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6. August 2008 3 06 /08 /August /2008 15:55

Also das Cover von ’Kim And The Cinders’ ist doch irgendwie ganz schick geworden. Da wollte ich zumindest gleich mal wissen, was diese drei netten Herren aus Dänemark so für Musik machen. Im Grunde alles, was sich aus Bass, Gitarre, Schlagzeug und leicht ungewöhnlichen Instrumenten wie Mandoline, Banjo und Orgel raus holen lässt.

 

Nach 12 Jahren – wie er es selber nennt – „donkey-punk“ mit seiner Gruppe PowerSolo wollte Sänger Kim „Kix“ Jeppesen mal was Neues ausprobieren. Also reiste er mit seinem kleinen Bruder Bo, dem Gitarrist Ulrik „Horatio“ Lindez und dem Produzenten The Great Nalna von der Band The Tremolo Beer Gut in eine schwedische Waldhütte, um in nur vier Tagen das selbstbetitelte Debütalbum von Kim And The Cinders einzuspielen. Später halfen zudem noch Howie Gelb von Giant Sand und Maria Timm von Marybell Katastrophy, dem Ganzen den letzten Schliff zu geben.

 

Eröffnet wird die Platte durch ’Today Is A Good Day’ mit einer eher ruhigen Rockballade, wohingegen es beim Duett ’Giving Up The Ghost’ schon deutlich spaßiger wird. ’Hippie Hippie Hourra’ überrascht dann anschließend mit einem französischen Songtext. Die Lyrics dazu schrieb Sänger und Schauspieler Jaques Dutronc bereits vor über 40 Jahren, als die drei Musiker noch nicht einmal geboren waren. Inhaltlich geht es darum, dass der Sänger kein Revoluzzer mehr ist, sondern Blumen liebt und Hippie wird: „J'aime les fleurs et la fumée./ Je ne suis plus un révolté./ Les beatniks c'est dépassé./ Maintenant le monde, il faut l'aimer./ Je suis hippie, je suis hippie./ C'est ma nouvelle philosophie./ Hippie, hippie, hourra!“

 

Lustig ist zum Beispiel auch trotz des blutrünstigen Namens ’Kill Kill Kill’, in dem sich der Sänger als „Killerbiene“ bezeichnet. Klar, dass sich dann bei ihm alles ums Töten dreht. ’My Lover’ erinnert dagegen mit dem „Whoop Whoop“-Gesang etwas an ’Fire Water Burn’ von der Bloodhound Gang. Wobei der Vergleich vielleicht gar nicht so abwegig ist und möglicherweise von allen Beteiligten sogar unterschrieben würde. Vielleicht aber auch nicht.

 

Fazit: Für wen Folkrock und schräger Humor keine zwei paar Schuhe sind, der kann hier getrost zugreifen. Denn es gibt „donkey-punk“ bis zum Abwinken – bloß, dass diesmal auch Balladen als akzeptables Songformat erlaubt sind!

 

Mehr Infos: http://www.myspace.com/kimandthecinders

 

CD voraussichtlich ab 8. August 2008 im Handel erhältlich.

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