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24. Dezember 2008 3 24 /12 /Dezember /2008 00:03

Weil ja bekanntlich Weihnachten ist, stelle ich hier nun noch schnell dazu passende Musik vor – wobei es sich bei diesen drei CDs schon um etwas speziellere Tipps handelt!

Ja, schon beim Cover der Maxi-CD 'The Christmas Gift' von Durwood Douche aus dem Jahr 1999 hätte ich mir denken können, dass dieses Weihnachtsgeschenk, über das hier im Stil der Vierzigerjahre gesungen wird, kein gewöhnliches ist. Als ich allerdings letztes Jahr auf der Suche nach Weihnachtsliedern diese Scheibe völlig unvoreingenommen in den CD-Player schob, war ich doch ziemlich überrascht, um was es da geht.


Der Songtext der ersten Strophe endet folgendermaßen: „You can give his spirit a lift – with just one more gift.“ Dann ist zu hören, wie ein Reißverschluss geöffnet wird, bevor die Lyrics des Refrains einsetzen: „Just a little Christmas blowjob will brighten up his day!“

Köstlich! Als Bonus gibt es noch zwei weitere Songs, die allerdings nichts mit dem Fest der Liebe zu tun haben – obwohl es natürlich auch bei dem beswingten ‘Here You Are’ und dem jazzigen ‘Why Me God’ nur um das Eine geht.

Auch Mr. Hankey beleuchtet die für viele Leute wohl schönste Zeit des Jahres auf 'Christmas Classics' mal von einer anderen Seite. Wer die durchgeknallte Cartoon-Serie 'South Park' kennt, weiß natürlich bestimmt, wer Mr. Hankey ist. Allen anderen sei hier gesagt, dass es sich bei ihm um den sogenannten „Weihnachtskot“ handelt. Einfach mal das Cover genauer anschauen – oder auch nicht. Denn dafür wurde er nicht gezeichnet, sondern in 3D nachgebaut.

Auf der CD von 1999 wird er im ersten Songtext natürlich auch erst einmal vorgestellt: „We’ve all heard of Rudolph and his shiny nose./ And we all know Frosty who’s made out of snow./ But all of those stories seem a kind of gay./ ‘Cause we all know who brightens up your holiday./ Mr. Hankey the Christmas Poo./ Small and brown, he comes from you./ Squeezing ‘tween your festive buns./ A present from down below./ Spreading joy with a howdy ho!“

Selbstverständlich werden auch andere wichtige Themen dieser besinnlichen Zeit aufgegriffen, zum Beispiel wie sich der kleine Jude Kyle Broflofski an Weihnachten fühlt, das er ja nicht feiert. In ‘The Lonely Jew On Christmas’ zählt er auf, was er alles nicht machen kann: „It’s hard to be a Jew on Christmas. My friends won’t let me join in any games./ And I can’t sing Christmas songs or decorate the Christmas tree./ Or leave water out for Rudolph ’cause there’s something wrong with me./ My people don’t believe in Jesus Christ’s divinity./ I’m a Jew, a lonely Jew on Christmas.“

Chefkoch, im Original gesprochen und gesungen von Isaac Hayes, denkt dagegen wie immer nur an das Eine: „You’ll hear the herald angels sing when I’m sliding off your bra./ I just can’t wait to jingle your bells and fa la la your la!“

Bei diesen Beispielen kommt natürlich die Frage auf, wo da die ‘Christmas Classics’ bleiben. Einige der 18 Stücke sind dann auch tatsächlich ziemlich schräge Versionen von traditionellen Weihnachtsliedern – wie ‘Oh Holy Night’, ‘I Saw Three Ships’ und ‘O Tannenbaum’, das von dem in der Hölle schmorrenden Adolf Hitler sogar in gebrochenem Deutsch gesungen wird. Nach gut einer halben Stunde Weihnachtswahnsinns singt dann noch zum Abschluss Mr. Hankey zusammen mit Kyle, Stan und Cartman ‘Have Yourself A Merry Little Christmas’.

Nach diesen zwei ziemlich spaßigen Weihnachtsalben möchte ich nun noch eine CD mit ernsten Hintergrund vorstellen. 'A Very Special Christmas' erschien 1987 beim Label A&M Records, das die Einnahmen der Sportinitiative „Special Olympics“ spendete, die geistig und mehrfach behinderte Menschen fördert.

Produzent Jimmy Iovine betreute das Projekt und konnte dafür einige Stars gewinnen, um vor allem einige Klassiker neu aufzunehmen. Madonna singt zum Beispiel 'Santa Baby' und The Pretenders entschieden sich für 'Have Yourself A Merry Little Christmas'. Zudem kümmerte sich Keith Haring um die grafische Gestaltung.

Am besten gefällt mir aber immer noch 'Christmas in Hollis' von Run-D.M.C., bei dem Run erzählt, wie er das Portemonnaie von Santa Claus findet. Da der natürlich nicht beklaut werden darf, will er es ihm schicken. Doch zu Hause hat Santa ihm schon die Nachricht hinterlassen, dass er es behalten darf. Geile Geschichte, das!


Fazit: Ganz im Sinne dieser vielleicht eher ungewöhnlichen CDs wünsche ich Euch... ein ganz spezielles Weihnachtsfest!

 

 

 

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