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24. März 2014 1 24 /03 /März /2014 17:45

Miwata – wer ist das denn? „Auf deutsch ist es der Typ mit dem Wasser./ Vom Planeten Peace beschießt er alle Hasser“, erklärt der Reggaesänger selbst in einem seiner Stücke. In Wirklichkeit ist er Anfang der Neunziger in Heidelberg geboren, lebt inzwischen in Karlsruhe und veröffentlicht auf dem Label der ’Jugglerz’ aus Stuttgart. Was nichts daran ändert, dass der Junge mit seiner Liebe für Offbeats und seinem Flow für eine Welle der Begeisterung sorgt.

miwata-live.jpgIn der Leserpoll 2013 des ’Riddim’-Magazins wurde Miwata zum „besten nationalen Newcomer“ gewählt und sein Liebeslied ’Magie’ schaffte es bis auf Platz 4 der „besten nationalen Tunes“. Folglich durfte das Stück mit seinem liebenswerten Songtext auch an diesem Abend nicht fehlen: „Seit dem ersten Augenblick war’s Magie./ Sie sah mich nur an und ich war verliebt./ Obwohl ich fast schon glaubte, dass es diese Frau nicht gibt.“

Eröffnet wurde die Soundshow, bei dem ihn Lou Large von den Grooving Smokers unterstützte, im Berliner Yaam am 22. März 2014 allerdings passend mit ’Darum bin ich hier’. Damit beginnt er auch seine aktuelle ’Neumood EP’ und bereitet perfekt darauf vor, was beim folgenden Auftritt zu erwarten ist: „Wow, wow, Big Ups an die Chiller./ An jeden hier auf’m Dance, ihr seid Killer./ Ich sag, heute Nacht sind wir alle Gewinner./ Was bedeutet, heute ganz ohne Spinner.“

Widerstand zwecklos bei den Killer Tunes

Danach preschte er durch die Tracklists von ’Neumood’ und dem Mixtape ’Auf dem Weg Richtung Sonne’, das noch neben diversen weiteren Free Downloads wie dem Remix zu ’Widerstand’ von Gentleman unter http://www.jugglerz.de/category/downloads/ gratis erhältlich ist. Und bei https://soundcloud.com/rootdown-records/jaqee-miwata-nattyflo-nosliw ist er an der Seite von unter anderem Nosliw, Nattyflow und Jaqee auf dem kostenlosen mp3-Track ’Das Level steigt’ zu hören.

Beim Konzert reichte die Bandbreite von zum Beispiel ’Reggae Dancehall aus Deutschland’, das auf der EP mit Uwe Kaa und Nikitaman aufgenommen wurde und deren Parts hier leider nur als Playbacks abgespielt werden konnten, über das sehr schöne ’Verbring mit mir diesen Tag’ bis hin zu den sozialkritischen Lyrics von ’Kleine Details’. Somit dürfte für alle, die den Sound mögen, was Passendes dabei gewesen sein.

Fazit: Miwata überzeugt nicht nur mit seinen sehr gelungenen Produktionen, sondern schafft es auch live zu punkten. Während ihn die Reggae-Fans ja schon auf dem Schirm haben, wird er wohl jenseits der Genre-Grenzen noch völlig unbekannt sein. Aber das dürfte sich schnell ändern, wenn er so stark weiter macht.

EP seit 14. Februar 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Infos unter: http://www.miwata.de

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Miwata (Soundshows) live und in Farbe 2014: 18.04. Stuttgart – Zollamt *** 19.04. Mannheim – Rude 7 *** 20.04. Wuppertal – U-Club *** 31.05. Weissenburg – Heimspielfestival *** 28.06. Heilbronn – Mobilat Club *** 12.07. Burtenbach – Sunrise Reggae & Ska *** 04.10. Memmingen – Gruenes Haus

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22. März 2014 6 22 /03 /März /2014 17:51

Rick Ross is still ’Hustlin’. Seit seiner genau so benannten, offiziellen Chart-Debütsingle aus dem Jahr 2006 hat er konstant hart gearbeitet und vier Nr.-1-Alben in den USA abgeliefert. Bloß ’Teflon Don’ schaffte es „nur“ auf die 2. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an ’Mastermind’ gewesen – und ohne große Überraschungen wurden sie mit einer weiteren Pole Position einwandfrei erfüllt.

cover-rick-ross.jpgDie Gästeliste liest sich entsprechend königlich mit Namen von unter anderem HipHop-Größen wie Jay-Z, KanYe West und Lil Wayne. Ähnlich hochkarätig wurde das Ganze produktionstechnisch von alten Hasen wie Scott Storch, J.U.S.T.I.C.E. League und Sean „Puff Daddy“ Combs (steht da wirklich so in den Credits!) umgesetzt.

Hinzu kommen erfolgreiche Nachwuchskräfte wie zum Beispiel The Weeknd, French Montana und Mike Will Made It, der gerade auch für ScHoolBoy Q das Stück ’What They Want’ produziert hat. Hier hat er den Beat zur siebenminütigen Kriegserklärung ’War Ready’ gebaut, die vorab als Single ausgekoppelt wurde. Zusammen mit Young Jeezy rappt Rick Ross dazu Lyrics über Bandenkriege, wie er im Intro erklärt: „War ready, you got shooters, I’ve got shooters./ We’ve got money. Let’s do what them other niggas can’t do. Mastermind!“

Mama ist stolz – und besorgt

Neben dem Video zu ’War Ready’ gibt es auch eines zum sehr viel schöneren ’Nobody’. Zwar geht es auch dabei in bester Gangster-Manier darum, wer der Härteste ist. Aber gesampled wird hierfür das soulige ’You’re Nobody (Til Somebody Kills You)’ von The Notorious B.I.G.

Dazu gibt es ein paar wütende Ansagen von P. Diddy und French Montana singt im Refrain, dass Mama sich der Übersetzung nach zwar Sorgen macht, aber er ja im Grunde für sie sorgen will: „Momma's tryna save me but she don't know I'm tryna save her./ Man, them niggas tried to play me, man, 'til I got this paper./ You're nobody 'til somebody kills you.“

Schöne Überraschungen bei den insgesamt 16 Tracks sind dann noch unter anderem ’What A Shame’, für das ein Sample aus ’Shame On A Nigga’ vom Wu-Tang Clan verwendet wurde, und das eher Dancehall-lastige ’Mafia Music III’, bei dem die jamaikanischen Genre-Größen Sizzla und Mavado mitwirken.

Fazit: Rick Ross, eines der im doppelten Sinne Schwergewichte des US-Raps, hat sich mit seinem neuen Album ’MasterMind’ erfolgreich zurückmeldet. Hier ein bisschen was Eingängigeres, da harte Kost, Experimentierfreude auf Sparflamme gehalten, aber vorhanden – fertig ist das zeitgemäße Update des Gangsterboss-Rappers.

CD seit 3. März 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Infos unter: http://www.rickrossmastermind.com

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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 12:57

Für sein Debütalbum hat sich der amerikanische Brostep-Produzent Skrillex lange Zeit gelassen. Die erste offizielle Veröffentlichung 'My Name Is Skrillex' ist fast vier Jahre alt. Zwei anschließend veröffentlichte EPs gewannen dafür gleich mehrere Grammys. Ein weiterer Coup war auch seine Mitwirkung am Soundtrack zu ’Spring Breakers’ letztes Jahr. Doch statt sich auf solchen Lorbeeren auszuruhen, holt er jetzt mit ’Recess’ zum großen Rundumschlag aus – im wahrsten Sinne des Wortes.

cover-skrillex.jpgIn der Liebe, im Krieg und bei Electronic Dance Music (EDM) ist alles erlaubt, ist sich Skrillex sicher und wählte entsprechend ein leicht abgewandeltes Zitat als Titel des ersten Stücks. ’All Is Fair In Love And Brostep’ eröffnet das Werk mit einem ordentlich stampfenden Beat. Bevor Skrillex quasi zum Refrain die Sägezahn-Sounds raus holt, heizen schon mal die englischen Ragga Twins die Hörer mit ein paar Lyrics im Patois-Style ein: „You see we a bun dem up. We load den we enta./ Buss up di place, people all let off rockets./ Me kinda know dem ya yute have na faya./ Practiaclly fit fi energy an powa.“

Der sich daran anschließende Titeltrack ’Recess’ beginnt dagegen fast schon brav und poppig mit lieblichen Gesang von Michael Angelakos, sonst Frontmann der Indierock-Band Passion Pit. Doch dann wird wieder ordentlich Dampf geben, wenn Skrillex mit zerhackten Beats loslegt und Fatman Scoop seine typischen Ansagen brüllt.

K(l)eine Atempause

’Stranger’ ist dann hibbeliger Elektro-Soul mit Sänger Sam Dew und Sirenen-Geheule. Der Track ist auch auf dem Soundtrack zu ’Divergent’ zu finden. Die Single ’Try It Out’ im Neon-Mix mit Alvin Risk kommt ebenfalls anfangs relativ klar und sanft daher. bis hyperaktive Klangfetzen wieder alles zum Austicken bringen.

’Coast Is Clear’ ist dagegen wirklich fast schon brav gestrickt und erinnert eher an 2Step, zu dem Chance The Rapper seiner Herzdame wenig missverständlich erklärt, was er von ihr will: „Can I ask a question? Can you keep a secret?/ I don't really give a what! What I need to know is./ Do you wanna fuck?“

Den lieblichsten Gesang der insgesamt elf Nummern dürfte aber ’Ease My Mind’ haben. Dabei handelt es sich um eine Art Remix des nahezu gleichnamigen Stücks von Niki & The Dove, das vor etwa vier Jahren von dem schwedischen Elektropopduo aus Stockholm veröffentlicht wurde.

Fazit: Sich ’Recess’ eine dreiviertel Stunde am Stück zu geben, stellt Hörer schon vor eine Herausforderung. Gefangene werden nämlich kaum gemacht und Zeit zum Durchatmen nur begrenzt gewährt. Das Ganze flimmert beständig vor sich hin. Irgendwas passiert immer. Aber für den gepflegten Abriss bei einer großen Rave-Party ist das garantiert der passende Soundtrack.

CD seit 14. März 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Infos unter: http://www.skrillex.com

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20. März 2014 4 20 /03 /März /2014 19:05

Aha, jetzt gibt es also ’Mehr’ vom 3Plusss. Gut, viele werden vielleicht noch nie etwas von dem Essener Rapper, der auch als Denis DAP bekannt ist, gehört haben. Dass es nun aber nach ’Kindskopf’ ein zweites Album von ihm gibt, ist trotzdem gut. Denn sein meist humorvoller Blick auf alle möglichen Alltagsgeschichten bietet auf jeden Fall mehr Unterhaltungswert als ein Großteil seiner Konkurrenz.

cover-3plusss.jpgDen Weg zu seinem Debütwerk Ende 2012 ebnete sich 3Plussss mit den Gruppen Meskalin Maskulin und Eypro, dem Einzug ins Halbfinale des VBT-Wettkampfs 2011 sowie der gleichnamigen EP ’Kindskopf’, die es übrigens noch immer unter https://www.facebook.com/DenisDAP/info als Free Download gibt.

Dass er seine Hausaufgaben gemacht hat, zeigt er direkt im Opener ’1 Bus’. Inhaltlich gibt es zweimal Storytelling darüber, wie so ein Gefährt das Leben verändern kann – je nachdem, ob es kommt oder nicht. Produziert wurde das Stück von Peet und Nobodys Face aus dem Green Berlin Team von Marteria, die als Vocal-Sample am Ende eine Zeile von Kool Savas aus ’Fehdehandschuh’ mit Creutzfeld & Jakob eingebaut haben: „Ich geh ans Mic und rolle über HipHop wie ein [..Bus.].“

Rap ist: Skate or Die

Lustigerweise findet er das Projekt von Savas mit Xavier Naidoo allerdings eher uncool, wie er dann in ’Ich habe HipHop nicht verstanden’ erklärt. Wobei er solche dogmatischen Regeln gleich danach ad absurdum führt: „Du findest Xavas gut – Du hast HipHop nicht verstanden./ Du kennst Prinz Pi, doch nicht Prinz Porno – Du hast HipHop nicht verstanden./ [...]./ Du hast noch nie geskatet – Du hast HipHop nicht verstanden./ Du warst früher Skater – Du hast HipHop nicht verstanden./ Und jetzt alle – Ich habe HipHop nicht verstanden.“

Neben den bereits oben erwähnten Produzenten sind unter anderem weitere Helfer bei ’Sicher’ dabei. Den Beat gebastelt hat C Milli und eine Strophe steuert Rapper Chefket dazu. Gesampled wird ’If I Could Only Be Sure’, das der Songwriter Gabriel Mekler (1942-1977) für den eher unbekannten Soulsänger Nolan Porter geschrieben hat und das 2004 von Paul Weller gecovert wurde.

Kopf, Herz, Arsch...tritt

Entgegen des Titels ’Sicher’ geht es darum, wie unsicher und misstrauisch der Ich-Erzähler als Einzelgänger durchs Leben geht: „Mir scheint, ich kann ganz gut kaschieren, dass ich nur ein Spieler bin, der nie spielt, aus Angst zu verlier'n./ Was willst du? Ich hab' nen Scheiß mit dir zu reden. Vielleicht tausend Facebook Freunde, doch nur drei im echten Leben./ Und alles in mir zuckt, wenn ich sag', dass ich dich mag. Misstrauen ist ein alter Hut, ich trag' ihn jeden Tag. / Und ich glaube dir kein Wort von allem, was du sagst.“

Von den Themen her ist 'Mehr' breit aufgestellt. Mal geht es um gute Vorsätze in 'Ab jetzt', dann wiederum um den 'Kopf', der einem bei zu viel Nachdenken das Leben schwer macht. Da ist es doch besser, lieber als '3 Käsehoch' Partys zu crashen oder immer, also wirklich immer 'Ehrlich' zu sein, auch wenn das schon mal weh tut.

Fazit: Also wenn 3Plusss als Schulnote zu verstehen ist, hat er auf jeden Fall 'Mehr' verdient. Die 13 Stücke sind definitiv durchdacht, kurzweilig und unterhaltsam, auch wenn nicht unbedingt langfristig was hängen bleibt. Aber für eine 2Plus reicht das dicke und bietet damit noch Luft nach oben. Und wer mehr will, kann ja zur 'Viel mehr'-Version greifen.

CD voraussichtlich ab 21. März 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/DenisDAP/

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3Plusss (mit Sorgenkind und Mortis) live und in Farbe 2014: 10.04. Stuttgart – Cue (ehemals Speakeasy) *** 11.04. Dortmund – FZW *** 13.04. Hamburg – Indra *** 15.04. Köln – Stadtgarten *** 16.04. Saarbrücken – Garage Kleiner Klub *** 17.04. München – Feierwerk / Kranhalle *** 18.04. Berlin – Bi Nuu (ehemals Kato)

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19. März 2014 3 19 /03 /März /2014 19:40

Traditionen wollen gepflegt werden – und somit erscheint zum vierten Mal in Folge eine Musik-CD von SpongeBob Schwammkopf im Monat März. 2011 gab es ’Das gelbe Album’, dann das Jahr darauf ’Das blaue Album’ und schließlich ’BOBstar’. Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Synchronsprecher Santiago Ziesmer singt mehr oder weniger aktuelle Hits mit eigenen Songtexten nach, die zu der Trickfilmfigur passen. Und ’Mein Gedudel’ liefert nun die spaßige Version 2.014!

cover-spongebob-gedudel.jpgDiesmal sind es unter anderem Hits von Avicii, Icona Pop und Asaf Avidan, die hier die Vorlagen für einzigartige Neuinterpretationen liefern. Da wird aus ’Wake Me Up’ das inhaltlich etwas lahme ’Ich heb ab’, bei dem SpongeBob in einer Seifenblase vor einem Monster flieht. Zu der Geschichte wurde auch ein Video zusammengestellt. Unterhaltsamer ist da aber ’Hinterher!’, bei dem auch die Bootsfahrlehrerin Mrs. Poppy Puff zu hören ist. Zu den Klängen von 'I Love It' verwickelt Spongebob sie in eine wilde Verfolgungsjagd.

Sehr schön ist das Stück geworden, das aus ’One Day’ geschustert wurde. Den Lyrics nach will SpongeBob seine Oma besuchen fahren, aber seine miauende Schnecke kommt nicht aus dem Knick. Die zunehmende Verzweiflung wird perfekt im Gesang umgesetzt: „Komm schon Gary, wir wollen los./ Oh Gary, trödel bloß – jetzt nicht groß herum./ Wir müssen los zum Bus.“

Der talentierte Mr. Krabs

Eine konzeptionelle Neuerung ist diesmal, dass auch Mr. Krabs beziehungsweise dessen deutscher Synchronsprecher Jürgen Kluckert ein paar Zeilen schmettert. Schön, dass er dafür Zeit gefunden hat, war er doch dieses Jahr schon unter anderem bei Folge 24 von 'Dorian Hunter' und in seiner Dauerbesetzung als Erzähler bei 'Gabriel Burns' zu hören.

Seinen Song widmet er natürlich als dessen Besitzer dem Restaurant 'Krosse Krabbe', wobei hierfür der Semannslieder-Sound der Flensburger Band Santiano zur Untermalung ausgewählt wurde. Hinzu kommen übrigens auf der Tracklist unter anderem noch neue Versionen zu 'Freed From Desire' von Gala aus dem Jahr 1996 und zu 'Carnaval de Paris' von Dario G aus 1998 sowie einige Eigenproduktionen der BeatGees.

Mit Intro, diversen Interludes und Outro ergibt das nicht nur insgesamt 19 neue Nummern, sondern auch eine in sich runde Sache, denn die Geschichte drumherum endet quasi so, wie sie angefangen hat.

Fazit: Auch in dieser erneuten Verlängerung spricht das Ergebnis für sich. Die Kombination aus bekannten Instrumentalen mit überraschenden Songtexten geht wieder gut auf. Auch wenn vielleicht nicht jedes Stück immer den eigenen Humor trifft, ist 'Mein Gedudel' eine spaßige Unterhaltung, die nicht nur den kleinen Hörern gefallen dürfte.

CD voraussichtlich ab 21. März 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Informationen unter: http://www.spongebob-musik.de/

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11. März 2014 2 11 /03 /März /2014 20:26

Mit „Swing Tech made in Berlin“ preisen die Dirty Honkers ihre Electro Freakshow gerne selbst in der Beschreibung ihrer Website an. Passt schon. Und weil es sich bekanntlich mit ein paar Freunden besser feiern lässt, haben sie für 'Superskrunk Remixed' einfach mal ein paar Kollegen eingeladen, um ein paar Nummern ihres letzten Albums noch mal durch den Mixer zu jagen.

cover-dirty-honkers.jpgSpannend ist es natürlich, wenn gleich zwei neue Versionen von ein und dem selben Lied quasi gegeneinander antreten. Erst hat nämlich Tinush 'Party People' geremixed, dann JFTH aus Paris. Während bei dem Franzosen zumindest ein paar der Lyrics von der kanadischen Sängerin Screechy 2 Shoes, dem isrealischen D.J. Neckbreaka und dem französischen Mitglied Flap Jack Malone übrig geblieben sind, hat sich Tinush voll und ganz auf das Saxophon-Spiel des Trios konzentriert. Was natürlich beides was für sich hat.

Danach folgt 'Back To The Jungle', das im Vergleich zu den beiden Remixen davor sehr viel ruhiger daher kommt. Jedenfalls anfangs, denn Smokey Joe & The Kid aus Bordeaux erhöhen das groovige Tempo stetig, bis am Ende kein Halten mehr ist.

Knusper, Knusper, Knäuschen...

Bei 'Deadly Lovers' hatte Neckbreaka selbst noch mal Lust, dem Lied einen anderen Twist zu geben. Wobei ihm die Jungs von Segment aus der 'Etage Noir'-Schmiede von Parov Stelar mit ihrer verspielteren Version eindeutig die Show stehlen. Das muss der DJ aber natürlich nicht auf sich sitzen lassen, denn mit dem fröhlich pumpenden Riddim von 'Oh Doctor' fährt er dann noch einen Heimsieg ein.

Wer übrigens vorab mal ein paar Originale der Dirty Honkers hören möchte, wird unter https://soundcloud.com/dirty-honkers/ fündig, wo es auch ein paar Free Downloads zu finden gibt. Die Saison ist zwar vorbei, aber das Weihnachtslied 'Jingle My Bells' kann ja schon mal für den nächsten Winter gesichert werden. Dazu passt auch der in 'Gingerbread Man' besungene „Lebkuchen-Mann“, mit dem in den Lyrics ein freches Katz-und-Maus-Spiel getrieben wird, bevor es ans Vernaschen geht: „Come, come and get me./ Catch me if you can, Gingerbread man.“

Fazit: „3 is ne Party“, meinten letztes Jahr Fettes Brot. Im Falle des Trios aus Berlin stimmt das auf jeden Fall. Die Dirty Honkers wissen, wie gefeiert wird. Die Remixe liefern dabei ordentlich Nachschub für die Clubs, in denen fröhlich geswingt werden sollte.

EP seit 7. März 2014 erhältlich.

Mehr Informationen unter: http://www.dirtyhonkers.com/

Das könnte dazu passen:
Parov Stelar – The Art Of Sampling
Lilja Bloom – More And More

Dirty Honkers live und in Farbe 2014: 14.03. Berlin – Badehaus Szimpla Musiksalon *** 26.04. Leipzig – Tresor Keller *** 09.05. Lausanne (CH) – Festival Balelèc *** 23.05. Erlangen – Unter einem Dach Festival *** 31.05. Berlin – Astra *** 06.06. Straubing – Pfingst Open Air *** 20.06. Würzburg – Umsonst & Draussen *** Pau (F) – Fete de la Musique *** 25.07. Chemnitz – MS Beat *** 26.07. Bremen - Breminale

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2. März 2014 7 02 /03 /März /2014 23:13

Lilja Bloom – schon mal gehört? Fans von Parov Stelar bestimmt, denn die österreichische Sängerin ist auf den Alben ihres Mannes ein gern gesehener Gast. Auf 'The Princess' lieh sie 2012 bei drei Stücken ihre Stimme. Beim Best-Of-Werk 'The Art Of Sampling' war sie letztes Jahr mit 'Shine' zu hören, dass sie bereits 2007 aufgenommen hatten. Mit ihrer neuen CD erfüllt sie nun den Wunsch nach 'More And More' von ihr.

cover-lilja-bloom.jpgDer Titeltrack ist dabei eine eingängige ElektroPop-Nummer geworden, die schon auf der Deluxe Edition zu 'The Art Of Sampling' zu finden war. Das sich daran anschließende 'Golden Arrow' ist zwar etwas langsamer, klingt aber dennoch dem Opener sehr ähnlich.

Umso interessanter ist es aber, was La Rochelle Band bei ihrem Remix daraus gemacht hat. Mit einem deutlich kräftigeren Beat wird hier das Stück clubtauglich vorangetrieben. Zudem durfte das A.G. Trio, das ebenfalls beim Parov-Stelar-Label 'Etage Noir' unter Vertrag steht und aus Linz stammt, Hand an das Lied legen. Ihr Eighties-Sound kommt dabei noch besser, weil ungewöhnlicher.

Das spannendste Originalstück von Lilja Bloom dürfte aber das düster-aggressive 'Lovers Game' sein, während 'Escape' sehr sphärisch daher kommt. Auch 'Lovers Game' hat sich das A.G. Trio noch zur Brust genommen und einen sehr gelungenen Electro-Housetrack daraus gebastelt.

Home is where the art is

Und natürlich darf der Meister selbst nicht fehlen. Zwar hat Parov Stelar ohnehin die vier Stücke dieses Mini-Albums produziert, aber für 'More And More' hat er trotzdem noch einen eigenen Remix abgeliefert. Übrigens gibt es unter https://soundcloud.com/etagenoir/parov-stelar-lilja-bloom-coco-remixed noch einen Free Download vom 'Coco'-Remix aus dem Jahr 2010. Darin singt Lilja Bloom die Lyrics: „I try to find myself, I try to move on./ Don't know where I am, please carry me home.“

Sorgen um Lilja Bloom musste sich aber auch damals niemand um sie machen. Wie 'More And More' nämlich jetzt anschaulich zeigt, hat sie längst ihr Zuhause gefunden – musikalisch und privat mit Parov Stelar und der österreichischen Elektro-Szene.

Fazit: Mit 'More And More' beweist Lilja Bloom, dass sie auch als eigenständige Künstlerin überzeugen kann. Und so dürfen alle schon gespannt sein, was als nächstes aus dieser Richtung kommen wird.

CD voraussichtlich ab 7. März 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Informationen unter: http://liljabloom.com/

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1. März 2014 6 01 /03 /März /2014 17:33

Nachdem ich im Dezember und Januar kein Plattensammelsurium geschrieben habe, soll es jetzt aber wieder eines für den Februar geben. Schließlich habe ich beim Durchschauen der Veröffentlichungen des letzten Monats entdeckt, dass da durchaus noch ein paar erwähnenswerte Sachen zu finden sind. Und weil ich ja hier selbst die Regeln dehnen kann, wie ich will, gibt es zum Auftakt noch ein Thema von Ende Januar.

Pewee – Her(t)z gegen Kommerz

Peewee Plusdick, Gründer der Hamburger SML Gang, setzt sein 'Her(t)z gegen Kommerz' in Szene. Das 'Intro' legt dabei mit Scratching und amerikanischen Vocal-Samples einen mehr als soliden Grundstein, der gleich Lust auf mehr macht. Überhaupt klingt alles bei den zehn Stücken auf der Free Download EP sehr überzeugend nach Golden Era Style. Zum Titeltrack, 'Rap ist heute Karneval' und 'Stress' wurden sogar Videos gedreht. Beim zuletzt genannten Song mit dabei Mio Mao und der englisch rappende Wyn Davis, der auf jeden Fall schon mit eigenen Sachen und im Vorprogramm bei Herr von Grau punkten konnte. Also einfach alle mal im Auge behalten.

Free-EP erhältlich seit 31. Januar 2014. Mehr Infos: https://www.facebook.com/PeweePlusdick/

Miwata – Neumood (EP)

cover-miwata.jpgDer Reggae-Sänger eröffnet seine 'Neumond'-EP mit so sympathischen Lyrics, dass er mich sofort für sich gewonnen hat: „Besuche deine Stadt, um zu musizieren./ Weil man die Sounds auf Offbeats nicht mehr so oft sieht, bin ich nun hier.“ Zum Glück, denn die Produktionen von Supersonic-Mitglied Jr. Blender, der unter anderem auch schon Tracks für Luciano, Ronny Trettmann und Phenomden aus der Schweiz gebaut hat, gehen gut ins Ohr und die Beine. Beim entspannten 'Reggae Dancehall aus Deutschland' unterstützen ihn dann noch Nikitaman und Uwe Kaa. Wem das noch nicht als Referenz reicht, findet zum Antesten bei http://www.jugglerz.de/category/downloads/ auch ein paar Free Downloads von ihm – inklusive eines Remixes zu 'Widerstand' von Gentleman. Großartig!

EP erhältlich seit 14. Februar 2014. Mehr Infos: http://www.miwata.de

ScHoolboy Q – Oxymoron

Ein Oxymoron ist ein Wortgebilde, das sich aus scheinbar Gegensätzlichem zusammensetzt: Hassliebe zum Beispiel. Oder alter Knabe. Oder eben hier im Fall von ScHoolboy Q der gute Gangster, der in der Schreibweise seines Namens schon Schulbildung und Hooligan vereint. Dealer, Vater, Rapper – und mit ’Oxymoron’ jetzt Bewerber für den Titel ’Man Of The Year’. Immerhin konnte er unter anderem auch 2 Chainz, Kurupt und Reakwon als Gäste gewinnen. Bei der Deluxe Edition kommen noch Suga Free und SZA hinzu. Und während Pharrell Williams ihm für 'Los Awesome' einen verspielten Party-Track gebaut hat, liefert The Alchemist hier, nachdem er sich beim Projekt Step Brothers ausgetobt hat, bei ’Break The Bank’ eine eher klassisch-düstere Produktion ab. Da dürfen wir echt gespannt sein, was Q mit seiner Black Hippy Crew dieses Jahr noch nachlegen wird.

CD erhältlich seit 25. Februar 2014. Mehr Infos: http://www.schoolboyq.com

Animal Trainer – Wide

cover-animal-trainer.jpeg„Jedem Tierchen sein Pläsierchen“, scheint sich das Schweizer Duo Animal Trainer gedacht zu haben. Erst startet das Debütalbum mit dem verträumten 'Come Along', um danach direkt die groovende Elektropop-Nummer 'How Does It Feel' mit Sängerin Natasha Waters nachzulegen. So bedienen sich Adrian Flavor und Samy Jackson aus Zürich bei allen möglischen Electro-Spielarten, liefern aber immer gute Ware ab. Das Ganze erscheint übrigens auf 'Stil vor Talent', dem Label von Oliver Koletzki. Da passt es natürlich, dass er auch gleich noch einen Remix zu 'The Walk' gemacht hat, der auf der treibenden House-Single 'Shane' zu finden ist. Macht auf alle Fälle Laune.

CD erhältlich seit 28. Februar 2014. Mehr Infos: https://www.facebook.com/AnimalTrainerMusic

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19. Februar 2014 3 19 /02 /Februar /2014 21:54

Mit 'Alors On Danse' landete der belgische Musiker Stromae vor gut vier Jahren einen Riesenhit und kletterte nicht nur in seiner Heimat und in Deutschland auf Platz 1. Inzwischen hat er das zweite Album sowie einige erfolgreiche Singles im Gepäck und ist immer wieder gern gesehener Gast in Berlin. Gestern spielte er erneut in der Hauptstadt – und überzeugte durchweg mit seiner gelungenen Show im Astra Kulturhaus!

stromae-cover.jpgEröffnet wurde das Konzert – genau wie das neue Album 'Racine Carrée' – mit dem bereits dem Namen nach feierwütigen 'Ta Fete'. Den spaßigen Dancebeat, den der in Berlin lebende Thomas Azier ('Hylas') mitproduziert hat, haben Stromaes Landsmänner Shameboy ('Heartcore') noch mit Gitarre und Bass aufgepumpt.

Den Party-Vibe führte der Maestro gleich mit 'Batard' weiter – unterstützt mit einer großartigen Licht-Show, die fast schon eine optische Täuschung durch Stroboskop-artige Hell-Dunkel-Wechsel bewirkte. In den Lyrics zum Electro-Sound erklärte er dazu quasi passend, dass er weder das eine noch das andere sei. Er ist, war und bleibt der Übersetzung nach er selbst: „Ni l'un ni l'autre, je suis, j'étais et resterai moi.“

Und dazu gehört, dass er viele Späße macht, aber durchaus auch ernste Themen anspricht. Dazu gehört auch, dass er sich selbstironisch eher uncool mit Pullunder und schlaksigem Tanzstil präsentiert, dabei aber die Konkurrenz locker in den Schatten stellt. Genauso hat er seine Rap-Wurzeln zwar weit hinter sich gelassen, kann diese aber auch bei Bedarf wieder ausgraben.

Danke heißt „Merci“

Ältere Stücke wie 'Peace Or Violence' und 'Te Quiero' durften natürlich nicht fehlen, bevor er zur aktuellen Single 'Tous Les Memes' live eine seiner Lektionen abhielt, in der er wie in unzähligen Videos auf Youtube erklärte, wie sich das Ganze musikalisch aus einzelnen Elementen wie Beat und Bläser-Sektion zusammensetzt, bei der auch Jazztrompeter Bart Maris zu hören ist.

Und wieder ist das Lichtkonzept hervorragend, das wie im offiziellen Clip zu 'Tous Les Memes' männliche und weibliche Facetten in Blau und Rosa ausleuchtet, während sich Stromae dazu ein neues Jackett übergeworfen hat. Das ganze Konzert wird so zu einem Gesamtkunstwerk, bei dem er sich zu den einzelnen Stücken Kostümierung, Videoprojektionen und Choreographien ausgedacht hat. Das muss man gesehen haben.

Für die Liebeskummernummer 'Formidable' entledigte er sich dann der schicken Fliege und gab den trauernden Ex, um sich anschließend für das auf der gleichnamigen Oper von Georges Bizet basierende 'Carmen' in Anzug und Melone zu schmeißen. Seinen zweitgrößten Hit hierzulande, 'Papaoutai', hob er sich dann noch für die Zugabe auf, die mit dem sphärischen Instrumentaltrack 'Merci' beendet wurde.

Fazit: Im ersten Moment scheint es verwunderlich, dass ein Künstler mit französischsprachigen Liedern Erfolg über Landesgrenzen hinaus hat. Aber Stromae schafft es auch, ohne dass er (vollständig) verstanden wird, zu begeistern. Wer jetzt noch keine Karte für eines der Konzerte im Mai hat, sollte schleunigst schauen, noch eine zu bekommen. Lohnt sich allemal!

Mehr Informationen unter: http://www.stromae.net

Das könnte dazu passen:
Parov Stelar – The Art Of Sampling
Herr Sorge – Konzertbericht zum 17.08.13 in Berlin

Stromae live und in Farbe 2014: 14.05. Karlsruhe – Tollhaus *** 15.05. Freiburg – Zäpfle Club in der Rothaus Arena *** 16.05. Münster – Jovel Music Hall *** 19.05. Nürnberg – Löwensaal *** 20.05. Dresden – Alter Schlachthof *** 21.05. Hannover – Capitol

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23. Januar 2014 4 23 /01 /Januar /2014 17:39

Die HipHop-Veteranen Evidence und Alchemist veröffentlichen ihr erstes Kollabo-Album als dynamisches Duo namens Step Brothers. Inspiriert zum Gruppennamen wurden sie durch den gleichnamigen Spielfilm mit Comedy-Star Will Ferrell. Und das ist bestimmt nicht der ungewöhnlichste Punkt, den es dabei hervorzuheben gilt.

step-brothers-cover.jpg’Lord Steppington’ ist für die zwei Brüder im Geiste ein riesiges Spaßprojekt. Immerhin hängen sie schon seit Ewigkeiten gemeinsam in Kalifornien ab und liegen auch musikalisch auf einer Wellenlänge. Eine der ersten offiziellen Zusammenarbeiten war 1997 das Stück ’Third Degree’, das Al für Evs Gruppe Dilated Peoples produziert hat.

Seitdem haben sie immer wieder einmal kollaboriert, wobei anscheinend einige ihrer verrückteren Ideen nie das Licht der Welt erblickten. Das ändert sich nun – und zwar zum Teil radikal. Das an sich schöne Sample bei ’See The Rich Man Play’ wird zum Beispiel nicht im Refrain eingesetzt, sondern konstant unter den schier endlosen Reimketten der MCs wiederholt. Da heißt es Nerven behalten.

Guest – who’s back?

Ähnlich ist auch ’Byron G’ aufgebaut. Ständig wird der böse ätzende Gitarrensound durch ein Vocal-Sample vorangetrieben, während das Duo mit Domo Genesis und The Whooliganz um die Wette rappt. Weitere Gäste sind übrigens Styles P vom Wu-Block, Rakaa von den Dilated Peoples und Roc Marciano.

Zwischen den Stücken gibt es außerdem abstruse Interludes darüber, dass ein gewisser Paul die perfekte Schlittenglöckchen für seine Musikproduktion sucht oder ein Typ über die Schwanenjagd philosophiert.

Bowling for Battle Cats

Die erste offizielle Single ’Step Masters’ ist dagegen schon relativ gradlinig und erinnert an die guten, alten Zeiten mit hartem Beat und HipHop-Ansagen à la Grandmaster Flash. In den Lyrics bezieht sich Alchemist übrigens erneut auf eine Film-Komödie ihres Namensgebers: „This is straight dummy rap, not Easter bunny rap./ Don’t sleep on the paper or take money naps./ I race on the track like ’Ricky Bobby’, spit it sloppy."

Im Video dazu liefern sich die beiden Hiphopper einen Battle bis fast aufs Blut. Im Zweikampf treten sie gegeneinander in insgesamt vierzehn Disziplinen wie Bowlen, Eier schaukeln, Wetttrinken und Fischen an.

Wer sich erst einmal auf ’Lord Steppington’ eingrooven will, kann zuerst den Free Download unter https://soundcloud.com/rhymesayers/01-ron-carter checken. Das Stück ist übrigens genauso wenig auf dem Album enthalten wie der unter https://soundcloud.com/rhymesayers/nothing-to-see-hear erhältliche Instrumentaltrack. Das fast 13-minütige Werk wurde dafür aber in der Werbekampagne eines Klamottenherstellers eingesetzt.

Fazit: ’Lord Steppington’ ist keine leichte Kost. Mit ihrem Background hätten es sich Alchemist und Evidence einfacher machen können. Aber darum geht es ihnen nicht. Hauptsache, sie haben Spaß zusammen. Und wer ihren Humor teilt und teilweise ruppige Klangästhetik mag, kommt hier ebenfalls gut auf seine Kosten.

CD voraussichtlich ab 24. Januar 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Infos: http://www.rhymesayers.com/stepbrothers

Das könnte dazu passen:
Evidence – The Layover EP
Wu-Block – Wu Block 2012
Roc Marciano – Loaded

Step Brothers live und in Farbe 2014: 23.1. Frankfurt/Main – Zoom *** 25.1. Zürich (CH) – Komplex *** 26.1. Genf (CH) - Usine

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