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21. August 2008 4 21 /08 /August /2008 20:50

2001 formierte Adé Bantu die Brothers Keepers, um mit dem Stück ’Adriano (Letzte Warnung)’ gegen rechte Gewalt zu demonstrieren. Als es danach an die Aufnahme des Albums ’Lightkultur’ ging, kamen noch die Sisters Keepers hinzu. Nun, sieben Jahre später und mit gekürztem Bandnamen, folgt das erste eigene Album und garantiert gebündelten Frauenpower!

Mit dem Titeltrack startet die CD gleich funky durch. An dem Allstar-Track haben gleich sechs der sieben Damen mitgewirkt – lediglich Tamika fehlt. Dafür feiern Namusoke, Onejiru, Mamadee, Noah Sow, Meli und Nicole Hadfield auf dem Disco-Beat richtig ab. Schließlich muss die Revolution tanzbar sein. Dazu rappt Meli, die schon mit ihren Crews Skills En Masse und Ischen Impossible Platten veröffentlicht hat, zum Beispiel Folgendes: „Gender riots – sag deinen Namen, denn es geht um Befreiung./ Wir sind noch da und ready./ M-E zu dem L-I rocksteady, boy./ Gender riots über Hi-Hats nonstop – yes y’all!“

Alle sieben Sisters sind dann aber schließlich beim ebenfalls sehr tanzbaren ’Unite’ zu hören. Mit dem Stück nahmen sie im Frühjahr auch am Bundesvision Song Contest teil, um anderen Frauen mit den selbstbewussten Lyrics Mut zu machen: „Wir sind schon so nah, Land in Sicht./ Alles so klar – und du bemerkst es nicht./ Der Weg war so weit – und ich kann jetzt sehen./ Millionen Schwestern sind hier, um mit mir aufzustehen.“

In so großer Besetzung treten die Sisters auf den restlichen zehn Stücken zwar nicht mehr auf, aber auch die kleineren Kollaborationen und Solosongs können sich hören lassen. Musikalisch wurde das Ganze von Executive Producer Matthias Arfmann breit gefächert – vom asiatisch angehauchten Intro zu ’Same Voices’ über die Soulballade ’Everytime’ bis hin zum dubbigen Reggaetrack ’Play With Fire’. Hinzu kommen weitere Gastsängerinnen wie Lisa Cash und Sonia Singh, wobei besonders das jazzige ’Grey Cats’ von Angela Chinyere Ordu sehr cool geworden ist.

Fazit: An den Erfolg und die Wirkung von ’Adriano’ konnten schon die Brothers Keepers kaum anknüpfen – aber das ist ja auch nicht unbedingt das Ziel. Auch bei den Sisters dient das Album vor allem dazu, auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen – nämlich mit dem Verein „Sisters e.V.“ wirklich real was zu verändern. Und wenn die Musik so schön wie hier ist, unterstützt man(n) das natürlich gerne!

Mehr Infos: www.sisters-music.com

CD voraussichtlich ab 22. August 2008 im Handel erhältlich.

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