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12. Juli 2019 5 12 /07 /Juli /2019 13:32

Obwohl die Münchner Reggae-Band Jamaram rund um Sänger Tom Lugo seit Veröffentlichung ihres neuen Albums ‘To The Moon And The Sun‘ schon seit Monaten tourt, steht nächste Woche noch mal ein besonderer Termin an: Morgens treten sie im ZDF Morgenmagazin auf, um dann weiter zum Weedbeat Reggae Festival zu flitzen. Doppelt hält einfach besser. Und bis Ende des Jahres sind noch bisher neun weitere Auftritte angekündigt (weitere Tourdaten siehe unten). 

Jamaram 2019

Mit 'Rise' hatte die Gruppe Ende Mai 2019 bereits ihr drittes Video zu dem Album veröffentlicht. Als Duettpartnerin zu sehen und zu hören ist dabei Toms kleine Schwester Sara Lugo. Mit etwas Glück ist es daher nicht ausgeschlossen, dass sie ihn auch live begleiten wird.

Als ersten Vorboten zum neuen Album hatte die Gruppe Mitte Januar ‘Diamond Girl‘ als Single und mit einem Video veröffentlicht. Produziert und aufgenommen wurde ‘Diamond Girl‘ gemeinsam mit Umberto Echo. Für den Feinschliff und Mix war dagegen Guido Craveiro (Seeed, Cro, Querbeat, Culcha Candela) verantwortlich. Inhaltlich handelt es sich um ein Liebeslied, bei dem es in den Lyrics heißt: „Our house is tiny./ Our love is giant./ Sometimes it's untidy./ Baby, you're a diamond.“

Das offizielle Debütalbum von Jamaram erschien 2004 unter dem Titel ‘Kalahassi‘. Zum 15-jährigen Jubiläum haben die drei Gründungsmitglieder Tom Lugo, Maximilian Alberti und Samuel Hopf mit ihrer aktuellen Mannschaft nun bereits Album Nummer 8 am Start – wenn die Live-, Dub- und Best-Of-Werke nicht mitgezählt werden.

‘To The Moon And The Sun‘ seit 29. März 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://www.jamaram.de

Jamaram live und in Farbe 2019:

  • 19.07. Berlin, ZDF Morgenmagazin (Tickets kostenlos, aber nicht mehr erhältlich)
  • 19.07. Nordstemmen, Weedbeat Festival (mit .u.a. Illbilly Hitec und Million Stylez)
  • 02.08. Hebertsfelden, Havana Beach
  • 03.08. Halver, Music Fever Festival
  • 10.08. Amberg, Sommer in der Stadt
  • 11.08. Wien, Afrika Tage
  • 24.08. Garmisch-Partenkirchen, Bergfestival am Wank
  • 14.09. Tuttlingen, Stadtfest
  • 03.10. Helmbrechts, Kulturwelten
  • 04.10. Dortmund, JunkYard
  • 30.11. Trier, Mergener Hof

Und hier ist noch das Video zu 'Diamond Girl':

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5. Februar 2019 2 05 /02 /Februar /2019 16:38

Das fängt ja gut an: Der erste Monat des neuen Jahres ist gerade ins Land gezogen, da finden sich schon tolle neue Tracks in meiner Playlist wieder. Wenn es so weitergeht mit dem, was bis jetzt 2019 veröffentlicht wurde, wird das bestimmt ein starkes Jahr. Auch wenn die Sachen hier alle nicht auf Platte erschienen sind und wohl auch nicht erscheinen werden.

InTeam (Talf & 2feels) – SAD > DEAD (Free Download EP)

Cover zu InTEAM

Während 2018 an Silvester die ganze Insight Job Crew mit ‘20IJ‘ einen ersten Vorgeschmack auf das gegeben hat, was uns dieses Jahr erwarten wird, haben nur wenige Tage später Talf und 2feels als InTEAM schon die erste Veröffentlichung rausgehauen. Unter diesem Namen traten die beiden auch schon beim NHR Battle 2017 an. Talf nannte sich allerdings Crispy Tuna, 2feels hingegen Nick Gurr. Bei ihrer Free Download EP ‘SAD > DEAD‘ handelt es sich nun um ein Konzeptwerk, bei dem alle vier Titel um das Thema ‘Sad‘ (also zu deutsch: traurig) kreisen. Ein Video zu ‘Übertrieben Sad‘ hatten die Beiden bereits im Oktober 2017 veröffentlicht. Das Instrumental dazu heißt ‘Last Time‘ und wurde von Meep produziert.

Danach brauchten sie aber doch etwas länger, bis nach diesem Startschuss soviel daraus wurde, dass es für diese EP reichte. Mit ‘Spacesad‘ wird nun völlig abgehoben, während ‘Snowsad‘ den gelungenen Soundtrack zum Winter-Blues liefert. Und die Kopf-hoch-Hymne ‘Feel Sad (Sad > Dead)‘ macht anschaulich klar, dass du „beim Griff ins Klo“ schließlich „die Scheiße immer selbst in der Hand“ hast. Das Beste ist dann, wenn du von dir behaupten kannst: „All my friends are friends“. Und Talf und 2feels haben ja ihre Crew im Rücken, die ihnen weiterhilft. Als weitere Veröffentlichungen von Insight Job wurden schon ein Album von Talf angekündigt sowie eine EP von Neko, bei der Talf auch beteiligt sein wird. Also 2019 könnte wirklich als 20IJ in die Deutschrap-Geschichte eingehen, wenn sie dieses Jahr den Sprung ins Big Business schaffen.

SAD > DEAD von InTeam seit 3. Januar 2019 erhältlich. Mehr Infos: insightjob.de

Zukunfts-Chroniken – Spinnennetz (Free Download Hörspiel)

Cover zu Spinnennetz

Seit mehreren Jahren beschert uns der Autor Frank Hammerschmidt immer neue Folgen seiner Hörspiel-Reihe ‘Zukunfts-Chroniken‘, die mit Laien und (semi-)professionellen Sprechern eingespielt und kostenlos veröffentlicht wird. Mit dem Zweiteiler ‘Mole‘ konnte er aber zeigen, dass aber auch in dieser Konstellation origineller Stoff produziert werden kann, der durchaus mit kommerziellen Ansätzen mithalten könnte. ‘Spinnennetz‘ trägt nun als Sonderausgabe der ‘Zukunfts-Chroniken‘die Bezeichnung „Live“. Genau erklärt wird der Zusatz nicht. Aber vermutlich handelt es sich wie bei ‘Jasmin‘ nicht um die Aufnahme eines Live-Hörspiels.

Inhaltlich geht es beim leider eher simpel gestrickten ‘Spinnennetz‘ darum, dass Dr. Yamamoto Katsu (gesprochen von Rainer Denk, der u.a. schon Tom Sizemore synchronisiert hat) und seine Tochter Akemi (Charly Koch) an Bord der ‘Worlds Traveller‘ zu einer Konferenz transportiert werden sollen. Aufgrund eines Defekts muss das Raumschiff aber auf einem unbekannten Planeten landen. Nachdem der Reparatur-Roboter unerklärlicherweise verschwunden ist, macht sich ein Teil der Mannschaft auf die Suche nach ihm. Als sie ihn finden, kleben Fäden „wie von einer Spinne“ an ihm. Und die mannshohe Produzentin dieser unschönen Absonderung hat schon gemerkt, dass es jetzt noch bessere Beute als so einen Blechkameraden zu fangen gibt …

‘Spinnennetz‘ aus der Hörspiel-Serie ‘Zukunfts-Chroniken‘ seit 12. Januar 2019 erhältlich. Mehr Infos: hoerspielprojekt.de/music/spinnennetz/

Jules Werner – Alle meine Freunde und ich (Free Download EP)

Cover zu Jules Werner

Der Sänger Julian Chudoba der Münchner Band Hadern im Sternenhagel wandelt mit seiner EP ‘Alle meine Freunde und ich‘ auf Solopfaden. Ein erstes Anzeichen dafür gab es schon im August 2018, als zum Seagull Edit für ‘Für immer Licht‘ ein Video veröffentlicht wurde. Danach folgte ‘Drohne‘ und schließlich ‘Trappist-1‘, das nach einem etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernten Planetensystem benannt wurde. Jules Werner lädt dabei zu einer Reise in eine andere Welt ein: „Steig in den Transporter ein./ Wir lassen alle Menschen Menschen sein./ Wir sind die ersten Siedler: Trappist-One./ Komm, wir fangen noch mal von vorne an.“

Das Thema scheint ihm wichtig zu sein, denn laut eigener Aussage in einem Facebook-Beitrag zu ‘Für Immer Licht‘ schrieb er, dass „das ein deeper Track über transzendente Liebe im Weltraum werden“ sollte. Mit dem Titeltrack und ‘Sofia Coppola‘ geht das Ganze noch mal in etwas andere Richtungen, aber mit der Hilfe von Occupanther bei ‘Drohne‘ hat der Electro-Pop-Sound durchaus das Potenzial, über den Status des Geheimtipps hinauszukommen.

‘Alle meine Freunde und ich‘ von Jules Werner seit 18. Januar 2019 erhältlich. Mehr Infos: juleswerner.de

Jamaram – Diamond Girl (Digital Single)

Cover von Diamond Girl

Mit der Single ‘Diamond Girl‘ und dem dazu gehörigen Video hat die Reggae-Band Jamaram aus München schon den ersten Vorboten für ihr neues Album ‘To The Moon And The Sun‘ veröffentlicht. Wann genau mehr kommen wird, steht noch nicht ganz fest. Momentan ist die Rede davon, dass das Album Ende März folgen soll. Aber ‘Diamond Girl‘ macht auf jeden Fall schon jetzt Lust auf eine entsprechende Zugabe.

Produziert und aufgenommen wurde ‘Diamond Girl‘ gemeinsam mit dem Produzenten Umberto Echo. Für den Feinschliff und Mix war dagegen Guido Craveiro (Seeed, Cro, Querbeat, Culcha Candela) verantwortlich. Inhaltlich handelt es sich um ein Liebeslied, bei dem es in den Lyrics von Sänger Tom Lugo heißt: „Our house is tiny./ Our love is giant./ Sometimes it's untidy./ Baby, you're a diamond.“

‘Diamond Girl‘ von Jamaram seit 18. Januar 2019 erhältlich. Mehr Infos: jamaram.de

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10. Mai 2018 4 10 /05 /Mai /2018 22:43

Das gewaltige Reggae/Rap/Ska/Crossover-Orchester rund um Bandleader Bertrand Rise, kurz Berise, legt pünktlich im Zwei-Jahre-Takt die dritte Platte nach. 2014 mit 'The Orchestra' gestartet, folgte 2016 'Peaceful Warriors'. Und der „Kampf“ wird ähnlich friedfertig wie zuvor weitergeführt. Die Revolution aus Südtirol soll vor allem eines sein: tanzbar!

Cover von Shanti Powa 2018

Das neue Album wird entsprechend bei 'Remedy' sehr funky mit Drumming, Scratching und einer ordentlichen Portion Sprechgesang eröffnet. Die Botschaft der Lyrics ist dabei klar und zieht sich so ähnlich auch durchs ganze Werk beziehungsweise noch globaler durchs ganze Schaffen von Shanti Powa: „Music is the remedy.“

Mit 'Hit You With That' wurde schon letztes Jahr ein Clip zu einem der nun auf dem Langspieler enthaltenen Songs veröffentlicht. Gemeinsam mit Sängerin Allis Y Me erklärt Berise auch in diesem Song, wie sie mit (ihrer) Musik Grenzen überwinden und für gute Stimmung sorgen wollen.

Ein weiterer Clip folgte Ende März 2018 für 'Let Me See'. Das Stück gibt es übrigens unter https://soundcloud.com/shanti-powa als Free Download neben diversen weiteren Gratis-Veröffentlichungen (Link öffnet in neuem Fenster).

Bei 'Top Of The World', zu dem das dritte Video dann im April erschienen ist, hat Berise auch ein bisschen Deutschrap eingebaut: „Nichts kann uns unterkriegen, wir lassen uns nicht biegen./ Bleiben nicht auf der Strecke liegen, entdecken neue Galaxien.“

Von 'Brainwash Radio' gab es davor schon mal eine Version, die Wicked & Bonny elektronisch verspielt produziert hatten. Shanti Powa haben das Ganze nun deutlich gefälliger interpretiert, verlieren dabei aber auch ein bisschen an Biss.

Hallo Echo! Hallo Umberto!

Den Feinschliff am Ende hat wieder Umberto Echo übernommen, der gerade auch für Dactah Chando an dessen neuem Album gefeilt hat. Witzigerweise wurde dessen vorheriges Werk 'Ansestral' gemeinsam mit unter anderem 'Peaceful Warriors' von Shanti Powa 2016 in (m)einem Platten-Sammelsurium für März vorgestellt (Neues Fenster). Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass Umberto Echo nun für die neuen Sachen von Shanti Powa und Dactah Chando auch jeweils zwei eigene Dub-Remixe beigesteuert hat. Ob es da nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie alle zusammen mal was aufnehmen?

Hilfe bei den Aufnahmen für seine Platte 'Global CityZen' bekam der Reggae-Künstler von den Kanarischen Inseln übrigens nicht nur von dem Münchener Produzenten, sondern auch von The Evolution. Diese Band begleitet seit 2010 üblicherweise Gentleman bei seinen Auftritten.

Auf andere Musiker müssen Shanti Powa dagegen selten bis nie zurückgreifen. Denn den Sound für Allis und Berise liefern die Gitarristen Ariel Trettel und Peter Burchia, die Saxofonisten Patrick Zippl und Markus Cappello, Bassist Lukas Pichler, Didgeridoo-Spieler Sir Gulliver Jonathan Klauser, die Trompeter Thomas Maniacco und Josef Mayr, DJ Olavo "Olavu The Turntablist" Lachner, Schlagzeuger Florian Gamper und schließlich Andreas Galante mit seiner Posaune. Heraus kommt dabei ein Klang, dessen Energie sich kaum jemand entziehen kann!

'Til Insanity' von Shanti Powa voraussichtlich ab 11. Mai 2018 erhältlich. Mehr Infos: http://shantipowa.com/

Shanti Powa live und in Farbe 2018:

  • 19.05. Ummanz, Surfhostel
  • 25.05. Berlin, Musik & Frieden
  • 26.05. Salzgitter, Weltmusiktage
  • 15.06. Toblach (Italien), Klong Open Air
  • 06.07. Kempten, Stadtfest
  • 14.07. Tolmin (Slowenien), Overjam Festival
  • 20.07. Pederoa (Italien), Gadersound
  • 21.07. Schweinfurt, Kultival
  • 22.07. Wassertrüdingen, Afrika Karibik Fest
  • 23.07. Würzburg, Hoffest am Stein
  • 26.07. Telfs (Österreich), Hill Vibes Festival
  • 02.08. München, Free & Easy at Backstage
  • 04.08. Amberg, Sommer in der Stadt
  • 05.08. Gersthofen, Kulturina
  • 11.08. Prov. Venezia (Italien), Pamali Festival
  • 15.08. Arco (Italien), Mandrea Festival

Und hier ist noch das Video zu 'Top Of The World' mit dem in Italien lebenden Sänger GTBoy von U3 aus Nigeria in einer kleinen Gastrolle neben einigen anderen Models wie Valentina Campanella („Miss Südtirol 2015“):

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16. März 2017 4 16 /03 /März /2017 14:00

Der Titel 'Rayos y Centellas' des neuen Albums der Pantasonics aus Tübingen bedeutet aus dem Spanischen übersetzt etwa „Strahlen und Funken“. Und so sprüht das Album bei ihrem so genannten „Dirty Reggae Balkan Funk“ auch wie ein Feuerwerk vor spritzigen Ideen.

Cover der PantasonicsGesungen wird bei den Pantasonics  in Spanisch und Hebräisch. Als ob das nicht schon als Mischung ungewöhnlich genug wäre, liefert die Band hinter Frontmann Leo Molina, dem 'Riddim Kommander' mit venezolanischen Wurzeln, auch eine nicht weniger weitreichende Klangmischung dazu. Timo Wetzel (Trompete), Christian Ther (Hammond-Orgel), El Brosso (Gitarre), Gogo D (Bass) und Thomas Korell (Schlagzeug) nutzen dafür nahezu alles, was ihnen von Reggae bis Punkrock gefällt.

Aufgenommen wurde das Ganze von Martin Zobel, der sonst mit seiner Band Soulrise die Weiten des reggae erkundet. Als weiterer Mitstreiter konnte Umberto Echo für den Titeltrack gewonnen werden. Und bei 'He Emek' spielt Poulwax die Synths.

Das Album ’Rayos y Centellas’ von Pantasonics ist voraussichtlich ab 17. März 2017 erhältlich. Mehr Infos: http://pantasonics.com/

Pantasonics live und in Farbe 2017:

  • 2. Juni: Stuttgart, Kellerklub
  • 24. Juni: Rottenburg, Neckarfest
  • 7. Juli: Frankfurt/Main, Yachtklub
  • 8. Juli: Tübingen, Stadtfest Haagtorbühne

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5. April 2016 2 05 /04 /April /2016 11:25

Seit 10. März erhält das deutsche Kinopublikum ’Grüße aus Fukushima’. Warum also in diesem Monat nicht gleich noch ein paar weitere musikalische Souvenirs aus anderen Teilen einsammeln? Die Veröffentlichungen im März 2016 boten auf jeden Fall eine gute Gelegenheit dafür mit Grüßen aus Compton, Almaciga/Teneriffa, Belgrad, Bozen und von der Detroit-Köln-Connection.

Ulrike Haage – Grüsse aus Fukushima (Filmmusik)

Cover zu Grüsse aus FukushimaFür ihren aktuellen Film 'Grüsse aus Fukushima' hat Regisseurin Doris Dörrie die Pianistin Ulrike Haage verpflichtet, den passenden Soundtrack dazu aufzunehmen. Unterstützt wird sie dabei von Johanna Helm am Cello, Brigitte Haas fürs Glockenspiel und Eric Schaefer bei der Percussion. Wenn im ersten, etwa ein-minütigen Stück der 'Train to Fukushima' bestiegen wird, klingt das schön nachdenklich. Fröhlicher ist da zum Beispiel 'Broken Buddhas', wohingegen 'Leaving Minamisoma' elektronisch treibend klingt. Sehr düster und minimalistisch ist dafür 'Ghosts' geraten, das wie 'Back in Tokyo' ein Outtake ist, der demnach wohl nicht im Film verwendet wurde.

Enthalten ist übrigens auch 'Asa Nisi Masa', das Haage bereits letztes Jahr auf ihrem Werk 'Maelstrom' veröffentlicht hat. Was allerdings spannend zu hören sein dürfte, ist der Einfall, das fast 14-miütige Stück noch in den zwei viel kürzeren Vatiationen 'The Zone' und 'Full Moon' wiederzugeben. Wenn es dann am Ende fröhlich 'Good Bye Fukushima' heißt, ist das eine Einladung auf ein Wiedersehen beziehungsweise -hören, die viele Zuhörer strahlen lassen wird.

Album seit 11. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://gruesseausfukushima.de

Dactah Chando – Ansestral

Cover zu AnsestrelSchon mit seinem Debütalbum ’Clara’ konnte der Reggae-Sänger Dactah Chando 2011 hierzulande für Aufmerksamkeit sorgen. Dass er von den kanarischen Inseln stammt, brachte ihm dabei vielleicht einen Exoten-Bonus ein. Doch diesen braucht er gar nicht (mehr). ’Ansestral’ ist nämlich nunmehr bereits sein drittes Album nach ’Sabiduria’ aus dem Jahr 2013. Darüber hinaus erhält er – wieder einmal – prominente Unterstützung: Produziert wurde das Ganze von Umberto Echo aus München und bei den Musikern wirken unter anderem Morry ’Da Baron’ von Korff und Gregory ’Zigo’ Mavridorikis von der französischen Gruppe Dub Inc sowie die Jamaram-Bläser Hannes Beblo und Daniel Noske mit. Im Background singt hier und da Sara Lugo und Barney McAll aus Melbourne spielt das Rhodes-Piano beim roots-orientierten ’Yo Para Ti’.

Als erste Single wurde aber erst einmal ’Positivo’ mit einem schön anzusehenden Video ins Rennen geschickt. Das Teil hat auf jeden Fall trotz recht klassischer Umsetzung das Potenzial zum Sommerhit. ’Alto Grado’ klingt dagegen etwas elektronischer, während ’Vive’ orientalisch angehaucht scheint. Alles in allem geht ’Ansestral’ geschmeidig in die Gehörgänge und zeigt, dass Reggae auch mit spanischen Lyrics international verständlich ist. Fazit: Positivo!

Album seit 7. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.dactahchando.com

Kendrick Lamar – Untitled Unmastered. (mit u.a. Cee-Lo Green und Bilal)

Cover zu Untitled UnmasteredMitte Februar gewann der Rapper Kendrick Lamar aus Compton gleich fünf Grammys für sein Album ’To Pimp A Butterfly’ (Kritik hier). Die Gunst der Stunde nutzend wurde nun direkt ’Untitled Unmastered’ nachgelegt. Wie der Name schon andeutet, ist das Ganze er schlicht gehalten, was die Aufmachung angeht. Nicht aber die Umsetzung. So wurden für die acht Songs nicht einmal Titel ausgewählt und sie stattdessen einfach durchnummeriert und mit je einem Datum dazu versehen. Auf ein „richtiges“ Cover und Booklet wurde ebenfalls verzichtet. Im Gegensatz zu dieser Schlichtheit ist allerdings die Liste der beteiligten Künstler sehenswert, die hier und da im Internet genannt werden. Und noch wichtiger: Das Ergebnis ist durchaus hörenswert.

Beim jazzig-lässig-loungenden ’Untitled 06’ ist zum Beispiel Cee-Lo Green als Gast-Sänger zu hören. Produziert wurde das Stück zudem von Ali Shaheed Muhammad von A Tribe Called Quest und Adrian Younge, der vor allem für die Konzeptabum-Serie ’Twelve Reasons To Die’ mit Ghostface Killah bekannt ist (Kritik hier). Soul-Sänger Bilal spricht dagegen das sexy Intro zu ‚’Untitled 01’, als wäre er Barry White persönlich. Jay Rock, der mit Kendrick zur Rap-Crew Black Hippy gehört, ist ebenfalls an einigen Stellen zu hören. Weitere Produzenten sind dagegen unter anderem Swizz Beatz bei ’Untitled 07’, das sich aus drei unterschiedlichen Teilen zu über acht Minuten Spieldauer zusammensetzt, und DJ Khalil, der die Werkschau mit ’Untitled 08’ ziemlich funky ausklingen lässt: „Pimp, Pimp – Hooray“!

Album als CD seit 11. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.kendricklamar.com/

DJ Teddy-O – Touch From A Far (Free Download Single Feat. Mario Winans)

Cover zu Touch From A FarObwohl der Kölner DJ Teddy-O seine neune Single ’Touch From A Far’ wieder unter https://soundcloud.com/djteddyomusic als Free Download zur Verfügung stellt, braucht sie sich keineswegs hinter kostenpflichtigen Veröffentlichungen zu verstecken. Zusammen mit dem Soul-Sänger Mario Winans aus Detroit, der zum Beispiel 2004 mit ’I Don’t Wanna Know’ einen Nummer-1-Hit in Deutschland landen konnte, hat er eine schöne RnB-Nummer aufgenommen.

Teddy-O hat sich zudem nicht lumpen lassen und sogar noch ein Video beziehungsweise einen über 7-minütigen Kurzfilm dazu von Regisseur Michael ’!Bazz’ Jackson (Ich sehe schwarz/ISS) drehen lassen. Zudem existiert von dem Track übrigens noch ein Remix, bei dem Benzino, der Mitbesitzer des HipHop-Magazins ’The Source’ ist, einen kleinen Part rappt. Wie Teddy-O in seiner Facebook-Chronik außerdem schreibt, entstand das Ganze schon vor vier Jahren. Und nun endlich hat er der Nachfrage seiner Fans nach diesem feinen Song nachgegeben.

Free Download Single seit 13. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.djteddy-o.com/

Hornsman Coyote & Soulcraft – Safe Planet

Cover zu Safe PlanetHornsman Coyote & Soulcraft ist eine Rootsreggae-Band aus Belgrad, die ihr neues Album über 'Ammonite Records' vertreibt. Darauf präsentiert die achtköpfige Gruppe insgesamt zehn fein groovende Tracks. Meistens singt dabei Hornsman Coyote, überlässt aber bei 'I Pray' auch mal dem Keyboarder Vladimir Krkljus das Mikrofon.

'Jericho', das zusammen mit Steven "Ras Muffet" Johnson vom Roots Injection Sound System aus Bristol geschrieben wurde, ist allerdings ein Instrumental. Und 'Angry' stammt ursprünglich aus der Feder von dem bereits 1984 verstorbenen, jamaikanischen Reggae-Sänger Keith Hudson. Was ein bisschen fehlt, ist der zu erwartende Balkan-Bezug, aber all das klingt trotzdem oder gerade deshalb doch ziemlich rund. 

Album seit 21. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://ammonite.co.rs/records.html

Shanti Powa – Peaceful Warriors

Cover zu Peaceful WarriorsIst 13 wirklich eine Unglückszahl? Die „Big Band“ Shanti Powa aus Südtirol sieht das anders und setzt auf die Kraft von gleich vier Vokalisten und neun Musikern. Und wie dieses Kollektiv gemeinsam für ordentlich Action sorgt, ist aktuell im Video zum Titeltrack zu sehen. Eingeleitet wird das Stück und damit gleichzeitig das Album dabei schon mal recht ungewöhnlich vom Didgeridoo-Spieler Sir Gulliver Jonathan Klauser, der sich auch um das Artwork der neuen Platte gekümmert hat. Abgemischt wurde die CD dagegen von ... Umberto Echo. Läuft bei ihm!

Bei der Energie, die von der Gruppe in die meisten Stücke wie ’One Day’ oder ’Be Wise’ mit Bläsern, Scratching und allen möglichen weiteren Instrumenten gelegt wird, ist ’Solo Una Storia’ wahrscheinlich die nächste große Überraschung. Das italienisch vorgetragene Lied wird nämlich ziemlich ruhig im Singer/Songwriter-Stil mit Gitarre eingeleitet. Vielleicht ist das als „Verschnaufpause“ für die Live-Auftritte gedacht, die unter anderem für Ende Mai in Deutschland geplant sind. Wer will, kann sich unter https://shantipowa.bandcamp.com/ aber auch erst einmal das Debüt 'The Orchestra' (kostenlos) holen. In diesem Sinne: Powa To The People!

Album seit 25. März 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.shantipowa.com

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