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30. Januar 2013 3 30 /01 /Januar /2013 18:05

Der kommerzielle Durchbruch gelang Unheilig mit ’Große Freiheit’ 2010 relativ überraschend. Zwar hatte ’Puppenspiel’ sich davor auch schon über 100.000-mal verkauft, aber mit fast 2 Millionen verkauften Einheiten war das Nachfolgewerk eine absolute Sensation. Kein Wunder also, dass alle wissen wollen, welcher Kopf eigentlich dahinter steckt. Die Antworten darauf liefert der Sänger, der sich hinter dem Pseudonym „Der Graf“ verbirgt, mit seiner Autobiografie ’Als Musik meine Sprache wurde’ – die er nun auch selbst als Hörbuch eingelesen hat.

cover-unheilig.jpgMit seiner markanten Stimme gibt der Graf Einblicke bis zurück in seine Kindheit, wo ihm in der Schule gesagt wurde, dass er wohl nicht für die Bühne gemacht sei. So lautete der Rat des stellvertretenden Rektors: „Suche dir einen Beruf, in dem du mit niemanden reden musst und keinen Kontakt mit Menschen hast.“

Tja, das war wohl eine kolossale Fehleinschätzung, durch die sich der Graf aber nicht vom Weg abbringen ließ. 1994 nahm er schließlich seine erste Platte ’Dreams And Illusions’ auf, um sich damit bei verschiedenen Plattenfirmen zu bewerben. Was ihm leider nicht gelang. Dafür wird sie heutzutage von vielen Fans gesucht.

Start mit Träumen oder Traumstart?

In seiner Autobiografie stellt sich der Graf die Frage, wie er die Musik seiner Anfänge für all diejenigen beschreiben soll, die diese CD nie zu hören bekommen werden: „Was soll ich sagen? Es war reiner Synthie-Sound mit einer – nennen wir es mal – jammerigen Stimme. Nichts, was mir heute peinlich sein müsste. Denn in jenen Tagen war es das, was ich wollte. Und auch das, was ich konnte.“

Der Vorteil des Hörbuchs ist, dass sich die Hörer jetzt selbst völlig unkompliziert ein Urteil bilden können. Als Bonus ist sowohl der allererste Song ’Success’ vom Grafen als auch ’Dreams And Illusions’ enthalten. Und was soll ich sagen? Seine Einschätzung ist mehr oder weniger zutreffend, aber das Ergebnis durchaus interessant.

Blick zurück nach vorn!

Schließlich nimmt die Musikkarriere doch noch Fahrt auf, weitere Aufnahmen und auch erste Auftritte folgen. Aber natürlich gibt es auch Rückschläge, wie persönliche Differenzen mit dem damaligen Produzenten oder auch gesundheitliche Probleme, die den Grafen fast seiner Stimme berauben.

Oder das Unheilig wegen dem überraschenden Erfolg der Single ’Nossa! Ai Se Eu Te Pego!’ von Michel Teló der krönende Einstieg auf Platz 1 verwehrt blieb. Doch wie wir alle wissen, wird am Ende alles gut. Zumindest bis Mitte 2012, wo ’Lichter Der Stadt’ wieder ein Nummer-1-Album geworden ist und wo die bisherige Geschichte endet.

Und der Graf stellt in seinen letzten Sätzen klar, dass da noch mehr folgen wird: „Ich habe mein Ziel noch längst nicht erreicht. Ich kenne es noch nicht einmal. Einzig den Weg, den ich noch vor mir habe, würde ich ungern alleine gehen und würde mich deshalb über jeden Begleiter freuen.“

Fazit: Diese Biografie war vielleicht nicht zwingend notwendig, ist aber bestimmt nicht nur für Fans interessant. Zwar geht der Graf relativ nüchtern und eher informativ als emotional auf ’Als Musik meine Sprache wurde’ seine bisherigen Lebensstationen durch. Trotzdem berühren einen mal mehr oder weniger stark einzelne Details schon, wenn er zum Beispiel die Hintergründe zu einigen Stücken erklärt, die mit persönlichen Schicksalen verbunden sind. Und das macht das Werk natürlich hörenswert.

Mehr Informationen unter: http://www.unheilig.com

Hörbuch seit 18. Januar 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
Various – Dark Symphonies
Philip Steele – City Of Light

Unheilig live und in Farbe 2013: 9.2. Hamburg – O2 World *** 22.2. Erfurt – Messehalle *** 23.2. Chemnitz – Arena *** 2.3. Kempten – Bigbox *** 3.3. Zürich (CH) – Hallenstadion *** 7.3. Augsburg – Schwabenhalle *** Salzburg (A) – Salzburgarena *** 19.4. Trier – Arena *** 20.4. Frankfurt – Festhalle *** 10.5. Braunschweig – VW Halle *** 11.5. Dortmund – Westfalenhalle 1 *** 18.5. Laboe – Kurstrand *** 21.6. Kassel – Auestadion *** 22.6. Halle (Saale) – Freilichtbühne Peißnitz *** 29.6. München – Tollwood Sommerfestival *** 18.7. Emmendingen – Schlossplatz *** 19.7. Straubing – Bluetone Festival an der Donau *** 20.7. Dresden – Elbufer *** 24.7. Salem – Schloss *** 27.7. Mannheim – Schloss *** 2.8. Reifnitz am Wörthersee (A) – Festplatz *** 9.8. Münster – Schlossplatz *** 16.8. Oldenburg – Freigelände an der Weser-Ems-Halle *** 17.8. St. Goarshausen/Loreley – Freilichtbühne *** 31.8. Cottbus – Spreeauenpark *** 7.9. Mönchengladbach – Warsteiner HockeyPark *** 8.9. Berlin – IFA Sommergarten (Messe Berlin)

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