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15. Mai 2020 5 15 /05 /Mai /2020 21:13

2012 veröffentlichte Marc Elsberg seinen Wissensschafts- und Technik-Thriller 'Blackout'. Doch seitdem hat das darin beschriebene Szenario kaum an Relevanz verloren. Ein Zusammenbruch großer Teile der Stromnetze weltweit klingt zwar im wahrsten Sinne des Wortes nach Science Fiction, aber selbst im kleineren Maßstab kann das schnell zum Problem werden. Dass das Ganze letztes Jahr daher noch einmal als Hörspiel aufgesetzt wurde, ist deshalb sehr zu begrüßen. Zumal es die hochkarätigen Specher*innen zum Kino für die Ohren werden lassen!

Cover zum Hörspiel Blackout von Marc Elsberg

Als in Mailand der Strom ausfällt, geht auch der Informatiker Piero Manzano (gesprochen von Sven Hasper, der unter anderem die deutsche Stimme von der titelgebenden Rolle in der TV-Serie 'Mr. Robot' ist) zunächst von einem lokalen und vor allem schnell wieder behebbaren Problem aus.

Doch dann macht ihn stutzig, als die Straßenbeleuchtung wieder anspringt, der Strom in seiner Wohnung allerdings nicht. Dank seiner technischen Neugier ist er allerdings darauf vorbereitet, die Codes von seinem Stromzähler per Infarot-Schnittstelle auszulesen. Und was er da entdeckt, ist schon überraschend: Der Smart Meter zeigt den Befehl zur totalen Abkopplung vom Netz an!

Als Manzano kurz darauf erfährt, dass der Stromausfall weite Teile Europas betrifft, entschließt er sich, die Energiegesellschaft zu informieren. Doch dort kommt er nicht weiter. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit Hilfe einer Bekannten den Kontakt auf europäischer Ebene aufzunehmen.

Doch der dann eingeschaltete Europol-Kommissar Francois Bollard (gesprochen von Christoph Maria Herbst) ist skeptisch, ob ihn der schon als Hacker verurteilte G8-Protestler nicht hinters Licht führen will.

Allerdings ist der Italiener wohl auch einer der wenigen, der tatsächlich der Ursache für die Katastrophe auf die Spur gekommen ist. Und vielleicht ist er auch einer der wenigen, die entscheidend bei der Lösung helfen können, als – wie in der Hörspielbeschreibung angekündigt – „der Kampf ums Überleben beginnt ...“

Bei so einem Blackout sieht's nicht gut aus für uns ... aber es hört sich gut an

Was Marc Elsberg in 'Blackout' beschreibt, scheint mir realistisch recherchiert zu sein. Die wenigsten Menschen können sich wahrscheinlich vorstellen, was ein größerer Stromausfall für unangenehme Folgen hat. Denn auch zum Beispiel die Wasserversorgung und Tankstellen sind auf Strom angewiesen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs ...

Dietmar Wunder, der als Synchronstimme von zum Beispiel Daniel „007“ Craig bekannt ist, unterstreicht zusätzlich mit seiner ruhigen Art als Erzähler das Ganze glaubwürdig. 'Blackout' beschreibt die Auswirkungen von 19 Tagen ohne Strom.

Die amerikanische Journalistin Lauren Shannon wird von Katrin Heß gesprochen, Matthias Koeberlin übernimmt den deutschen Kriminalbeamten Jürgen Hartland und als Frauke Michelsen, die stellvertretende Abteilungsleiterin im deutschen Innenministerium, wirkt Edda Fischer mit.

In weiteren, leider nicht den Namen ihrer Figuren zugeordneten Rollen, sind unter anderem noch Bodo Primus, William Cohn, Louis Friedemann Thiele, Daniela Bette, Matthias Lühn und Philipp Schepmann zu hören.

Wer nach der Geschichte – oder auch schon während des Hörens – anfängt, über eigene Vorsorgemaßnahmen nachzudenken, kann übrigens auf blackout-das-buch.de (öffnet in einem neuen Fenster) „Überlebenstipps“ nachlesen!

Das Hörspiel 'Blackout' ist seit 18. Februar 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Blackout-Das-ungekuerzte-Hoerspiel/Marc-Elsberg/Random-House-Audio/e551847.rhd

Hier gibt es eine Hörprobe:

 

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30. Januar 2020 4 30 /01 /Januar /2020 14:25

Seit mehreren Jahrhunderten verzaubert das Märchen um ‘Die Schöne und das Biest‘ sein Publikum. Nun hat sich auch Hörspiel-Regisseur Marc Gruppe des Stoffes angenommen und für ‘Titania Medien‘ ein hörenswertes Special mit Reinhilt Schneider und Jean Paul Baeck in den Hauptrollen der schönen Belle und des unheimlichen Biests produziert.

Cover des Hörspiels "Die Schöne und das Biest" von Titania Medien

1740 veröffentlichte die Französin Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve laut Wikipedia die Geschichte wohl im Rahmen eines Romans, in dem das Stück auf einer Reise erzählt wird. Im Vergleich zum Original wurden aber hier in dem neuen Hörspiel anscheinend diverse Veränderungen vorgenommen. Belle hat zum Beispiel statt unzähliger Geschwister nur zwei eifersüchtige Schwestern, die von Fabienne Hesse und Julia DeLuise gesprochen werden.

Die von Max Schautzer vorgetragene Erzählung ist aber grundsätzlich natürlich dieselbe: Als Belles Vater (gesprochen von Gerhard Fehn) in einem verwunschen Schloss eine Rose für sie abbricht, handelt er sich ordentlich Ärger mit dem Hausherrn ein. Das Biest verlangt als Wiedergutmachung für diesen Frevel, dass der Kaufmann eine seiner Töchter zu ihm schickt: „Du musst mir eine von ihnen geben. Du hast ganz recht gehört. Sie soll fortan hier mit mir leben. Sei ohne Sorge. Es soll ihr hier an nichts fehlen.“

My Big Fat Beast Wedding

Während ihre Schwestern dieses Angebot (nicht mal dankend) ablehnen, willigt Belle schuldbewusst ein. Anfänglich ängstlich erkennt sie aber schon am ersten Tag schnell, dass das Leben im Schloss durchaus ganz angenehm ist. Folglich beantwortet sie abends die Frage des Biests auch bejahend, ob sie für immer dort leben könnte: „Natürlich könnte ich das. Wer würde sich nicht glücklich schätzen, in einem solch prächtigen Schloss wohnen zu dürfen?“

Aber seine Frau will sie nicht werden. Tagsüber ist ihr nämlich in einem Traum ein schöner Jüngling (gesprochen von Louis Friedemann Thiele) erschienen. Darin gestand ihr der schöne Prinz direkt seine Liebe und erklärte ihr, dass sie sich von ihrem Herzen leiten lassen soll. Dann wird sie schon bald die schreckliche Maske erkennen, hinter der er verborgen ist. Doch wie kann sie ihn erlösen, ohne das Biest zu brüskieren?

Fazit: Wie immer gibt es bei ‘Titania Medien‘ nichts zu meckern. Die altbekannte Geschichte wird hier zwar ohne große Überraschungen umgesetzt, dafür aber auf dem üblich hohen Niveau mit angenehm musikalischer Untermalung, schön erzähltem Text und einer gut aufgelegten Schauspielriege inklusive Dagmar von Kurmin als guter Fee. Was wollen wir mehr?

Hörspiel voraussichtlich ab 31. Januar 2020 erhältlich. Mehr Infos: titania-medien.de

Hier gibt es eine Hörprobe:

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28. Juni 2017 3 28 /06 /Juni /2017 10:10

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind? Diese Frage beantwortete H.G. Wells bereits 1896. 'Die Insel des Dr. Moreau' ist demnach ihre Heimat. 'Titania Medien' hat sich jetzt dieser Geschichte angenommen und neu für die Hörspielreihe 'Gruselkabinett' vertont.

Cover zu Gruselkabinett 122

Als sein Schiff im Februar 1887 nach einer Kollision mit einem Wrack sinkt, kann sich Edward Prendick (Louis Friedemann Thiele) in ein Beiboot retten. Erst gut elf Monate später wird er in einem Rettungsboot gefunden, das vermutlich zu einem Schoner gehörte, der unter der Führung von Kapitän Davis (Horst Naumann) im Dezember 1887 verschwand.

Was sich aber in der Zeit bis zu seiner Rettung ereignet hat, wollte Prendick zu Lebzeiten nie verraten. Erst nach seinem Tod entdeckt sein Neffe (Matthias Lühn) Aufzeichnungen darüber. Und was er zu berichten hat, klingt unglaublich.

Anfangs trieb Edward Prendick acht Tage lang im Rettungsboot mit zwei weiteren Überlebenden auf dem Meer. Angesichts des Todes durch Verdursten stimmten Helmar (Detlef Bierstedt) und ein Matrose (Michael-Che Koch), an dessen Namen sich Prendick nicht mehr erinnern kann, gemeinsam dafür, dass einer der drei für die anderen geopfert werden soll. Doch beim anschließenden Kampf gehen beide über Bord.

Prendrick verliert das Bewusstsein, bis er schließlich von Kapitän Davis und seiner Mannschaft aufgelesen wird. Da ihm der ungebetene Gast aber nicht willkommen ist, setzt er ihn vor der Küste seines Reiseziels aus. Die Insel des Dr. Moreau ist allerdings auch nicht gerade gastfreundlich. Nur widerwillig nimmt ihn der Wissenschaftler mit an Land.

Seine Insel, so erklärt Moreau schließlich Prendick, birgt „ein Geheimnis, eine Art Blaubart-Zimmer“. In Bezug auf das Märchen von Charles Perrault bedeutet dies, dass er ihm rät, nicht neugierig rumzuschnüffeln und vielleicht eine Türe aufzustoßen, die besser verschlossen bliebe. Aber natürlich ist das leichter gesagt als getan und Prendick erkennt schnell, dass er sich in tödlicher Gefahr befindet ...

Guck mal, wer da spricht

Fast alle hier genannten Sprecher waren davor übrigens auch schon bei der Gruselkabinett-Doppelfolge 120/121 namens ’Der Unsichtbare’ zu hören. Hier ist eine kleine Übersicht dazu:

  • Louis Friedemann Thiele: Matrose
  • Horst Naumann: Vicar Bunting
  • Michael-Che Koch: Dr. Kemp
  • Matthias Lühn: George Hall

’Die Insel des Dr. Moreau’ von Titania Medien ist seit 26. Mai 2017 erhältlich. Mehr Infos: http://www.titania-medien.de/

Das könnte dazu passen:
Foster – 02: Das Erlöschen des Lichts (Hörspiel)
Auch bei Oliver Dörings Horrorserie ’Foster’ erleidet Michael-Che Koch (in der Rolle als Jobe) Schiffbruch. Wer allerdings verstehen will, auf was für einer seltsamen Insel er gestrandet ist, sollte zuvor Teil 1 hören, bevor dann in Teil 3 ’Die Pforte zur Verdammnis’ aufgestoßen werden soll.

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