJ Teddy-O – Touch From A Far (Free Download Single Feat. Mario Winans)

Cover zu Touch From A FarObwohl der Kölner DJ Teddy-O seine neune Single ’Touch From A Far’ wieder unter https://soundcloud.com/djteddyomusic als Free Download zur Verfügung stellt, braucht sie sich keineswegs hinter kostenpflichtigen Veröffentlichungen zu verstecken. Zusammen mit dem Soul-Sänger Mario Winans aus Detroit, der zum Beispiel 2004 mit ’I Don’t Wanna Know’ einen Nummer-1-Hit in Deutschland landen konnte, hat er eine schöne RnB-Nummer aufgenommen.

Teddy-O hat sich zudem nicht lumpen lassen und sogar noch ein Video beziehungsweise einen über 7-minütigen Kurzfilm dazu von Regisseur Michael ’!Bazz’ Jackson (Ich sehe schwarz/ISS) drehen lassen. Zudem existiert von dem Track übrigens noch ein Remix, bei dem Benzino, der Mitbesitzer des HipHop-Magazins ’The Source’ ist, einen kleinen Part rappt. Wie Teddy-O in seiner Facebook-Chronik außerdem schreibt, entstand das Ganze schon vor vier Jahren. Und nun endlich hat er der Nachfrage seiner Fans nach diesem feinen Song nachgegeben.

Free Download Single seit 13. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.djteddy-o.com/

Hornsman Coyote & Soulcraft – Safe Planet

Cover zu Safe PlanetHornsman Coyote & Soulcraft ist eine Rootsreggae-Band aus Belgrad, die ihr neues Album über 'Ammonite Records' vertreibt. Darauf präsentiert die achtköpfige Gruppe insgesamt zehn fein groovende Tracks. Meistens singt dabei Hornsman Coyote, überlässt aber bei 'I Pray' auch mal dem Keyboarder Vladimir Krkljus das Mikrofon.

'Jericho', das zusammen mit Steven "Ras Muffet" Johnson vom Roots Injection Sound System aus Bristol geschrieben wurde, ist allerdings ein Instrumental. Und 'Angry' stammt ursprünglich aus der Feder von dem bereits 1984 verstorbenen, jamaikanischen Reggae-Sänger Keith Hudson. Was ein bisschen fehlt, ist der zu erwartende Balkan-Bezug, aber all das klingt trotzdem oder gerade deshalb doch ziemlich rund. 

Album seit 21. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://ammonite.co.rs/records.html

Shanti Powa – Peaceful Warriors

Cover zu Peaceful WarriorsIst 13 wirklich eine Unglückszahl? Die „Big Band“ Shanti Powa aus Südtirol sieht das anders und setzt auf die Kraft von gleich vier Vokalisten und neun Musikern. Und wie dieses Kollektiv gemeinsam für ordentlich Action sorgt, ist aktuell im Video zum Titeltrack zu sehen. Eingeleitet wird das Stück und damit gleichzeitig das Album dabei schon mal recht ungewöhnlich vom Didgeridoo-Spieler Sir Gulliver Jonathan Klauser, der sich auch um das Artwork der neuen Platte gekümmert hat. Abgemischt wurde die CD dagegen von ... Umberto Echo. Läuft bei ihm!

Bei der Energie, die von der Gruppe in die meisten Stücke wie ’One Day’ oder ’Be Wise’ mit Bläsern, Scratching und allen möglichen weiteren Instrumenten gelegt wird, ist ’Solo Una Storia’ wahrscheinlich die nächste große Überraschung. Das italienisch vorgetragene Lied wird nämlich ziemlich ruhig im Singer/Songwriter-Stil mit Gitarre eingeleitet. Vielleicht ist das als „Verschnaufpause“ für die Live-Auftritte gedacht, die unter anderem für Ende Mai in Deutschland geplant sind. Wer will, kann sich unter https://shantipowa.bandcamp.com/ aber auch erst einmal das Debüt 'The Orchestra' (kostenlos) holen. In diesem Sinne: Powa To The People!

Album seit 25. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.shantipowa.com

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