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29. April 2015 3 29 /04 /April /2015 20:57

Beim Endspurt zur Jubiläumsfolge der 'Gruselkabinett'-Hörspielserie schickt 'Titania Medien' nun nach 'Der Schimmelreiter' von Theodor Storm eine Schauergeschichte ins Rennen, die vor gut 130 Jahren im polnischen Teil des verschneiten Karpaten-Gebirges spielt und für ordentlich Gänsehaut sorgt.

Cover zu Gruselkabinett 99Im Hause der Familie Bardoßoski wird eines Abends in Anwesenheit von Manwed Weroski (gesprochen von David Nathan) über das Schloss Tartakow gesprochen, auf dem seltsame Dinge vor sich gehen sollen. Unter anderem soll eine zauberhaft schöne Frauenstatur mit toten, weißen Augen zu Leben erwachen und durch die düsteren Gänge wandeln.

Daraufhin will Manwed unbedingt den unheimlichen Ort selbst aufsuchen, obwohl ihn seine Verlobte Aniela Bardoßoska (gesprochen von Maria Koschny) davon abhalten will. Doch von seinem Plan lässt er sich nicht abbringen: „Vergeben Sie mir, aber ich fürchte, dieses Mal muss ich so ungalant sein und Ihnen ausnahmsweise nicht gehorchen. Ich will mit eigenen Augen sehen, ob dieses Marmorweib wirklich lebendig zu werden pflegt.“

Auf dem Schloss wird er überraschenderweise von dem alten Jakub (gesprochen von Kaspar Eichel) bereits erwartet und durchaus freundlich empfangen. Aber was er dann erlebt, lässt nach seiner Rückkehr zur Familie Bardoßoski so gut wie niemanden dort kalt ...

Hungrig nach mehr

Wie immer bei 'Titania' sind die Sound-Effekte und die Musik stimmungsvoll eingesetzt und die meisten Stimmen prominent besetzt. Als Erzähler fungiert diesmal Simon Jäger, der die deutsche Standardstimme für Matt Damon ist. Weitere Mitwirkende sind Bodo Wolf, Ulrike Möckel, Jan Makino, Antje von der Ahe und Regisseur Marc Gruppe selbst. Ganz kurz und nur mit wenigen Worten ist zudem in einer kleinen Nebenrolle Joachim Tennstedt zu hören. Als 'Sherlock Holmes' löst er dagegen gerade für 'Titania Medien' seinen 18. Fall in der Hörspielreihe mit dem berühmten Detektiv (Kritik dazu hier).

Geschrieben hat die Geschichte Leopold von Sacher-Masoch. Der Autor wurde 1836 in der Stadt Lemberg geboren, die seit 1991 im Westen der Ukraine liegt. Seine bekannteste Veröffentlichung dürfte die Geschichte 'Venus im Pelz' von 1870 sein. Fünf Jahre später folgte 'Die Toten sind unersättlich'. In Anlehnung an seinen Namen wurde entgegen seines Protestes der Begriff 'Masochismus' geprägt, mit dem der Lustgewinn durch körperliche oder seelische Schmerzen beschrieben wird.

Fazit: Wiedereinmal ziehen die Macher von 'Titania Medien' alle Register, um die Zuhörer und Zuhörerinnen schaurig-schön zu unterhalten. Die Vorlage ist dabei gut gewählt, um bei über 65 Minuten Spieldauer für gruselige Spannung zu sorgen.

Hörspiel am 17. April 2015 bei 'Titania Medien' erschienen. Mehr Informationen dazu unter:
http://www.titania-medien.de/cms/hoerspiele/gruselkabinett.html

Das könnte dazu passen:
Übersicht der hier verfügbaren Kritiken zur ’Gruselkabinett’-Serie
Maze Runner – Die Auserwählten (gelesen von David Nathan)
Rigor Mortis – Leichenstarre (Film)
The Second Coming – Die Wiederkehr (Film)

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30. Oktober 2008 4 30 /10 /Oktober /2008 17:21

An Horrorkomödien im Hörspielformat haben sich schon so einige versucht – siehe zum Beispiel ’B.Ö.S.E.’ oder ’John Sinclair: Die Comedy’. Doch Kultstatus wie das Grusical ’Rocky Horror Picture Show’ erreichte eigentlich keiner. Nun will es ’Jack Slaughter’ versuchen – und startet bedeutungsschwanger gleich mal an Halloween durch!

Zur Story: Jack Slaughter hat eine „beratende Tätigkeit im oberen Management der Hauptabteilung eines aufstrebenden Unternehmens“. Im Klartext heißt das, dass er im ’Lucky Hunter’ die Waffenabteilung betreut. Kein Wunder also, dass er sich ziemlich freut, als er mit einem Überraschungspäckchen eine Pistole der Marke FP-45 Liberator erhält, die allerdings auf besondere Weise gefertigt wurde. Aber eines ist ja auf jeden Fall klar: „Man kann nicht zu gut bewaffnet sein!“

Glücklicherweise kann er die Waffe auch gut gebrauchen. Denn noch am selben Abend erledigt er damit einen echten Höllenhund. Auf die Welt kam er dank Lucifer, den seine Freunde (?) einfach „Luci“ nennen. Als dieser nämlich Professor Doom seine Seele abkauft, haut er den Wissenschaftler natürlich gleich mal gehörig übers Ohr und öffnet einen Schlund zum Höllenfeuer. Damit dürfte klar sein, dass hier noch mehr Ärger ansteht…

Gesprochen wird Jack Slaughter von Simon Jäger, der jahrelang zum Beispiel Heath Ledger synchronisiert hat und dieses Jahr als ’Joker’ im Batman-Film ’The Dark Knight’ vor eine richtig schwierige Aufgabe gestellt wurde. So schön geschnallst wie im Original war sein Text irgendwie nicht.

Ihm zur Seite steht David Nathan als sein Studienkollege Tony Bishop. Lustigerweise spricht er ja Christian Bale in den neuen ’Batman’-Streifen. Als Rick Silver ist zudem Dennis Schmidt-Foß zu hören, der aktuell auf RTL II als ’Dexter’ (gespielt von Michael C. Hall aus ’Six Feet Under’) äußerst unkonventionell auf Verbrecherjagd geht.

Fazit: Der Gruselfaktor hält sich leider im ersten Teil noch etwas in Grenzen – schließlich geht ein Großteil der Zeit dafür drauf, erstmal alles zu erklären. Ungünstigerweise zünden auch die Witzchen nicht so richtig. Doch aufgepasst: Folge 2 mit dem Titel ’Professor Dooms Erwachen’ erscheint gleichzeitig mit dem ersten Teil, hat Tilo Schmitz (’Hellboy’) als den Zigeuner Zoran Lovari im Line-Up und toppt wirklich locker das Debüt – denn „das Böse schläft nie und trinkt viel Kaffee“. Also begleiten wir weiter „die Tochter des Lichts auf seinem Weg. Ihr Name ist… Jack Slaughter“!

Mehr Infos: http://www.jack-slaughter.de

CD voraussichtlich ab 31. Oktober 2008 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Hellboy – See mo’ evil, hear mo’ evil
Gruselkabinett – 28/29: Der Glöckner von Notre Dame

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