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3. Mai 2019 5 03 /05 /Mai /2019 11:55

April, April, der macht, was er will! Finde ich gut und lasse hier Hörspiele neben Musik, Newcomer neben Veteranen und Digitales neben Platten antreten. Auf das der Monatsrückblick vielleicht dem einen oder der anderen noch ein schönes Funk-/Fundstück in den Plattenschrank oder auf die Festplatte bringt.

Nadine Most – I Got You Babe (Free Download Kurzhörspiel)

Cover zu I Got You Babe

Im Frühjahr 2019 hat Nadine Most den „Schnitt & Sounddesign“-Wettbewerb bei der Hörspielreihe ‘Zukunfts-Chroniken‘ mit ihrer Interpretation der Kurzgeschichte ’23 Milliarden‘ gewonnen (Kurzkritik hier in neuem Fenster). Nun hat sie mit ‘I Got You Babe‘ ein eigenes Skript als gut 12-minütiges Kurzhörspiel umgesetzt und als Free Download bei hoerspielprojekt.de veröffentlicht. Und das kann sich durchaus hören lassen.

Alex (gesprochen von Boris Pietsch) wird von einem Geist heimgesucht. Und er weiß auch, von welchem: Sarah! Doch selbst, als er ins Koma fällt, lässt seine ehemalige Freundin (gesprochen von Katharina Koschel) nicht locker …

Kostenloses Hörspiel ‘I Got You Babe‘ ist seit 4. April 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://www.hoerspielprojekt.de/music/i-got-you-babe/

Fifty Fifty – Demo 2 (Digital EP)

Cover zu Demo 2 von Fifty Fifty

Nachdem Rapperin Yael im letzten Februar mit ihrer Digital EP ‘L.U.V.‘ einen guten Eindruck hinterlassen hat, war die Frage, was sie mit Loop, Leam und Peso als Fifty Fifty nachlegen kann. Mit ‘Demo 2‘ schafft es das Quartett nun gut ein Jahr nach dem ersten Teil tatsächlich zu steigern. Als Brücke zwischen den beiden Veröffentlichungen fungiert das Video zu ‘Mehr / MJ‘, das je ein Stück von damals und heute bebildert. Während ‘Mehr‘ mit Konsumkritik punktet, verarbeitet ‘MJ‘ ganz geschickt Ereignisse aus dem Leben des King of Pop in den Lyrics wie „Halte keine Kinder, sondern Joints aus dem Hotelfenster“ und „Ich geh‘ mit 30 in Rente./ Und mit 50 Jahren danke ich ab – wegen Medikamente.“

Trotzdem überzeugt das Gesamtergebnis leider nicht hundertprozentig. Ein weitere Kifferhymne wie ‘Fliegen‘ zum Beispiel lässt mich sowohl soundtechnisch als auch inhaltlich nicht abheben. ‘Handy‘ als Soundtrack zur Smombie-Epidemie ist dagegen ganz gelungen. Ihr Potenzial haben Fifty Fifty somit noch einmal so anschaulich demonstriert, dass ein „richtiger“ Release nun nur noch eine Frage der Zeit sein sollte.

‘Demo 2‘ von Fifty Fifty ist seit 12. April 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://music.urbantreemusic.de/artist/fiftyfifty/

Inna De Yard – Inna De Yard

Anfang der Nuller-Jahre kam Earl „Chinna“ Smith auf die Idee, in seinem Garten in St. Andrews (Jamaika) mit alten Wegbegleitern noch einmal (ihre) Musik aufzunehmen. Es entstand eine ganze Serie namens ‘Inna De Yard‘, die von dem französischen Label Makasound vertrieben wurde. Heutzutage betreiben die Macher von damals das Label Chapter Two und Inna De Yard ist so etwas wie eine Allstars-Band geworden.

Für das gleichnamige Album wurden nun diverse Stücke zusammengetragen, die Ken Boothe, Cedric Myton und ihre Mitstreiter schon früher interpretiert haben. Nun bekommen sie ihre zweite Chance. Und die haben sie sich auf verdient!

‘Inna De Yard‘ ist seit 12. April 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://innadeyardmusic.com/

Rico Nasty & Kenny Beats – Anger Management (Mixtape mit u.a. Baauer und EarthGang)

Cover zu Rico Nasty

Noch bewegt sich die Rapperin Rico Nasty aus Maryland eher unter dem Radar. Zwar hat sie seit 2014 mehrere Mixtapes und sogar einen Remix zu ihrem Song ‘Hey Arnold‘ mit Lil Yachty veröffentlicht, aber der kommerzielle Erfolg lässt noch auf sich warten. Für ‚‘Anger Management‘ konnte sie dennoch Helfer gewinnen, die den Weg in die Charts ebnen könnten. Insbesondere Baauer, der mit ‘Harlem Shake‘ schon einen Nummer-1-Hit auf der Haben-Seite. Hier wirkt er sowohl beim aggressiven ‘Cheat Code‘ als auch dem unterhaltsameren ‘Big T*tties‘ mit. Dafür hat sie das Wort „supercalifragilisticexpialidocious“ aus dem Kinderfilm ‘Mary Poppins‘ und an einer anderen Stelle des Songs den Flow von Eminem aus ‘The Real Slim Shady‘ übernommen: „All these h*es wanna sauce like me./ Floss like me, walk up in the club with no ID.“

Neben Baauer ist bei diesem Track auch die EarthGang am Mic beteiligt. Und ‘Relative‘ hat Harry Fraud co-produziert, der vor allem viel für French Montana gearbeitet hat. Die Hauptarbeit hinter den Instrumentalen hat allerdings Kenny Beats geleistet, der bei ‘Anger Management‘ seine Bandbreite an Sounds ganz gut unter Beweis stellen kann. Während sich allerdings zum Beispiel ‘Mood‘ eher anstrengend dahinschleppt, ist ‘Hatin‘ ganz gut geworden. Dieses Duo im Auge zu behalten, dürfte also durchaus sinnvoll sein.

Anger Management ist seit 25. April 2019 erhältlich. Mehr Infos: https://www.riconastymusic.com/

Gruselkabinett – Der rote Raum (Hörspiel nach H. G. Wells)

Cover zu Der rote Raum

Hörspielregisseur Marc Gruppe hat für ‘Titania Medien‘ schon diverse Vorlagen von H. G. Wells vertont. Mal waren seine Protagonisten durch Außerirdische bedroht, mal durch irre Wissenschaftler und mal durch andere Lebewesen. Nun ist es aber bei ‘Der rote Raum‘ eine Spuk-Geschichte, die dem wagemutigen Simon Price (gesprochen von Valentin Stroh) 1899 in England das Gruseln lehren soll. Angefangen hat alles vor einigen hundert Jahren, als ein Urahn der jetzigen Besitzerin seine überängstliche Frau dort einquartiert hatte, die am nächsten Morgen tot aufgefunden wurde - mit plötzlich schlohweißem Haar und schreckensgeweiteten Augen …

Begleitet wird er bei dem "Kammerspiel" von einigen alten Bekannten: Horst Naumann, Dagmar von Kurmin und Bert Stevens harren als Angestellte im Schloss Lorraine aus. Vermutlich wussten sie in ihrem Alter auch nicht, wo sie sonst hätten hingehen sollen. Die Herzogin (gesprochen von Ursula Sieg), der es gehört, wohnt dagegen nicht mehr selbst dort. Sie hat auch einen trifftigen Grund dafür, der aber Simon Price nicht abschreckt, sondern vielmehr zu seinem Experiment überhaupt erst animiert hat. Denn ihr Sohn, der etwa im Alter von Price war, ließ sich davor selbst auf dieses kühne Unterfangen ein und bezahlte es mit dem Leben: „Wenn das eigene Kind vor einem stirbt ... Das ist das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann. Glauben Sie mir. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung und möchte ihrer Mutter gern den Schmerz ersparen, der mich seit 18 Monaten quält."

‘Der rote Raum‘ ist seit 29. April 2019 erhältlich. Mehr Infos: http://www.titania-medien.de/cms/hoerspiele/gruselkabinett.html

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