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14. Juli 2015 2 14 /07 /Juli /2015 14:55

Vor zwei Jahren erzählte Ghostface Killah vom Wu-Tang Clan zusammen mit dem Produzenten Adrian Younge die Gangster-Grusel-Geschichte ’Twelve Reasons To Die’. Viele feierten das Konzept-Album als unterhaltsames Projekt. Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Saga fortgesetzt würde.

Cover zu Twelve Reasons 2In den USA schaffte es der erste Teil damals immerhin bis auf Platz 27 in den Billboard Charts und verkaufte sich in den ersten drei Wochen ungefähr 23.000-mal. So gesehen sind wahrscheinlich nicht gerade viele Leute mit der bisherigen Story vertraut. Auch hierzulande konnte Ghostface Killah nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Sein erfolgreichstes Album war vor 15 Jahren ’Supreme Clientele’, das bis auf Platz 75 kam.

Von daher dürfte es erst einmal nötig sein, die Vorgeschichte zu diesem zweiten Teil, der beim eigenen ’Linear Labs’-Label von Adrian Younge veröffentlicht wurde, zumindest ganz kurz darzulegen. Darin legte sich Tony Starks mit dem DeLuca-Clan an, der ihm am Ende kalt machte und seine Asche in zwölf Schallplatten pressen ließ. Wer diese abspielt, kann ihn als Ghostface Killah wieder beschwören. Folglich wird direkt nach dem Intro namens ’Powerful One’ in den Lyrics von ’Return Of The Savage’ erklärt, das laut Übersetzung die Legende in Kapitel 2 großzügig weiterlebt und der Wildling zurückkehrt: „In the beginning, it's time for a new chapter./ Twelve more reasons to die, after the laughter./ It's relevant, the legacy lives on lavish./ Ghostface Killah, return of the savage.“

Spiel mir das Lied vom Ghost

Diesmal geht es darum, dass der von Raekwon verkörperte Lester Kane ’King Of New York’ werden will. Doch dafür muss er gegen den DeLuca-Clan antreten. Mit der richtigen Unterstützung sollte das aber kein Problem sein. Bei ’Death’s Invitation’ schlüpft zum Beispiel Chino XL in die Rolle von einem Handlanger Kanes, der die Einladung zum Tode überbringt. Weitere Hilfe bekommt er unter anderem von Vince Staples, der in ’Get The Money’ quasi den Klassiker von Grandmaster Flash als Soundtrack zu seinem mörderischen Treiben zitiert: „In the name of King Kane – ’New York, New York, the city of dreams’.“

Zwar läuft nicht alles nach Plan, dafür findet Lester Kane die Schallplatten, mit denen der Ghostface Killah erweckt werden kann. Und für die Rache am DeLuca-Clan ist ihm jedes Mittel recht. Selbst wenn es eine Art Pakt mit dem Teufel ist ...

Fazit: Mit knapp einer halben Stunde Spieldauer ist ’Twelve Reasons to Die II’ sogar noch mal etwas kürzer als der Vorgänger, führt die Geschichte aber gekonnt weiter. Die einzelnen Stücke funktionieren dabei natürlich mehr oder weniger gut außerhalb des Gesamtkunstwerks. Mit einer ansehnlichen Gästeliste inklusive RZA als Erzähler und Soul-Sänger Bilal bei ’Resurrection Morning’ ist das Ganze jedoch durchaus eine runde Sache geworden, bei der das Ende übrigens nur der Anfang für mehr ist.

Album seit 10. Juli 2015 erhältlich. Mehr Infos: http://linearlabsmusic.com/ghostfacekillah/

Das könnte dazu passen:
Raekwon – Fly International Luxurious Art (mit u.a. Ghostface Killah)
Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly (mit u.a. Bilal)
Clifftop Vandalz The Bloody Chapter (mit u.a. Chino XL)

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