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20. Mai 2014 2 20 /05 /Mai /2014 22:30

Mit William Wymark Jacobs hält ein neuer Autor Einzug ins 'Gruselkabinett', dessen um die vorherige Jahrhundertwende veröffentlichten Werke als Klassiker britischer Horror-Kurzgeschichten gelten. Und 'Die Affenpfote' ist als erstes, aber vielleicht nicht letztes Beispiel aus seinem Fundus eine gute Wahl.

cover-affenpfote.jpgAls Sergeant-Major Morris eines Abends seinen alten Freund James White besucht, hat er nicht nur ein paar fantastische Geschichten aus seiner Militärzeit in Indien dabei, sondern auch ein eigentümliches Souvenir: eine mumifizierte Affenpfote.

Einst soll ihr ein uralter und mächtiger Fakir Zauberkräfte verliehen haben, wie Morris berichtet: „Mit der Pfote wollte er den Beweis antreten, dass einzig das Schicksal das Leben des Menschen regiert. Und das jene, die das Schicksal zu korrigieren trachten, dies zu ihrem eigenen Schaden täten.“

Die Pfote soll angeblich drei Wünsche erfüllen, aber Morris selbst hat eher schlechte Erfahrungen damit gemacht und will sie verbrennen. Dennoch rettet Whites Sohn Herbert sie aus den Flammen und fordert damit das Schicksal heraus...

Wish you were here – or would hear?

Das Ehepaar White wird von Harald Dietl und Regina Lemnitz gesprochen, die beide bereits in der letzten 'Gruselkabinett'-Folge 'Alraune' in kleinen Nebenrollen zu hören waren. Seine Stimme verbinden vermutlich viele Hörer mit dem Intro zur TV-Sci-Fi-Serie 'Star Trek: Das neue Jahrhundert' oder der Rolle des Kommissars Feldmann in der ZDF-Krimiserie 'Die Männer vom K3', sie ist unter anderem als die deutsche Stimme von Kathy Bates bekannt.

William W. Jacobs verzichtete damals unter anderem übrigens darauf, den beiden Figuren Vornamen zu geben. Überhaupt wird das Ganze durch Regisseur Marc Gruppe von 'Titania Medien' ordentlich ausgebaut. Die geschriebene Grundlage des Hörspiels ist nämlich gerade einmal wenige Seiten lang. Da ist es schon erstaunlich, wie sie auf über 47 Minuten gestreckt wird. Weniger wäre vielleicht ausnahmsweise hier mehr gewesen. Wobei dafür bei der Produktion wie immer sehr gekonnt aus den Vollen geschöpft wird, um mit gruseliger Untermalung für kalte Schauer zu sorgen.

Fazit: Was 'Die Affenpfote' bemerkenswert macht, ist der Umstand, dass vieles nur angedeutet wird. Der Grusel entwickelt sich erst in der eigenen Vorstellungskraft. Und mit Max Felder als Herbert ist noch ein Sprecher dabei, den viele aus einer anderen Horrorserie kennen dürften: In 'Twilight' spricht er den indianisch-stämmigen Gestaltwandler Jake Black.

CD seit 16. Mai 2014 im Handel erhältlich.

Mehr Informationen unter: http://www.titania-medien.de/cms/hoerspiele/gruselkabinett.html

Das könnte dazu passen:
Gruselkabinett – 87: Alraune
Übersicht zu weiteren Kritiken der 'Gruselkabinett'-Hörspiele

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