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20. Juni 2017 2 20 /06 /Juni /2017 11:39

Drei Staffeln lang lud Xavier Naidoo andere Künstler ein, gegenseitig die Lieder des jeweils Anderen zu covern. Die freundliche Einladung dazu lautete: ’Sing meinen Song’. Die Idee lebt nach seinem Ausstieg nun mit The Boss Hoss als Gastgeber weiter. Und die Gäste können sich definitiv hören lassen!

Cover zu Sing meinen Song 4Seit 23. Mai 2017 läuft nun die vierte Staffel. Die Nase vorn mit gleich drei (Teil-)Siegen in vier Folgen hat dabei Mark Forster. Seine Wahl fiel dabei auf ’Irgendwas bleibt’ von Silbermond, ’Satellite’ von Lena und ’Was immer es ist’ von Moses Pelham, das er für Glashaus geschrieben hat.

Eröffnen darf die Deluxe Edition mit allen Tauschsongs aus der TV-Show aber Stefanie Kloß von Silbermond mit ihrer Interpretation von ’Au Revoir’. Klasse ist, dass sie das Ganze erst als eine Art Ballade beginnt, um dann in der zweiten Hälfte richtig flott los zu swingen. Dass sie trotz dieser originellen Idee gegen ’Flash mich’ in der Version von The Boss Hoss verloren hat, ist schon ein bisschen überraschend. Aber nun kann ja auch jede(r) selbst entscheiden, welches Stück öfter im eigenen Player läuft.

Kelly kick it? Yes, you can!

Ihre Chancen, sich heute am 20. Juni 2017 gegen die Konkurrenz durchzusetzen, stehen leider bei den Titeln von Michael Patrick „Paddy“ Kelly nicht so besonders gut. ’An Angel’ von der Kelly Family bringt sie gut rüber, aber der Überraschungsmoment fehlt.

Moses Pelham hat sich dagegen die Mühe gemacht, für ’David’s Song’ deutschsprachige Lyrics zu schreiben. Interessanterweise hatte die Kelly Family selbst das Stück 1980 nur gecovert, als Paddy gerade mal drei Jahre alt war. Das Original war der Titelsong zum TV-Vierteiler ’Die Abenteuer des David Balfour’. Aus Zeilen wie "Who'll come with me" wird nun bei Sängerin Cassandra Steen von Glashaus Folgendes: "Wer geht mit mir den ganzen Weg, selbst wenn uns was passiert?/ Wer wird mit mir den Weg hier gehen, auch wenn wir uns verirren?"

Dank Moses Pelham beziehungsweise Michael Patrick Kelly wird übrigens auch Xavier Naidoo noch einmal bei 'Sing meinen Song' (zumindest indirekt) gewürdigt. 'Führ mich ans Licht' sang er 1998 auf seinem Solodebütalbum 'Nicht von dieser Welt'. Seine dritte Single nach 'Freisein' schaffte es damals auf Platz 27 in den offiziellen Deutschen Albumcharts. Mark Foster entschied sich hingegen für 'Was immer es ist' von Glashaus und holte damit einen seiner drei Tagessiege.

Wer heute und bei den noch kommenden Folgen mit den Liedern von Gentleman und The Boss Hoss am Ende triumphiert, bleibt noch abzuwarten. Aber bei insgesamt 43 Songs (inklusive der Showtitel-Nummer ’Sing My Personal Song’ von The BossHoss) dürften sowieso alle ihre eigenen Favoriten finden.

Mehr Infos: www.vox.de/cms/sendungen/sing-meinen-song-das-tauschkonzert.html

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7. Februar 2017 2 07 /02 /Februar /2017 11:56

Die Beginner sind echt wieder dick im Geschäft! Die Telekom lässt sie jedenfalls gleich mehrmals den Soundtrack zu ihrer Werbung liefern. Joggte Fußballer Mats Hummels im Spot für ’Apple Music’ im Dezember noch zu ’Ahnma’ durch den Wald, nicken nun seit Ende Januar unterschiedlichste Charaktere für die ’Family Card’ zum Beat von ’Meine Posse’ (Mehr dazu ist unter telekom-musik.de zu finden).

Aber bei dem Erfolg 2016 wohl kein Wunder. Dass die Beginner mit 'Advanced Chemistry' Platz 1 der deutschen Album-Charts holen würden, war schon ahnbar. Dass sie aber gleichzeitig zehn der insgesamt 12 Stücke auch parallel in den Single-Charts unterbringen könnten, hätte wohl keiner gedacht.

Das Ergebnis dieser Glanzleistung gestaltete sich am 2. September 2016 wie folgt:

  • Ohne Platzierung: Spam, Nach Hause
  • 95: Thomas Anders (mit Megaloh)
  • 91: Macha Macha (mit Haftbefehl)
  • 86: Rap & fette Bässe
  • 84: Kater
  • 80: Rambo No. 5
  • 75: Schelle
  • 73: So schön (mit Dendemann)
  • 67: Meine Posse (mit Samy Deluxe)
  • 27: Es war einmal
  • 13: Ahnma (mit Gzuz und Gentleman)

Beginner-AC-Cover

Seit Mitte August 2016 ist das neue Video 'Es war einmal' von den Beginnern draussen – und es hat bereits nach wenigen Tagen die Millionen Klicks geknackt. So jagt scheinbar ein Rekord den anderen in der neu angefachten Rap-Karriere des Hamburger Trios. Mit 'Ahnma' schafften sie davor ihre erste Top-Ten-Single überhaupt. Wer hätte das gedacht … dass sie vorher keine hatten?

Im neuen Clip darf sich Gzuz von der 187 Strassenbande selbst mit Pullunder und Brille persiflieren. Als Beginner-Fan Jonas (28) wird er folgendermaßen zitiert: „Ich verstehe nicht, was dieser Proll im letzten Beginner-Video zu suchen hatte.“

Zudem gibt es einige andere Cameos in bisher unbekannten TV-Formaten wie 'Vater sucht Frau' mit Jan Böhmermann oder 'Voll fett' mit Beef zwischen Samy Deluxe und Tim Mälzer. Passend zum Album-Titel 'Advanced Chemistry' (Kritik dazu hier) haben auch zwei der drei Mitglieder der gleichnamigen HipHop-Crew Gastauftritte: Torch und Toni L.

Die drei Beginner Jan Delay, Denyo und DJ Mad meldeten sich davor schon mit ordentlich Unterstützung bei der Single 'Ahnma' im Juni 2016 nach 13 Jahren Auszeit zurück. Als musikalische Gäste dabei sind Gzuz und der Reggae-Sänger Gentleman aus Köln. Im Video gibt es zudem passend zum Songtext einen Cameo-Auftritt von Fußball-Veteran Uwe Seeler plus einen Posse-Shot mit u.a. Deichkind (inklusive Ferris MC), Afrob, Dynamite Deluxe, DJ Stylewarz, Rattos Locos und D-Flame.

Wem der Titel spanisch vorkommt, ahnt nach diesen Lyrics dann hoffentlich aber doch mal, was es damit auf sich hat: "Was los, Digga, ahnma'./ Wie wir gucken, wie wir labern./ Jeder sagt "Digga" heutzutage./ Wir packen Hamburg wieder auf die Karte!"

Album seit 26. August 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.beginner.de

Die Beginner live und in Farbe 2017:

P.S.: Habt Ihr Fragen zu den Beginnern? Vielleicht kann ich sie beantworten. Gerne (mit einem Kommentar) melden!

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21. September 2016 3 21 /09 /September /2016 15:57

Cover zu MutterschiffKurz vor der Jahrtausendwende startete Afrob mit seinem Debütalbum 'Rolle mit HipHop' seine Rap-Karriere. Seitdem gab es Aufs und Abs. Landete er damit noch auf Platz 13 in den Deutschen Album-Charts, reichte es ein Jahrzehnt später mit 'Der Letzte seiner Art' nur noch für die 70. Sein größter Erfolg war aber wohl 'Blockbusta' als ASD mit Samy Deluxe, mit dem sie sich letztes Jahr die 4 holten. Und nun kommt 'Mutterschiff'!

„Ich bin viel mehr als meine Hits aus den Neunzigern./ Sag es immer häufiger, sag es immer deutlicher./ Es war das Jahr 1-9-9-9. Oder 1-6-6-6./ Die Verschwörung ist perfekt“, rappt Afrob in 'Mein Song'. Vielleicht schafft er es ja damit, einen neuen Hit zu landen. Zu wünschen wäre es ihm. Und die Chancen stehen gut.

Dafür spricht zum Beispiel auch, dass die erfolgreiche Kombi als ASD bei 'Herz und Seele' fortgesetzt wird. Phono, der insgesamt vier der 16 Tracks inklusive der (Video-)Single 'Ich bin dieser' produziert hat, durfte dafür einen etwas Danchall getriebenen Beat beisteuern. Dazu rappt Samy Deluxe unter anderem folgende Lyrics: „Und ich pfeif' meine Melodie so wie Rakim und Eric B./ Singe 'Let it be' auf dem Weg zur Therapie.“

Ein weiterer Clip wurde zu 'One Man Show' gedreht, das Abaz produziert hat (siehe ganz unten). Mit fünf Instrumentalen ist er der zweitwichtigste Beatbauer für Afrob diesmal. Nur Rik Marvel ist mit sechs Nummern präsenter.

Schiff ahoi, Mutti

Was nun das titelgebende 'Mutterschiff' angeht, erwähnt es Afrob in einigen Tracks. So heißt es bei 'Weit weg', dass er dorthin wieder zurück will. Für ihn fühlt es sich an, als wäre er hier ausgesetzt worden. Er hat einfach genug von dieser Welt und will weit weg fliegen. Ein bisschen erinnert mich das an den Sci-Fi-Film 'District 9', bei dem Alien-Frachter quasi über Johannesburg stranden. Ein bisschen von der Farbe und Symbolik her passt dazu die Gestaltung des Covers durch Eldin Smajilovic für seine Divota-Agentur. Früher rappte er übrigens selbst als Teil der Stuttgarter Kolchose unter dem Namen MC Coma bei unter anderem Die Krähen.

Auch wenn das Ganze natürlich kein durchdekliniertes Konzeptalbum mit fortlaufender Story über eine Flucht ins Weltall ist, schafft Afrob es schließlich drei Songs später bei 'Irgendwann' aufs Mutterschiff zu gehen, um dort seine Verse zu schreiben. Am Ende kündigt er allerdings genauso schon seine Rückkehr an: „Was du siehst, ist was du kriegst./ Fliege mit dem Mutterschiff./ Doch ich komm wieder zurück.“

Hier ist zur Übersicht die Tracklist:

  1. Ich bin dieser
  2. Alles nehm ich mit
  3. Einfach machen (feat. Gentleman)
  4. Warum bist du so
  5. Herz und Seele (feat. Samy Deluxe)
  6. Kein Weg Zurück
  7. One Man Show
  8. Mein Song
  9. Es geht wieder los (feat. MC Sadri)
  10. Das muss es sein (feat. Haben)
  11. Weit Weg (feat. Xavier Naidoo)
  12. Interlude
  13. Wenn ich groß bin (feat. Chefket)
  14. Irgendwann
  15. Oh Gott (feat. M.A.M)
  16. No Love

Album voraussichtlich ab 23. September 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.afrob.tv/

Das könnte dazu passen:

Samy Deluxe – Berühmte letzte Worte (mit u.a. Chefket und Afrob)
Gut drei Dutzend Helfer wie Gentleman, Nena und Max Herre haben ihren Input zu 'Berühmte letzte Worte' beigesteuert. Gäste am Mic sind zum Beispiel Chefket und Afrob, der gleich bei mehreren Tracks zu hören ist. MoTrip rappt den Skit 'Letzte Überlieferung', zu dem Joka poetische Unterstützung geliefert hat, sogar völlig alleine. Wer groß ist wie Samy, macht sich eben auch mal klein fürs beste Ergebnis.

MC Rene – Khazraje (mit u.a. Toni L & Retrogott)
1999 war '1, 2, 3 ... (From New York To Germany)' mit Platz 6 die höchste Chartposition, die Rene und Afrob je mit einer Single erreicht haben. Ermöglicht hatte ihnen das DJ Tomekk. Und auch wenn sie alle danach recht unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, bezieht sich Reen beim Stück 'Nehmerqualitäten' lustigerweise ebenfalls auf 'My Melody' von Rakim.

 

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22. Juni 2016 3 22 /06 /Juni /2016 14:55

Wenn sich zwei bekannte Reggae-Sänger zum Dialog treffen, sind die Erwartungen an das Ergebnis ihrer ’Conversations’ natürlich hoch. Vielleicht gehen Gentleman und Ky-Mani Marley deswegen eher zurückhaltend vor, liefern aber dennoch ein schönes Werk für den kommenden Sommer.

Cover zu ConversationsGentleman dürfte der wohl bekannteste Reggae-Sänger Deutschlands sein, der weit über die Landesgrenzen hinaus gefeiert wird. Chartplatzierungen in den Niederlanden, Frankreich und Polen zeugen davon. Bloß der ganz große internationale Wurf gelang ihm bisher nicht. Daran konnte selbst das Kollabo-Album ’Live Your Life’ mit Richie Stephens, der ihn Großbritannien ein paar kleinere Hits hatte, 2012 nichts ändern. Nun hat er sich aber einen etwas berühmteren Partner mit ins Boot geholt.

Gemeinsam zu hören waren sie bereits 2014 bei den Aufnahmen von 'MTV Unplugged', bei dem Gentleman den Jamaikaner zu gleich zwei Duetten einlud. Einerseits sagen sie den 'Redemption Song' von Bob Marley, andererseits das Stück 'No Solidarity', das nun auch auf 'Conversations' noch einmal enthalten ist.

Ky-Mani Marley schaffte es als Gastsänger bei den Refugee Camp All Stars, P.M. Dawn und der Münchener Sängerin Zoe, sich schon früher mehrmals in den deutschen Single-Charts zu platzieren. Erfolgreicher war hierzulande nur sein Vater. Dessen ’Simmer Down’ haben sich die Beiden nun auch als Coversong vorgenommen und um eigene Parts ergänzt. Mit dabei ist außerdem Marcia Griffiths, die von 1974 bis 1981 zur Band von Bob Marley gehörte. In dieser Kombination mit dem lustigen Groove gehört das Stück definitiv zu den Highlights, so dass es nicht verwundert, dass es als Single ausgekoppelt wurde. Das Saxophon spielt dort übrigens Dean Fraser, der 1978 sein erstes eigenes Album 'Black Horn Man' veröffentlichte.

Ois Ok Mama

Als erstes Video wurde aber der Album-Opener 'Sings Of The Times' mit ein paar schönen Bildern ins Rennen geschickt (siehe unten am Ende der Seite). Regie führte dabei Noël Dernesch, die unter anderem auch die Dokumentation ’Journey To Jah’ mit Gentleman und Alborosie verfilmt hat. Zu einem ziemlich ruhigen Instrumental von Clay besprechen Ky-Mani und Gentleman, wie sie die Zeichen der Zeit deuten sollen, um zu erkennen, wer zerstörisch und wer neu erschaffend eingestuft werden könnte: "These are the signs of the times./ It is time for us to define - who destroys, who design."

Als zweiter Clip folgte schließlich die Hymne für alle Mütter. Für die Lyrics zu ’Mama’ hat neben den beiden Sängern noch Daddy Rings einen Credit bekommen. Die Musik dazu stammt von Dwayne 'Supa Dups' Chin-Quee, der dieses Jahr auch 'Your Song' für SOJA & Damian Marley produziert hat. Ein paar Grammys gewann er schon durch seine Mitarbeit an Alben von Eminem, Drake und Bruno Mars.

Insgesamt hat das Duo 14 Lieder aufgenommen, die durch vier Skits mit Gesprächen zusammengahelten werden, die Einblick in die Hintergründe des Projekts gewähren. Viele der Sachen klingen dabei ziemlich klassisch. Erwähnenswert sind aber definitiv noch 'Hey', bei dem sich Gentleman total zurück nimmt und Ky-Mani das Feld alleine überlässt. Musikalisch klingt es etwas rockiger. Das ziemliche Gegenteil dazu ist 'How I Feel', das mit recht treibenden Beats daher kommt. Co-produziert wurde dieses Lied genauso wie 'Tomorrow' (mit Tamika im Background) und 'No Solidarity' von Bazzazian, während das Instrumental von 'Motivation' von den Jugglaz stammt.

Fazit: Die ganz großen Überraschungen bleiben bei dieser Kollaboration von Gentleman und Ky-Mani Marley zwar aus, aber als ein Dokument der Zeit wird 'Conversations' bestimmt Bestand haben.

Album voraussichtlich ab 24. Juni 2016 erhältlich. Mehr Infos: http://www.gentleman-music.com/

Das könnte dazu passen:
Alborosie – Alborosie & Friends (mit u.a. Ky-Mani Marley und Gentleman)
Alborosie stammt zwar nicht aus Jamaika, aber zog mit Mitte Zwanzig aus Italien dort hin. Dort scheint er auch gut angekommen zu sein, wie diese Compilation zeigt, auf der Duette mit unter anderem Horace Andy, Luciano, Busy Signal, Sizzla, Gentleman und Ky-Mani Marley, der gleich bei drei Stücken dabei ist, zu hören sind.

Beginner – Neues Video zu 'Ahnma' mit Gzuz und Gentleman
Dass Gentleman bei der Single 'Ahnma' von den Hamburger Original Gangstern namens Beginner zu hören ist, spaltete die Nation. Übrigens genauso wie das Feature von Gast-Rapper Gzuz, der zur Hamburger HipHop-Crew 187 Strassenbande gehört.

Ziggy Marley – In Concert
Der Halbbruder von Ky-Mani präsentierte nicht nur seine eigenen Lieder 2013 in einem Live-Mitschnitt, sondern zudem noch zwei Cover von Stücken seines berühmten Vaters Bob Marley: ’Is It Love’ und ’War’ (im Medley mit ’Justice’).

Gentleman & Ky-Mani Marley live und in Farbe 2016:

  • 01.07. Amsterdam, Melkweg
  • 02.07. Köln, Summerjam Festival
  • 03.07. Wien, Vienna Sunsplash
  • 09.07. Torre del Mar, Weekend Beach Festival
  • 13.07. Budapest, Budapest Park
  • 15.07. Bern, Gurtenfestival
  • 16.07. Locarno, Moon & Stars
  • 06.08. Geel, Reggae Geel

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17. Juni 2013 1 17 /06 /Juni /2013 00:07

Wo „Megahits“ drauf steht, sollten auch „Megahits“ drin sein. Das passt hier schon bestens wie die Faust aufs Auge, obwohl die Frage bleibt, ob sie nicht frühstens im „Sommer 2013“ richtig erfolgreich sein müssten. Denn der fängt ja offiziell erst am 21. Juni an, kann jetzt aber mit diesem Sound im Rücken gerne richtig schön abgehen.

cover-mega-hits-2013.jpgIm Fall von 'Only Teardrops' von Emmelie de Forest könnte es sogar sein, dass nach dem Platz 5 Anfang Juni noch ein klein bisschen mehr geht. Immerhin gewann die junge Dänin damit gerade erst Mitte Mai den Eurovision Song Contest.

Dagegen ist der sanfte Elektropop-Song 'Lights' von Ellie Goulding schon richtig alt. Die erste Notierung in den britischen Singlecharts liegt über drei Jahre zurück und für die deutsche Top Ten reichte es (bisher) ebenfalls nicht. Aber was nicht ist, kann ja auch noch kommen. Der Song tauchte schließlich gerade auf dem Soundtrack zu dem herrlich durchgeknallten Gangsta-Girlies-Streifen 'Spring Breakers' wieder auf.

Von A wie Afrojack bis X wie Xavier Naidoo

Stilistisch ist das 44 Lieder umfassende Werk übrigens breit gefächert. Da geht es zum Beispiel vom verspielten Elektro-Stampfer 'As Your Friend', den der niederländische Produzent Afrojack mit Chris Brown eingespielt hat, über den spaßigen, mit Bläsern vorangetriebenen Party-Knaller 'Bom Bom' von Sam and the Womp zum Reggae-Stück 'You Remember' von Gentleman und dem nachdenklichen 'Wer ich bin' von Gleis 8, der neuen Band von Ex-Rosenstolz-Sängerin Anna R., bis hin zum deutschsprachigen Schmusesong 'Bei meiner Seele', den Xavier Naidoo als erste Single aus seinem neuen Nummer-1-Album ausgekoppelt hat.

Dieter Bohlen ist übrigens dank der DSDS-Siegerin Beatrice Egli und der Zweitplatzierten Lisa Wohlgemuth gleich mehrfach auf 'Megahits Sommer 2013' vertreten. Dass auf so einem Casting-Erfolg durchaus eine langjährige Musikkarriere aufgebaut werden kann, beweist Christina Stürmer, die 2003 'Starmania' in Österreich gewann. Die aktuelle Single 'Millionen Lichter' ist schon der 15 Titel, mit dem sie es in die deutschen Charts geschafft hat.

Und wenn dann in ein paar Jahren diese Compilation mit unter anderem Maxim, Leslie Clio, The Script, Rudimental, Seeed und Glasperlenspiel zur Erinnerung an den Sommer 2013 im CD-Spieler rotiert, geht es allen beim Hören vielleicht so, wie Bosse es in den Lyrics zu 'Schönste Zeit' beschreibt: „Das war die schönste Zeit, weil alles dort began./ Und Berlin war wie New York, ein meilenweit entfernter Ort.“

Fazit: Der Titel hält definitiv, was er verspricht. Auf den 'Megahits Sommer 2013' finden sich haufenweise Top-Ten- und teilweise sogar Nummer-1-Songs, die in dieser Zeit die hoffentlich schönsten Monate des Jahres musikalisch prägen dürften.

Mehr Informationen unter: http://compilations.warnermusic.de/megahits-sommer-2013

Die Doppel-CD ist seit 14. Juni 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Various – Radio Teddy Hits Vol. 11
Maxim – Staub
Xavier Naidoo – Bei meiner Seele
Bosse – Kraniche
Leslie Clio – Gladys
The Script – #3

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