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6. Februar 2013 3 06 /02 /Februar /2013 20:56

Gleich mit ihrer ersten Single 'Told You So' konnte die in Hamburg aufgewachsene und inzwischen in Berlin lebende Sängerin im Herbst 2012 die Charts erobern. Zwar reichte es erstmal nur für die Top 50, aber immerhin nahm Matthias Schweighöfer die zweite Single 'I Couldn't Care Less' auf den Soundtrack zu seinem Film 'Schlussmacher'. Und da das Album 'Gladys' gekonnt den Mix aus Soul-Pop und Retro-Sounds weiterspinnt, sind weitere Erfolge nicht ausgeschlossen.

cover-leslie-clio.jpgWarum das Album 'Gladys' heißt, ist unklar. Die Verbindung zu Gladys Knight könnte passen. Immerhin hat die amerikanische Sängerin unzählige R'n'B-Hits für das renommierte 'Motown'-Label eingesungen. Aber angeblich soll der Titel lediglich ein Name unter vielen sein, den Leslie Clio sich einfach dafür ausgesucht hat.

Gut ausgesucht waren auch die Singles, weil das freche 'I Could'nt Care Less' einen gelungenen Kontrast zum etwas düsteren 'Told You So' bieten konnte. Gemeinsam ist den beiden Songs jedoch, dass sie ihrem Ex eher die kalte Schulter zeigt.

Den Lyrics von 'Told You So' nach ist sie weg, nachdem er eine Andere im Bett hat. So leid es ihr tut, aber da stimmen ihre Vorstellungen einer Beziehung nicht mit seinen überein: „So don't say I didn't./ I told you so, I told you so, I told you so./ You kept wishing I was her./ I'm afraid we don't concur.“

Soul Sister No. 1

Bei 'Sister Sun Brother Moon' wird die Musik etwas schunkliger, schleppender und mit Streicher-Einsatz melancholischer. Da darf auch eng umschlungen geschmachtet werden, denn das klingt schön. Trotzdem ist Leslie Clio hoch anzurechnen, dass sie nicht überwiegend auf langsame Balladen wie ihre Los-lassen-Hymne 'Let Go' setzt. Produzent Nikolai Potthoff, eher bekannt für Indierock mit Tomte, Muff Potter und Thees Uhlmann, zeigt auf jeden Fall bei 'Gladys' sehr gelungen, dass er auch anders kann.

Sollte noch eine weitere Single ausgesucht werden, empfiehlt sich 'God No More'. Das Lied rockt kämpferisch zu einem Up-Tempo-Beat, so dass Leslie Clio hier noch einmal eine etwas andere Seite von sich zeigen kann, die definitiv Lust auf mehr macht.

Fazit: Mit den elf Stücken auf 'Gladys', die alle unter vier Minuten Spielzeit haben, ist eine halbe bis dreiviertel Stunde schön in der Tradition von Amy Winehouse und Duffy gefüllt. Um mit dem Debüt einen ersten guten Eindruck zu machen, reicht das. Aber da darf gerne noch mehr folgen.

Mehr Informationen unter: http://www.leslieclio.com

CD voraussichtlich ab 8. Februar 2013 im Handel erhältlich.

Das könnte dazu passen:
The Script – #3
Parov Stelar – The Princess

Leslie Clio live und in Farbe 2013: 15.04. Wien (A) – WUK *** 18.04. Stuttgart – Kellerklub *** 20.04. Frankfurt/Main – Zoom *** 21.04. Köln – Die Werkstatt *** 22.04. Dortmund – Freizeitzentrum West (FZW) *** 23.04. Münster – Gleis 22 *** 25.04. Leipzig – Moritzbastei *** 26.04. Hamburg – Molotow *** 27.04. Berlin – Festsaal Kreuzberg

 

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